Einmaliges Einkommen als Student wie versteuern?

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1 Antwort

Sie müssen bei den Folgen Ihres Auftrags zwischen den einkommensteuerlichen und den umsatzsteuerlichen Konsequenzen unterscheiden:

1/ Einkommensteuer

Wenn der Auftrag wirklich nur einmalig ist und keine Wiederholungsabsicht besteht, dann handelt es sich bei dem Entgelt um sogenannte sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG). Wenn Sie sonst keine positiven Einkünfte haben, bleiben Sie mit Ihrem Gesamtbetrag der Einkünfte unter dem Grundfreibetrag von € 8.652 (für 2016) und Sie müssen weder eine Einkommensteuererklärung abgeben noch wird Einkommensteuer anfallen.

Wenn Sie den Auftrag mit Wiederholungsabsicht ausführen, dann handelt es sich bei dem Entgelt vermutlich um gewerbliche Einkünfte (§ 15 EStG). Solange Sie aber mit Ihrem Gesamtbetrag der Einkünfte unter der o.g. Grundfreibetrag bleiben, müssen Sie auch bei gewerblichen Einkünften grundsätzlich keine Einkommensteuererklärung abgeben.

2/ Umsatzsteuer

Solange Sie bei dem Auftrag keine Wiederholungsabsicht haben, ist die Tätigkeit nicht nachhaltig. Dann sind Sie kein Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Sie dürfen keine Umsatzsteuer in der Rechnung an Ihren Auftraggeber ausweisen. Dafür müssen Sie dann aber auch keine Umsatzsteuererklärung abgeben.

Wenn Sie bei Ausführung des Auftrags eine Wiederholungsabsicht haben, dann werden Sie vermutlich nachhaltig tätig und qualifizieren als Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Sie können dann von der sogenannten Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) Gebrauch machen. Dann weisen Sie in Ihrer Rechnung keine Umsatzsteuer aus und müssen auch keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Gleichwohl müssen Sie am Jahresende eine Umsatzsteuererklärung abgeben. Sofern Sie keine anderen umsatzsteuerpflichtigen Umsätze erzielen entsteht dabei für Sie keine Umsatzsteuer. 

Alles Gute für Ihren Aufrag!

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