Frage von chgs2011, 30

Einkommensteuer einsparen, durch Mitarbeiter anstellen?

Hallo,

ich suche Hilfestellung, zur Ermittlung eines Break Even Points (BEP).

Angenommen ein Einzelunternehmer macht 50.000 EUR Gewinn jedes Jahr, dann muss der Einzelunternehmer diesen ja versteuern (Einkommensteuer). Laut "http://www.zinsen-berechnen.de/einkommensteuerrechner.php" sind das ca. 25% an Steuersatz.

Was würde dem Einzelunternehmer denn nun unter dem Strich günstiger kommen, wenn dieser überlegt eine Aushilfekraft monatlich für 450 EUR einzustellen?

Soll der Einzelunternehmer lieber das Einkommen versteuern, oder sich die Arbeit ersparen und eine Aushilfe anschaffen?

Zu den 450 EUR kommen ja diverse abgaben wie "Rente, Lohnnebenkosten, etc" oder ähnliches dazu, bin hier leider kein Fachmann.

Ich danke für ein kleines Rechenexample.

LG

Antwort
von wfwbinder, 21

12*450,- = 5.400,- + Abgaben an die Minijobzentrale ca. 1.675,- = 7.075,- Euro Kosten.

Somit nur noch 42.925,- Gewinn.

Bei Deiner Steuerberechnung hast Du vergessen, dass es Abzüge gibt (Vorsorgeaufwendungen, Sonderausgaben). Ausserdem ist nur der Durchschnittssteuersatz ca. 25 %, der Grenzsteuersatz ist 40 %.

Nach Deiner Berechnungsart würde sich die Steuer von 12.600,- auf 9.900,- vermindern.

Aber die 2.700,- hätte er sich eben mit einem Kostenaufwand von 7.075,- erkauft. also über 4.300,- verloren.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ich kenne genügend Menschen, die, um Steuern zu sparen, Ausgaben mit Krediten finanzieren, obwohl diese bar bezahlt werden könnten .....

Kommentar von bwhoch2 ,

Der letzte Satz ist wohl genau das, was der Fragesteller wissen wollte.

Man könnte diesen aber noch ergänzen:

Vorausgesetzt, die Aushilfskraft wird mit Mindeststundenlohn bezahlt, könnte er damit 50 Arbeitsstunden pro Monat einkaufen. Angenommen, diese Kraft arbeitet gut mit, würde sie ihm pro Monat also 50 Stunden abnehmen. Geht man davon aus, dass der Selbständige 10 Stunden pro Tag arbeitet, könnte er theoretisch seine Arbeitszeit auf rund 8 Stunden pro Tag reduzieren und damit seine Lebensqualität erheblich steigern. Zumindest rein rechnerisch.

Dieser Zugewinn an Lebensqualität würde ihm nach diesem Ergebnis der Berechnung pro Monat effektiv 358,- € kosten.

Der Fragesteller müßte für sich jetzt nur noch die Frage beantworten, ob ihm persönlich das diese Ausgabe wert ist.

Das hängt am Ende ganz entscheidend davon ab, ob er jemand dafür gewinnen kann, der dauerhaft wirklich gut und zuverlässig seine Aufgaben erfüllt.

Kommentar von chgs2011 ,

Danke für die Aufklärung, so "ähnlich" hatte ich es gerechnet, kam auch auf etwa 6.800 EUR Aufwand.

Unterm Strich also Verlust, soviel ist mal klar.

ABER ganz richtig, ich würde 10EUR / Stunde für einen Packer bezahlen, dann wären das natürlich 45h pro Monat, so dass ich täglich 1-2h Entlastung hätte.

Wenn ich also 4.500 EUR Verlust mache, dafür aber 540h im Jahr mehr Zeit habe, ich mir einen Stundenlohn von 25 EUR berechne, käme ich auf 13.500 EUR - 4.500 EUR = 9.000 EUR Ersparnis

Stimmt, so hatte ich noch garnicht gedacht :)

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