Frage von Mac120, 43

Einscheibe Brief verweigert anzunehmen?

guten Morgen zusammen,

gestern habe ich an meinen alten Arbeitgeber ein Einschreibebrief mit Rückschein geschickt. Jetzt meine Frage: Welche Handhabe habe ich vor dem Arbeitsgericht (wenn es eventuell so weit kommen sollte) wenn er sich weigert das Schreiben anzunehmen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rambazamba4711, 16

Deshalb schickt man Schreiben, bei denen man unsicher ist, ob das Einschreiben überhaupt angenommen, oder bei der Post abgeholt wird als Einwurfeinschreiben.

Dann unterschreibt der Postbote, dass er das Schreiben beim Empfänger eingeworfen hat. Das reicht völlig aus.

Der Empfänger kann den Erhalt eines normalen Einschreiben verweigern und das wird leider öfters auch so gemacht.

Jetzt warte mal ab, vielleicht klappt ja doch noch alles.

Kommentar von Mac120 ,

dank für die info Rambazamba4711 

Antwort
von Rockuser, 32

Ein Einschreiben kann man nicht verweigern. Das muss man annehmen.

Kommentar von Mac120 ,

Vielen Dank Rockuser das beruhig mich im Nachhinein sehr da ich in der Vergangenheit schon einiges mit meinem Arbeitgeber erleben musste.

Kommentar von Rockuser ,

Gerne, dann Schlaf jetzt mal gut. ;)

Kommentar von GanMar ,

Nein, das muß man nicht - man kann die Annahme durchaus verweigern:

https://www.deutschepost.de/de/e/einschreiben/haeufige-fragen.html

Kommentar von Rockuser ,

Was steht denn dort sonst?

Was passiert wenn der Empfänger das Einschreiben nicht annimmt?

Empfänger, Ehegatten, Empfangsbevollmächtigte und Postempfangsbeauftragte können die Annahme eines Einschreibenverweigern. Ersatzempfänger sind dazu nicht berechtigt.

Kommentar von GanMar ,

Richtig, ein Ersatzempfänger kann nicht erklären, er würde das Einschreiben/Rückschein nicht annehmen. Der Arbeitgeber jedoch kann das sehr wohl, ebenso sein Postbevollmächtigter. Und ein solcher sitzt üblicherweise in der Poststelle. Der Briefbote gibt ein Einschreiben/Rückschein sicher nicht im Reifenlager oder im Pausenraum ab.

Kommentar von Rambazamba4711 ,

@Rockuser, Du irrst Dich.
@GanMar - Richtig.

Antwort
von GanMar, 14

Eigentlich überhaupt keine. Aber Du kannst das Schreiben unter Zeugen in den Firmenbriefkasten werfen. Oder Du schickst es als "Einschreiben/Einwurf". Dann bestätigt der Briefbote, daß es zugestellt wurde, denn er wirf es in den Kasten. Dann besteht nur noch die Gefahr, daß der Arbeitgeber sagt, der Briefbote hätte einen leeren Umschlag gebracht. Er kann sich jedoch nicht herausreden und behaupten, er hätte den Brief versehentlich weggeworfen. Das ist egal. Er war in seinem Briefkasten. Wenn er ihn nicht liest, hat er eben Pech gehabt.

Kommentar von Mac120 ,

Vielen dank GanMar auf das Dumme Gesicht meines letzten Arbeitgeber bin ich jetzt schon gespannt.

Kommentar von GanMar ,

Du mußt dafür sorgen, daß der Brief in seinen "Verfügungsbereich" kommt. Und das mußt Du im Zweifelsfall nachweisen oder zumindest einen Richter davon überzeugen.

Antwort
von clemensw, 13

Der Absendebeleg ist zwar ein starkes Indiz, aber kein Beweis. Kommt also im Streitfall auf den Richter an.

Absolut 100%ig rechtssicher sind folgende 3 Möglichkeiten:

- Schreiben persönlich übergeben. Entweder Empfang auf einem Duplikat quittieren lassen oder in Anwesenheit von verlässlichen Zeugen übergeben.

- In Anwesenheit eines Zeugen (z B. eines Freundes) Brief ausdrucken, unterschreiben, eintüten und zur Post bringen. Als Einwurf-Einschreiben aufgeben. Der Postbote protokolliert Datum und Uhrzeit des Einwurfs in den Briefkasten.

- Wie oben, aber persönlich mit Zeugen einwerfen.

Achtung: Bei Einwurf nach 12 Uhr wird idR das rechtlich verbindliche Datum der Zustellung auf den nächsten Tag gelegt, da der Briefkasten meist nur 1x täglich geleert wird.

Kommentar von Mac120 ,

auch dir vielen Dank clemensw vielleicht sehe ich auch Gespenster.

Ich werde abwarten was sich in dieser Angelegenheit tut eine anders Variante sehe ich im Moment auch nicht .

Am beste auf das gute Gunsten hoffen 

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