Frage von zetra, 117

Einseitiges Verbot von Roundup hilft nicht, müssen da nicht andere Länder mit einbezogen werden?

Ein dänischer Bauer hat den Zusammenhang von Soja-Futter , welches mit Glyphosat belastet war, und den Fehlgeburten bei 10 Tsd. Frischlingen, statistisch festgehalten. Müsste man dann in Argentinien die Bedingungen des Anbau von Soja nicht auch ändern.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lucieartes, 73

man müsste in allen ländern die bedingungen anpassen, dass glyphosat nicht mehr benutzt werden darf. in einigen laufen diskussionen, in einigen wurde es bereits verboten. in den meisten wird hemmungslos weitergespritzt. traurig aber wahr.. 

Antwort
von Agronom, 49

Korrelation ist nicht gleich Kausalität, das muss man immer im Hinterkopf behalten, von diesem Fall habe ich auch gehört, das muss aber vernünftig untersucht werden.

Die Anbaumethoden in Argentinien, Brasilien ect. sollten so oder so geändert werden, da sie alles andere als nachhaltig sind und auch oft nicht guter fachlicher Praxis entsprechen.

Und wenn man RoundUp verbieten würde, nimmt man eben ein anderes glyphosatbasiertes Mittel, du meintest aber sicherlich ein Verbot von Glyphosat.

Antwort
von Grobbeldopp, 73

Vorwürfe gegen die Hersteller uns Benutzer von Glyphosat werden in der Regel in manipulativer Absicht vorgetragen oder sind nicht belegbar.

Das Zeug ist nicht besonders giftig.

Ich würde wetten, das der Bauer gar nichts belegen kann oder seine Satatistik fehlerhaft ist. Eine Quellenangabe wäre schön um das einschätzen zu können. Ich glaube dem Bauern angesichts der bisherigen medialen Behandlung des Themas nicht.

Kommentar von zetra ,

Window 10, der rechte Nachrichtenteil.

Kommentar von zetra ,

Warum sind Gerichtsurteile nicht veröffentlicht ?

In Cordoba (Argentinien)hatte ein Gericht alle Geschäftstätigkeiten von Monsanto untersagt. Dieses Urteil (durfte) wurde nicht verifiziert und somit der Öffentlichkeit vorenthalten. Genau das Wissen die Befürworter, somit rufen sie laut nach Beweisen.

Kommentar von Agronom ,

Wenn ich mich da recht erinnere, ging es bei diesem Urteil auch nur um Geld, Monsanto hatte da Steuerschulden oder es waren andere Abgaben an den Staat, die nicht geflossen sind, hatte also nichts mit den Produkten Monsantos zu tun.

Kommentar von zetra ,

Agronom: Dem Staat die Steuern prellen, leichtsinnig mit Roundup per Flugzeug  und die anliegenden Dörfer damit besprühen, diese Firma gehört an den Pranger. Übrigens, eine neu erbaute Produktionsstätte Monsantos wurde von der Bevölkerung belagert, um diese Fabrik drehte sich der Streit. Schönen Herrentag noch . 

Kommentar von Agronom ,

Monsanto besprüht da niemanden und auch für wirtschaftlichen Druck auf die Farmer durch Weltmarktpreise, was viele dazu drängt, sich nicht so sehr an die Bestimmungen für das Ausbringen zu halten, kann man Monsanto nicht verantwortlich machen.

Die Menschen sollten lieber ihre Politiker "belagern" und diese zu härteren Pflanzenschutzbestimmungen drängen, damit wären sie näher an einer Verbesserung dieser Situation. Monsanto stellt nur Produkte zur Verfügung, da sie aber benötigt werden, um die Produktivität auf diesem Niveau zu halten, wird man es auch nicht schaffen, dieses Unternehmen zu Verdrängen, zumal man sich nichts vormachen braucht, würde Monsanto gehen, wären der Platz schnell von anderen Besetzt.

Kommentar von zetra ,

Bayer steht in den Startlöchern. Frankreich ist Heute ausgestiegen.

Kommentar von zetra ,

Ich habe noch vergessen zu fragen, was auf den Beipackzetteln von Monsanto über die Anwendung steht?

Sollten Flugzeuge auch erlaubt sein, dann erübrigt sich der Satz: Monsanto besprüht niemanden. 

Kommentar von Agronom ,

Bei den US Produkten steht die Ausbringung per Helikopter/Flugzeug als Möglichkeit drin. Ich kann dir aber nicht viel mehr darüber sagen wie das außerhalb Deutschlands aussieht, aber hier gibt es, wie auch für alle anderen Herbizide und Pflanzenschutzmittel, etliche Verordnungen.

Bsp: "Mit [...] glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln dürfen innerhalb eines Kalenderjahres auf derselben Fläche maximal 2 Behandlungen mit einem Mindestabstand von 90 Tagen durchgeführt werden. Die maximale Wirkstoff-Aufwandmenge von 3,6 kg pro ha und Jahr darf nicht überschritten werden." (Pflanzenschutzmittelverordnung NG351)

Auch gibt es Bestimmungen zur Ausbringung, die sich auf den Abdrift bei der Ausbringung beziehen und noch viele weitere. Hier einsehbar: www.pflanzenschutz-information.de/Apps/WebObjects/PSInfo.woa/2/wo/iEM6a0VmQpLmrh...

Egal, was auf dem Beipackzettel steht, es wird im Rahmen der gesetzlichen Regelung sein und damit kann man nicht einfach Monsanto in die Verantwortung nehmen. Ich kann dir nur sagen, was mir ein Professor aus persölicher Erfahrung geschilder hat, dass in Brasilien z.B. im RR-Soja bis zu 8 Behandlungen stattfinden und dabei auch die empfohlene Aufwandmenge überschritten wird.

Wenn du von einem Auto angefahren wirst, gehst du doch auch nicht gegen den Hersteller des Autos vor, sondern gegen den Fahrer und ggf. wendest du dich auch an die Behörden um dort eine bessere Kennzeichnung oder Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen.

Kommentar von Grobbeldopp ,

... und das ganz abgesehen davon, dass es sich hier um ein möglicherweise fiktives Auto handelt, denn Beweise für die Schädlichkeit für Menschen und Tiere gibt es auch in Brasilien nicht.

Kommentar von zetra ,

Danke für deine ergänzenden Hinweise. Wie ich sehe bekommst du Schützenhilfe, allerdings bleibt das Thema brandheiß.

Antwort
von mexp123, 75

Ja müsste man, aber schon allein wenn einige Länder das verbieten, ist es schon ein guter Anfang.

Antwort
von jogibaer, 62

Die Pharma- Industrie wird dann schon ein chemisches Gegengift erfinden um die kranken Menschen und Tiere zu therapieren. Ein super Geschäft und die Politik schaut zu.

Kommentar von zetra ,

Man müsste die volle Absicht von Bayer wissen?

Kommentar von Flutschikato ,

Natürlich völlig frei von Nebenwirkungen, ist doch klar !

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