Frage von Carisma123, 64

Einkommensteuer von der Nebentätigkeit! bitte Helfen Sie uns weiter?

Guten Tag, ich und mein Arbeitskollege (Beide Single ohne Kinder) verdienen in unserem Hauptberuf 3400-4000€ Brutto. Wir haben uns nebenbei ein Gewebe (GbR) eröffnet, wo wir im Internet Waren weiterverkaufen. Dadurch machen wir Monatlich ca. 4000€ Gewinn was wir durch 2 Teilen. Jetzt bezieht sich meine Frage auf die Einkommensteuer am Ende des Jahres, da der ganze verdienst in einen Topf geworfen wird und wir 35% davon abgeben müssen. Würde sich das überhaupt für uns Lohnen? Das wäre meine Rechnung dazu:

(Hauptberuf) 3400€ Monatlich x 12 Monate = 40800€ im Jahr (Brutto)

(Nebentätigketi) 4000€ Monatlich x 12 Monate = 48000€ im Jahr (Gewinn)

(Zusammen) 40800€ + 48000€ = 88.800€ davon müssen wir jeweils 35% abgeben

d.h 88.800€(Gesamtverdienst Brutto) x 0,35%(Einkommensteuer) = 31.080€ (Pro Kopf)

Da wir am Ende des Jares davon 31.080€ (Pro Kopf) abgeben müssen sind es dann umgerechnet pro Monat 2590€ (nur Einkommensteuer ohne Sozialversicherungen) aber weil wir uns die 4000€ aufteilen zu jeweils 2000€, würden wir doch Monatlich 590€ Verlust machen oder?

Ich hoffe es kennt sich jemand damit aus und kann uns weiterhelfen, da ich nicht mal genau weiß ob die Rechnung stimmt.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 29

Von euren ca. 3.400,- bis 4.000,- wird ja schon die Lohnsteuer abgezogen, die dann als Einkommensteuervorauszahlung zählt.

Wenn nun jeder 24.000,- (12 * 2.000,-) mehr an Einkünften hätte, würde sich die Steuer entsprechend erhöhen, aber die Nachzahlung kann nicht mehr als allerhöchstens 40 % ausmachen (denn der Höchststeuersatz ist 45 % ab 250.000,- Euro).

Der Tipp von @FordPerfect ist goldrichtig. Geht zu einem Steuerberater.

In der Gewinnermittlung liegt für Euch der Gewinn, oder besser die Steuerermäßigung.

Antwort
von FordPrefect, 42

1. Die Rechnung ist falsch. Gesetzt den Fall, der Gewinn (nicht der Umsatz!) der GbR läge bei den genannten € 4000.--/mtl., entfiele ja auf jeden Partner ein Anteil von € 2000.--;

2. Der Steuertarif ist progressiv, ergo fällt auch die Steuerlast auf die Einkünfte aus abhängiger Beschäftigung höher aus..

Bei den genannten Werten ergäbe sich ein Steuersatz von rd. 30% im Schnitt, mit ca. einer ESt in Höhe von € 20000.--.

Der GbR ist dringend anzuraten, sich steuerlich beraten zu lassen.

Kommentar von Carisma123 ,

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Würde sich das für uns dann schon Lohnen? 

Antwort
von Helmuthk, 14

Dass Eure Rechnung falsch ist, hat @FordPerfect erklärt.

Was macht Ihr mit der Umsatzsteuer?

Wie erstellt Ihr die Gewinnermittlung?

Mein Tipp: Ohne Steuerberater geht bei Eurer Größenordnung gar nichts.

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