Frage von Shennen, 99

Einweisen lassen trotz Tieren und Verpflichtungen - Ist das überhaupt möglich?

Ich habe gerade eine akute seelische Krise. Ich habe aber auch ein neunjähriges Kind und bin halbwegs alleinerziehend (er ist nur am Wochenende bei Papa). Ich habe kaum jemanden, zu dem ich gehen könnte und ich habe auch noch zwei Katzen zu Hause. Ich bin so verzweifelt, dass ich überlege mich einweisen zu lassen freiwillig. Ist das überhaupt möglich? Wer kümmert sich dann um meine ganzen Verpflichtungen, darf man einen Laptop mitnehmen, sodass man wenigstens wichtige Überweisungen tätigen kann? Wer versorgt die Tiere, was ist mit meinem Kind, wer bezahlt die Klinik? Ich weiß gar nicht wohin mit mir und ob das überhaupt möglich ist.

Antwort
von hupsipu, 35

Vielleicht ist der Gang zu einer psychosozialen Beratungsstelle (so heissen die in Berlin, vergleichbares gibt es in allen größeren Städten) erstmal ein guter Schritt für Dich? Die können bei akuten Krisen oft super helfen und mit Dir gemeinsam klären ob eine Einweisung das richtige ist, oder ob evtl eine Unterstützung zu Hause, regelmäßige Termine, usw Dir helfen. Alles Gute!

Antwort
von conelke, 38

Wenn Du Dich schon freiwillig einweisen lassen möchtest, dann ist es höchste Eisenbahn, dass Du Dir Unterstützung holst. Warst Du schon einmal in Therapie oder nimmst Du Antidepressiva?

Zunächst solltest Du mit Deinem Hausarzt sprechen und ihm Deine Situation und Verfassung genaustens schildern. Vielleicht helfen Dir für den Anfang Medikamente in Verbindung mit einer Therapie, die Du wöchentlich machen kannst. Eine Mutter und Kind Kur würde Dir vermutlich auch mal gut tun.

Zunächst musst Du herausfinden, was die Gründe für Dein seelisches Tief sind. Wenn Du dies weißt, dann kann Dir ein Therapeut zur Seite stehen und Dir dabei helfen, dass Du wieder Land siehst.

Solltest Du in eine Klinik kommen, ist es vielleicht sogar möglich, dass Du Dein Kind mitnimmst und es dort vor Ort Unterricht bekommt. Besprich das mal mit Deinem Arzt.

Kommentar von labertasche01 ,

Ja, das Stimmt. Ich war zur Reha in eine Psychischen Klinik und da war eine Mutti mit Kind.

Tagsüber war die kleine im Kiga und abends dann mit in der Klinik.

Aber ob das so gut ist weiß ich nicht.

Für das Kind, mit so vielen Erwachsenen und für die Mutter (sie hat ja doch wieder den Stress mit kümmern).

Aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt besser als nichts :-)

Kommentar von Shennen ,

Nicht dass ich mein Kind nicht bei mir haben möchte (das wäre das schönste!), nur ich würde es dann nicht tun, weil ich nicht möchte. dass es das mitbekommt. Ich bin zur Zeit in Therapie und habe bis vor kurzem auch Antidepressiva genommen, ich habe sogar noch welche daheim, aber so schnell schlagen sie ja leider nicht an.

Antwort
von labertasche01, 32

Es gibt Pflegefamilien die dein Kind betreuen können. Die kannst du vorher kennenlernen und mitentscheiden.

Für die Tiere gibt es zur Not das Tierheim. Wenn du sagst du holst sie wieder, nehmen sie sie bestimmt in einer Notsituation.

Geh zum Hausarzt und besprich es mal mit ihm.

Dann Jugendamt wegen deines Kindes und Tierheim/Tierschutzbund wegen der Vierbeiner.

Schau das es dir besser geht, dann bekommst du es auch wieder alleine hin.

Aber lass dir nichts einreden, hole dir Hilfe das ist das Beste!!

Kommentar von labertasche01 ,

Ach ja, Notebook kommt auf die Klinik an. Einfach vorher mal fragen 😉

Antwort
von ShinyShadow, 48

An deiner Stelle würd ich mich mal direkt vom Arzt beraten lassen.

Jeder Mensch hat doch irgendwelche Verpflichtungen, und bei anderen funktioniert das doch auch :)

Frag einfach nach, ich bin mir sicher, für deine Schützlinge (2- und 4-beinig ;)) gibts eine Lösung! :)

Antwort
von Sanja2, 29

Geh zum Jugendamt, die kümmern sich darum das das Kind gut versorgt ist. mit den Katzen wird es schwieriger. Hast du Freunde die sich drum kümmen könnten? Zur Not nimmt ein Tierheim auch Pflegetiere auf, das musst du dann aber bezahlen. Die Klinik wird von der Krankenkasse bezahlt. Du kannst aber auch in die Ambulanz der Klinik gehen und dich dort erst mal beraten lassen, die können dir für die Schwierigkeiten Lösungen nennen und evtl selbst helfen oder wissen wer dich beraten kann.

Antwort
von Beutelkind, 27

Du solltest das Problem mit Deinem Hausarzt besprechen. Vielleicht besteht die Möglichkeit einer Mutter- und Kindkur? Oder aber Du kannst bei Deiner Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen?
Vielleicht gibt es an Deinem Wohnort auch ein Netzwerk für Alleinerziehende oder irgendwelche Selbsthilfegruppen? Google mal! Schau auch mal bei den Kirchen und/oder bei der Caritas, ob dort etwas angeboten wird.

Gute Besserung und gutes Gelingen!

Antwort
von kreuzkampus, 37

Deine Fragen können wir nciht wirklich beantworten. Mein Rat: Lass Dir bei Deinem Hausarzt einen längeren Termin geben. Du kannst der Sprechstundenhilfe beim Anmelden sagen, dass das Gespräch etwas länger dauern wird. Wenn das eine gute Praxis ist, wird sie die doppelte Zeit für Dich einplanen.

Antwort
von chokdee, 33

Das ist ein wirklich großer Schritt.

Bist du denn in therapeutischer Behandlung, hast du schon Selbsthilfegruppen probiert?

Dein Schritt, den du vor hast, ist wohl der härteste von allen.

Antwort
von VollRauschh, 35

Such dir einen Freund und teile deine Sorgen mit ihm.. dann gehts dir bestimmt besser ! :)

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