Frage von medeo,

Einweisung einer Suchtkranken in die geschlossene Psychiatrie

Brauche dringend einen Rat: es geht um eine nahe Verwandte, deren Mutter wandte sich verzweifelt an mich. Ihre Tochter ( 35) ist schwer suchtkrank: Methadon, Alkohol, Benzodiazepine. Sie ist aus dem Methadon-Programm rausgeflogen. Zur Zeit ist die Situation wirklich lebensgefährlich: die Tochter kann die Wohnung nicht mehr verlassen, sie hat Probleme mit den Beinen, kann nicht gehen. Ihr Freund, der auch im Methadon-Programm war, hat sich von ihr getrennt. Sie weigert sich einfach, eine Entgiftung zu machen, weil sie Angst hat, dass man sie in eine geschlossene Anstalt einweist. Er kommt alle paar Tage vorbei und bringt Alkohol, Tabletten und Methadon (schwarz besorgt) vorbei. Das ganze Geld ( Grundsicherung) geht für die Suchtmittel drauf. Ihre Mutter hat ihr immer noch geholfen, hat sie einmal im Monat mit Lebensmitteln versorgt. Da sie sich weigert, eine Entgiftung zu machen, hilft sie ihr auch nicht mehr. Ausserdem wohnt die Mutter auch in einer anderen Stadt. Die Mutter macht sich trotzdem große Sorgen, hat Angst, ihre Tochter tot in der Wohnung vorzufinden. Jetzt hat sich die Mutter entschlossen, sich an eine Institution zu wenden, damit man sie zwangseinweist. Die Tochter ist wirklich schwer krank, auch körperlich. Die Tochter hat Selbstmordgedanken seit sie 16-17 ist, hat auch schon oft mit Selbstmord gedroht. Aber im letzten Jahr hat sie aufgehört, damit zu drohen, aus Angst, sie käme in eine geschlossene Anstalt. SIe könnte aber einfach an Wechselwirkungen der Medikamente sterben. Sie war schon oft ohnmächtig. An wen kann sich ihre Mutter wenden, bevor es zu spät ist?

Antwort von Clipmaus,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

An das Gesundheitsamt! Auch an Suchtberatungsstellen! Das Gesundheitsamt kann eine Zwangsvorführung zur Untersuchung der Tochter anordnen. Dann geht auch Alles ganz schnell und sie kommt in eine geschlossene Suchttherapie. Mein schwager arbeitet seit über 30 Jahren in so einer Einrichtung . Er ist dort Pfleger! Dann wird sie nach der Eingangsuntersuchung sofort entgiftet! Danach verbleibt sie garantiert mehr als 3 Monate in der Einrichtung . Sie muss ja mal wieder erlernnen , mit ihrem leben klar zu kommen! Das ist aber von Einrichtung zu Einrichtung verschieden. Auch von Bundesland zu Bundesland!

Hoffe ,dass es endlich mal mit der jungen Frau klappt! Allein schafft sie mit Sicherheit nichts mehr!

GLG und ein schönes Wochenende!

Antwort von derkarlchen,

Die Mutter sollte auf jeden Fall zum Jugendamt gehen und oder selber nach einer Psychatrie (möglichst mit Suchtschwerpunkt) schauen.

Dass die Tochter nicht in eine geschlossene Anstalt gehen will, ist klar. Genauso klar ist es auch, dass es unbedingt notwendig ist!

Ihr solltet diese Maßnahmen so schnell wie möglich angehen, bevor es zu spät ist!

Beim Jugendamt könnt ihr (bzw. ihre Mutter) fragen, was ihr für eine Zwangeinweisung braucht, ohne Polizei wird das glaube ich nicht gehen.

Ich hoffe ich konnte helfen und wünsche der Tochter sowie der Mutter alles Gute (:

Kommentar von derkarlchen,

Ich meine nartürlich nicht Jugendamt, sondern Suchtberatungsstelle/ Gesungheitsamt/ Hausartzt/ Polizei!

Möglicherweise braucht ihr auch ein Gutachten von einem Psychologen.

Kommentar von medeo,

Die Tochter ist doch schon 35, da ist doch das Jugendamt nicht mehr zuständig.

Kommentar von derkarlchen,

hab ich auch gemerkt und wollte meine Antwort ändern, da waren die 100 sek aber schon abgelaufen :D

Zur Not kann man dort aber auch nachfragen, wie eine Zwangseinweisung funktioniert...

Antwort von keylilly,

Hausarzt der Tochter, der kann unter diesen Umständen ( Lebensgefahr ) auch eine Zwangseinweisung machen Oder Polizei.

Antwort von knecht1950,

Ich würde in jedem Fall einmal mit der Krankenkasse oder einem Arzt sprechen. Auch Selbsthilfegruppen können hier Vorschläge machen, den die kennen sich aus..

Antwort von maus18785,

Polizei

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