Frage von Rastalady777, 93

Einkommensteuer 2014 mit Kleingewerbe warum muss ich nun soviel nachzahlen?

Hilfe? Habe Jahresbruttoumsatz von 18.000 arbeite nebenzu Dienstleistung mit Gewinn Verlustermittlung. Laut meiner Eingaben über SteuerCD sollte ich eine Rückzahlung von über 721.oo Euro erhalten. Gewinnverlustermittlung Einnahmen 6728.- € minus Betriebsausgaben 5653.- € - Gewinn 1075.-€ Das Finanzamt forderte Belege als Nachweis und nun zwecks Streichungen muss ich 528.-€ Nachzahlung Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag leisten, sowie Vorauszahlungen in Berechnung für 2016 jetzt im Juni 16 157.- Euro Einkommensteuer und 22.- Euro Solidaritätszuschlag. Bin restlos überfordert denn da kann ich mir mein Neben Dienstleistungsjob der mir derzeit nur ca. 250.- Euro einbringt nicht mehr leisten. Was ist hier falsch gelaufen. Die Steuer CD habe cih selbständig ausgefüllt und die Gewinn-Verlustermittlung mit der Beschreibung dass ich für die Angaben fkeine Gewähr übernehmen kann da ich keine Steuerberaterin und Buchhalterin bin.

Freue mich über Infos

weiter Info meine 18.000 Euro sind im Angestelltenverhältnis

Antwort
von WosIsLos, 56

Wie du ja geschrieben hast, hat das FA gewisse Posten nicht als Betriebsausgabe anerkannt, wodurch sich der Gewinn entsprechend erhöht.

Antwort
von Ontario, 40

Auch wenn ein Steuerberater Geld kostet, in deinem Falle würde ich mir einen leisten. Man kann das Honorar mit einem Steuerberater auch aushandeln und dann werden  die Kosten nicht so hoch. Offenbar ist beim Ausfüllen deiner Steuererklärung einiges schief gelaufen. Hast evtl. Betriebsausgaben eingetragen, die keine sind und demzufolge auch nicht anerkannt werden. Das FA interresiert es nicht, ob du über fachliches Steuerwissen verfügst. oder nicht. Die entscheiden nach "Aktenlage"., sprich nach deiner Steuererklärung. Für deine Steuererklärung bist du alleine verantwortlich. Eine Angabe, dass du diese ohne Gewähr abgibst, fällt beim FA unten durch. Mit deiner Unterschrift bestätigst du, dass deine Angaben vollumfänglich den Steuergesetzen entsprechen, auch wenn du keine Ahnung davon hast. 

Dass du bei diesem geringen Umsatz Vorauszahlungen leisten musst, ist eher ungewöhnlich. Ich betreibe selber ein Dienstleistungsunternehmen, zahle aufgrund meiner Umsätze auch Vorauszahlungen, Gewerbesteuer, IHK Kammerbeitrag usw. Zunächst hast du die Möglichkeit, so der Einkommensteuerbescheid bei dir eingeht, Widerspruch einzulegen. Dieser muss fristgerecht erfolgen. Sicher hast du Belege über deine geschäftlichen Aktivitäten. Stelle die mal zusammen und mache einen Termin beim FA aus und lege die Belege vor. Die Sachbearbeiter beim FA sind gar nicht so schlimm, wie deren Ruf, der denen vorauseilt. In einem persönlichen Gespräch kann man Vieles klären. Da wird man dir auch sagen, was an Betriebsausgaben absetzbar ist und was nicht. Die begründen die Streichungen. Wenn du den Gang zum FA scheust, dann wüde ich dir doch die Beratung durch einen Steuerberater empfehlen.

Antwort
von Herb3472, 56

Du hast offensichtlich auch Ausgaben als Betriebsausgaben geltend gemacht, die vom Finanzamt nicht als solche anerkannt wurden. Dadurch ist Dein steuerbarer Gewinn größer geworden.

Kommentar von Gaskutscher ,

Gleiches bei mir. Steuersoftware gibt eine relativ hohe Rückzahlung an, vom FA kommt ein Bescheid mit einer Nachzahlung.

Habe daher 2014 dann von einem Steuerberater machen lassen. Der hat dann rund 250 Euro verlangt - und ich habe trotzdem eine Nachzahlung im hohen dreistelligen Bereich leisten müssen.

Es wurden diverse Posten nicht anerkannt. Lohnt es sich dann noch nebengewerblich tätig zu sein? Zwischendurch war ich auch am zweifeln. Aufwand und finanzieller Nutzen stehen fast in keinem Vergleich zueinander. Ich habe daher meine nebengewerblichen Tätigkeiten heruntergefahren.

Kommentar von Herb3472 ,

@Gaskutscher: ich hatte vor Jahren ein ähnliches Problem (auch mit Steuerberater), als ich auf Honorarbasis hauptberuflich tätig war. Scheint eine allgemein geübte Praxis zu sein.

Antwort
von eccojohn, 47

Also, das ist vermutlich schon mal so:

Der Fiskus braucht Geld - viel Geld - Schuldenuhr ??

Du versuchst Dich als "kleiner Krauter" hochzubuckeln, dabei schwitzt Du wie ein Bulle, müffelst auch mal wie ein Iltis, weil Du die Sch.. anderer beiseite kramst, meckerst nicht mal drüber, sondern freust Dich darüber das es NOCH läuft - ....und bekommst ein kleines Taschengeld. PRIMA !

So reichts natürlich nicht für jemanden ( Steuerberater), der genau so viel Durchblick hat wie so ein amts-studierter Sachbearbeiter. Da bist Du schon mal der DEPP, der ebensoviel Papierkram braucht wie ein großer Unternehmer!!

Nicht mal ein ordentliches Buchhaltungsprogramm ? Wie soll das ein AMT verstehen - ist ja nicht mal auf amtsdeutsch eingestellt - da wird doch BESCHISSEN !  Geb ruhig zu, das Du die 30 Cent Trinkgeld von vorvorletzter Woche nicht eingetragen hast !! Die hast Du vergessen ???

REAL:

Als Selbstständiger hast Du keine Schonfrist - nein, DU bist jedenfalls dort in die LIGA der GROSSVERDIENER eingestuft, und hast Dich entsprechend systemkonform zu zeigen, alles wie die Großen im VORAUS zu bezahlen, und zu erledigen - DANN BIST DU GOLD WERT !!

ERGO: Laß Dich mit H-IV / Hartz IV aufstocken, hau die Rechnung für einen Steuerberater mit in die Kosten rein, und es sollte flutschen.

Was lernt man: Vertraue einem geleutertem Dieb, einem Bettler - einem Penner - auch einem Flüchtling, ABER  NIE  EINEM  AMT !

Dort wird Dir nicht geholfen, dort wird verwaltet und beschieden - mehr nicht.

Kommentar von Rastalady777 ,

somit nötigt mich das FA meinen Nebenjob mit sofortiger Wirkung aufzulösen......schade um die vielen Stunden in die ich nun investiert habe und draufbezahlen muss...........da mach ich doch lieber Freizeit

Kommentar von eccojohn ,

Ja, so würde es wohl halb-amtlich betrachtet werden. Vom unternehmerischen Standpunkt sollte man jedoch sofort auch eine Art Recycling-Gedanken in betracht ziehen - nur natürlich dann auch  zielführend.

Insgesamt fast so eine Situation wie in der Bibel ( Hebraeer 6,4 ) 

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