Frage von marlonz, 67

Einmalige Zahlung - Versteuern?

Hallo,

wie ist das... ich habe eine Webseite Programmiert die jemand nun abkaufen möchte für 2700€ + 3 Raten Zahlungen á 100€.

Ich habe kein Gewerbe oder sowas, da ich das sonst bisher nie gemacht habe, bin aber stark am überlegen die Webseite zu verkaufen da 3000€ gutes Geld ist!

Muss ich das Versteuern, wenn ja wie und was würde dann noch übrig bleiben etc? Es ist wie gesagt eine einmalige Einnahme. Der Käufer kommt NICHT aus Deutschland

Antwort
von grubenschmalz, 67

Musst du ganz normal in deiner Einkommenssteuererklärung angeben und wird dann zu deinem Einkommen dazugezählt. Also bis zu 42% Steuer. Du kannst allerdings auch Betriebsausgaben geltend machen.

Kommentar von marlonz ,

Betriebsausgaben? Ich hab doch gar kein Betrieb? Bin doch allein

Kommentar von marlonz ,

Wie ist das denn wenn ich in der Ausbildung bin?

Ich schreibe garkeine Einkommenssteuererklärung oder sowas...

Bin in der Ausbildung, einer will halt die Webseite abkaufen. Gibt es nicht sowas wie ein Limit was man Steuerfrei bekommen darf?

Antwort
von 123dieanni, 14

600,-€ netto bedeutet ca. 750,-€ brutto (?) 

750,- x 12 = 9.000,- abzgl. WK Pauschale = 8.000,- plus Einnahmen Webseitenverkauf 3.000,-€ = 11.000,-€ abzüglich Sonderausgaben 1200,- ( rund) verbleiben ca. 9.800,-€ steuerpflichtiges Einkommen. 

Da dies über dem Grundfreibetrag ist eine Einkommensteuererklärung einzureichen und es sind Steuern zu zahlen.

Antwort
von grubenschmalz, 63

Unabhängig davon: ich finde diese Zahlungsweise etwas schräg. 2700 Euro direkt Cash und 300 dann in Raten? Das deutet für mich schon wieder auf irgendeinen Betrug hin.

Kommentar von marlonz ,

Naja aber wenns alles Vertraglich geregelt ist und die Überweisung von 2700€ direkt kommt? Gut... er könnte 300€behalten aber den größten Teil hätte ich dann doch schon?

Antwort
von klausbacsi, 41

Ich hatte ähnliche Erfahrungen bei einem Bekannten, der seine Immobilie verkaufen wollte. Das Geschäft haben wir dann abgebrochen, denn ich vermute, es sollte über eine Anzahlung Geld bewegt werden und dann vor der Restzahlung der Vertrag storniert werden. Also Versuch zur Geldwäsche...

Antwort
von Herb3472, 65

Wenn der Käufer ohnehin nicht aus Deutschland ist, sehe ich da eigentlich kein Problem.

Kommentar von grubenschmalz ,

Quatsch

Kommentar von Herb3472 ,

Was soll das heißen: "Quatsch"?

Kommentar von PatrickLassan ,

Quatsch deshalb, weil der Wohnsitz des Käufers keinerlei Relevanz hinsichtlich der Steuerpflicht hat.

Kommentar von Herb3472 ,

Glaubst Du an grenzüberschreitende Steuerkontrollen? Ich nicht, bei so kleinen Fischen. Deutlicher brauche ich ja wohl nicht werden?! Man musss ja nicht unbedingt päpstlicher sein wollen als der Papst.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

@herb:

was soll der Quatsch?

der Verkauf der Webseite IST zu versteuern ...

egal wo der Käufer herkommt .....

und mir egal, wie Du Deine Geschäfte führst, dies einem anderen zu raten ist, gelinde gesagt, dumm!


nach Deiner Sichtweise wäre es also auch überhaupt kein Problem, wenn ein Unternehmer sein Fahrzeug in die Schweiz verkauft und den Verkauf bar abwickelt ....

kommt ja nicht raus ....

Kommentar von Herb3472 ,
Was soll der Quatsch?

der Verkauf der Webseite IST zu versteuern ...

Bist Du Finanzbeamter?

Kommentar von wurzlsepp668 ,

nö ....

aber Steuerberater ....

Kommentar von Herb3472 ,

Naja dann.... - alles klar ;-)

Kommentar von Herb3472 ,

nach Deiner Sichtweise wäre es also auch überhaupt kein Problem, wenn ein Unternehmer sein Fahrzeug in die Schweiz verkauft und den Verkauf bar abwickelt ....

Solange er dadurch keine Probleme bekommt, natürlich nicht. Als Steuerberater wirst Du ja wissen, was alles im legalen Graubereich und in großem Stil gedreht und verschoben wird. Du kennst doch das Motto: "Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat auch das Recht, Steuern zu sparen". Und es ist ja sogar Dein erklärter Auftrag, Deinen Klienten dabei behilflich zu sein.

Da wird aber ein wenig mehr an Steuern "gespart" als die paar Peanuts, die hier zur Diskussion stehen. Glaubst Du, unsere Wirtschaft würde überhaupt noch funktionieren, wenn es nicht Freundschaftsdienste und Gefälligkeiten gäbe?

Kommentar von wurzlsepp668 ,

Der Verkauf einer Homepage in Höhe von 3.000 € ist ein Freundschaftsdienst bzw. eine Gefälligkeit?

alles klar, Ende der Diskussion ....

Kommentar von Herb3472 ,

Der Verkauf einer Homepage in Höhe von 3.000 € ist ein Freundschaftsdienst bzw. eine Gefälligkeit?

Denk an die privaten Häuslbauer. Da ist ein wenig mehr Geld im Spiel. Und ohne die privaten "Freundschaftsdienste" würde es diesen Wirtschaftszweig - von dem ja auch der Staat profitiert - gar nicht geben. Kein Otto Normalverbraucher könnte es sich leisten, ein Eigenheim völlig ohne Eigenleistung und Nachbarschaftshilfe durch Freunde hinzustellen.

Unsere Finanzminister werden noch die Augen rollen, wenn sie mit ihrer Gier das ganze Kleingewerbe vernichtet haben, weil sich das niemand mehr leisten kann und will ("Registrierkassenpflicht" in Österreich).

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ähm, Gerüchten zufolge soll zwischen einem privaten Häuslebauer und einer Homepage ein Unterschied sein ....

und stell Dir vor: ich bin Otto Normalverbraucher und an meinem Haus steckt keine Eigenleistung drin ..... auch keine Nachbarschaftshilfe ......

aber was diskutiere ich weiter ....

Kommentar von Herb3472 ,

ich bin Otto Normalverbraucher und an meinem Haus steckt keine Eigenleistung drin

Als Steuerberater solltest Du eigentlich schon ein deutlich höheres Einkommen haben als "Otto Normalverbraucher". Ich denke dabei eher an Handwerker, Lohnempfänger und kleine Angestellte.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

woher willst Du mein Einkommen kennen?

und stell Dir vor: auch mein Nachbar, der zeitgleich mit uns gebaut hat: keine Eigenleistung und keine Nachbarschaftshilfe .......

und die Nachbarin vor mir ebenfalls: keine Eigenleistung, keine Nachbarschaftshilfe ....

(Nachbar 1 Beamter, Nachbarin 2 Bäckereifachverkäuferin, Ehemann Zivilangestelter US-Army)

widerspricht jetzt komplett Deiner Denkweise, oder?

Kommentar von Herb3472 ,

widerspricht jetzt komplett Deiner Denkweise, oder?

Das widerspricht nicht meiner Denkweise, sondern Du hast halt ein anderes soziales Umfeld als ich. Wahrscheinlich haben die Leute in Deinem Umfeld ein höheres Einkommen als bei uns. Vom Einkommen der Bäckereifachverkäuferin könnten sie sich sicherlich kein Eigenheim hinstellen lassen.

Kommentar von Herb3472 ,

Ich glaube auch nicht, dass das Einkommen eines Beamten oder eines Angestellten der US-Army repräsentativ ist. Vom Einkommen eines Steuerberaters mit einer gut gehenden Kanzlei ganz zu schweigen.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ach ...

Beamte und Angestelle bei der US-Army sind keine Lohnempfänger ....

interessant ....

und ich habe nie von einer gutgehenden Kanzlei geschrieben .....

aber wieso antworte ich Dir, wenn Du den Verkauf einer Homepage als Freundschaftsdienst bzw. Gefälligkeit ansiehst .....

(dummerweise siehst Du das als einziger so ....)

Kommentar von marlonz ,

Mal zurück zum Thema, bitte...

Was muss ich machen? Versteuern, melden? 

Gab es nicht so einen "nebenverdienst" bis X SUMME dessen Betrag nicht zu versteuern ist?

Kommentar von Herb3472 ,

Gab es nicht so einen "nebenverdienst" bis X SUMME dessen Betrag nicht zu versteuern ist?

Steuerpflichtig bist Du erst ab einem jährlichen Einkommen über einem bestimmten Mindestbetrag. Wie hoch der ist, sollte Dir wurzlsepp688 als Steuerberater sagen können.

Kommentar von marlonz ,

Das heißt als Auszubildender könnte es sein das ich gar nicht versteuern muss, da ich im Monat eh nur 600€ Netto erhalte?

Kommentar von Herb3472 ,

Das heißt als Auszubildender könnte es sein das ich gar nicht versteuern muss, da ich im Monat eh nur 600€ Netto erhalte?

Bemessen wird das nicht das Monats-, sondern das Jahreseinkommen, und zwar das Brutto-, nicht das Nettoeinkommen. Das heißt, wieviel Einkommensteuer man zu bezahlen hat, weiß man effektiv erst nach Jahresende.

Zähl' Deine gesamten Bruttoeinkünfte, die Du in dem Kalenderjahr hattest, für welches Du Deine zu zahlende Einkommensteuer berechnest, zusammen. Wenn Du insgesamt nicht mehr als 8.652,- € Bruttoeinkommen gehabt hast, bist Du nicht einkommensteuerpflichtig, denn das ist der Grundsteuerfreibetrag.

Erst, wenn Dein Einkommen mehr als diese 8.652,- € brutto betrug, musst Du den darüber hinausgehenden Betrag versteuern.

Wenn Du also zum Beispiel ein Gesamteinkommen von brutto 15.000,- € gehabt hast, musst Du davon den Differenzbetrag von 15.000,- minus 8.652,- € = 6.348,- € versteuern.

Dabei steigt der Steuersatz progressiv, je höher das Einkommen, desto höher der Steuersatz.

Es gibt in Deutschland 5 Tarifzonen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuertarif#Tarifzonen

Der niedrigste Steuersatz, der ab einem Einkommen von 8.652,- + 1,- € anzusetzen ist, beträgt 14%. D.h. für ein Einkommen von 8.653,- € müsstest Du für den 1,- €, welcher den Grundsteuerfreibetrag von 8.652,- € übersteigt, 14% = 0,14 € Steuer zahlen.

Kommentar von 123dieanni ,

... diese Antwort ist mit Vorsicht zu geniessen...

Kommentar von Herb3472 ,

Was ist daran mit Vorsicht zu genießen? Er braucht ja nur die Summe seiner Bruttoeinkünfte übers Jahr zusammenzählen, dann weiß er, in welche Steuerklasse er fällt.

Kommentar von Herb3472 ,

aber wieso antworte ich Dir, wenn Du den Verkauf einer Homepage als Freundschaftsdienst bzw. Gefälligkeit ansiehst .....

Das frage ich mich schon die ganze Zeit. Ich habe lediglich dem Fragesteller meine Meinung zu seiner Frage kundgetan, und die geht Dich eigentlich nichts an, oder?

Soll der Student für eine einmaliges Einkommen von  € 3.000,- extra eine Steuererklärung ausfüllen, bei der letztendlich eh nichts herauskommt?


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