Frage von HollyBerry 18.08.2012

Eintritt in die Oberstufe

  • Hilfreichste Antwort von bluejule 23.08.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also, ich kann von meinen eigenen Erfahrungen berichten, denn ich komme nach den Ferien in die Q12.

    Du wirst jetzt nicht mehr Unterricht im Klassenverband haben, sondern in den einzelnen Kursen mit immer anderen Leuten (je nachdem was du für Fächer belegt hast). In den ersten zwei Wochen (so wars bei uns) konnte man noch den Kurs wechseln, wenn man z. B. mit dem Kursleiter (Lehrer) nicht klarkam, aber das setzte einen Tauschpartner voraus.

    Du wirst auch jede Stunde einen anderen Kursraum haben, was heißt, dass du manchmal durchs ganze Schulhaus laufen musst, um zum neuen Klassenzimmer zu kommen. Das führt sehr oft zu Verspätungen, sodass nach 10 Minuten nach Stundenbeginn, immer noch die Tür aufgeht und jemand dazukommt.

    In der Oberstufe hat man dann auch mehr Nachmittagsunterricht, was auch wieder davon abhängt, was du belegt hast. Aber mit 2-3 mal pro Woche solltest du rechnen, weil sowas wie Sport, W-/P-Seminar und Profilfächer immer am Nachmittag stattfinden.

    Die Stofffülle ist auch merklich gestiegen und es wird auch schneller und konsequenter durchgezogen. Schulaufgaben, die jetzt Klausuren heißen, schreibt man in jedem Fach (auch in so Fächern wie Religion oder Kunst) und in der Klausurenphase hat man dann halt viel zu lernen.

    So, jetzt zu meiner Erfahrung: Ich hatte anfangs etwas Angst wegen den neuen Leuten in den Kursen, weil ich erst im Jahr davor (als ehemaliger Realschüler) auf die Schule kam und wir in der Klasse nie mit anderen Klassen Kontakt hatten. Aber ich hab ziemlich schnell Anschluss gefunden, die Leute waren echt total nett und in den Kursen kommt man echt schnell ins Gespräch.:)

    Probleme den richtigen Raum zu finden hatte ich schon am Anfang.:D Aber das gibt sich meistens mit der Zeit, dann findet man automatisch ohne Nachzudenken den passenden Kursraum. Tipp: Besorg dir einen Plan von der Schule, dann hast du es zumindest am Anfang einfach.:)

    Nachmittagsunterricht hatte ich auch, 4mal pro Woche. Aber man muss auch sagen, dass in der Oberstufe öfter mal Stunden ausfallen, die nie mit einem Lehrer ersetzt werden und man selbst auch feste Freistunden hat, sodass man dann früher heimgehen kann.:)

    Im 1. Halbjahr fand ich alles schon ziemlich stressig, vom Lernaufwand und dann die hohen Wochenstunden (ich hatte 36 Stunden für Q11 gewählt). Deswegen war mein Zeugnis auch nicht so gut in 11/1, aber in 11/2 hab ich mich dann wieder gefangen und mir bei den Klausuren nicht mehr soviel Stress gemacht.:)

    Wie gesagt, es ist machbar und man muss nicht seine komplette Freizeit opfern, wenn man gut sein will. Kommt natürlich immer auf einen selbst an, aber grundsätzlich kommt man schon gut durch.:)

  • Antwort von LiberalMind 18.08.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Eigentlich ist es nicht weiter tragisch. Dass dei G8-Reform häufig unter herbe Kritik gerät ist bekannt (und auch verständlich wie ich finde).Trotzdem ist der Hype um den angeblichen Mega-Stress doch ein wenig übertrieben.

    Das Einzige, was sich eigentlich im Vergleich zur 10. Klasse ändert, ist, dass die Schüler nicht mehr in Klassen eingeteilt sind, die jeweils als Ganzes den gleichen Unterricht (mitsamt Lehrer) haben (außer bei bestimmten Ausnahmen wie beispielsweise Spanisch und Latein), sondern von nun an in verschiedene Kurse (je nach Wahl der Belegungsfächer) geordnet sind. Am Anfang geht's deshalb oft ein wenig chaotisch zu, vor allem, wenn die Möglichkeit des Kurswechselns besteht. Es bedarf auch ein bisschen Übung, bis man tatsächlich immer weiß, wo man in welchen Kurs und zu welcher Lehrkraft muss. Manche haben damit am Ende des Schuljahres immer noch zu kämpfen. (Ich spreche aus Erfahrung (-; )

    Ansonsten gilt: bloß nicht verängstigen lassen! Wenn du bis jetzt einigermaßen locker durchgekommen bist, wirst du an der Oberstufe auch nicht scheitern. Natürlich gibt es immer eine Handvoll Leute im Semester, die die Schule verlassen, aber die gibt es jedes Jahr! Und wenn man sich ein klein wenig anstrengt, ist auch die Stoff-Konzentration zu bewältigen! (Nein, man muss nicht seine gesamte Freizeit opfern. Kann man natürlich, muss man aber nicht (-; )

    Zu mir: Ich bin nach den Ferien in der Q12 (auch gymnasiale Oberstufe Bayern im G8-Modus) und habe das letzte Jahr ohne großen Zeitaufwand fürs Lernen trotzdem mit recht guten Noten hinter mich gebracht. Ich wage zu behaupten, dass sich das mit der Zeit zum Lernen nicht wirklich sehr stark ändert; das ist eben eine persönliche Sache, aber wer immer schon viel lernen musste, um durchzukommen, wird das auch weiterhin tun müssen. Natürlich hängt das auch von deinem Ehrgeiz ab und von deinem persönlichen Verständnis von "gut".

    Nicht zu viele Sorgen machen, das wird schon werden! Viel Glück für deine zukünftige Schullaufbahn! :-)

  • Antwort von Arydia 18.08.2012

    was ihr alle mit dem OS-Eintritt habt :)

    Es ist gar nicht so schlimm - neuer Stoff, der eben konsequenter durchgezogen wird, und (wichtig) aufbauend ist. Evtl wiederholt ihr auch wichtige Themen, kommt auf den Lehrer und den "Zeitdruck" drauf an.

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