Frage von elly80aw, 75

Einkommensgrenze Krankenversicherung - Familienversicherung?

Hallo,

ich war bis zum 06. April 2015 versicherungspflichtig angestellt. Danach habe ich den Job gewechselt und arbeite seitdem auf Minijob-Basis. Bin seit dem 07. April 2015 bei meinem Mann in der Krankenversicherung mitversichert.

Zudem übe ich als Selbstständige ein Kleinstgewerbe aus. Ich weiß, dass ich mit dem Mini-Job und dem Überschuss aus dem Kleinstgewerbe unter der Jahresgrenze von maximal 5.400,00 EUR bleiben muss.

Meine Fragen für dieses Jahr sind nun: Gilt die Jahresgrenze von 5.400,00 EUR für das Jahr 2015 komplett, obwohl ich erst seit dem 07. April 2015 familienversichert bin?

Mit meinem Kleinstgewerbe habe ich Saisonzeiten. Somit verdiene ich nicht jeden Monat gleich viel. Um den monatlichen Betrag zu ermitteln nehme ich den Überschuss und teile ihn durch 12 Monate oder muss ich die Erträge monatsgenau zuordnen?

Was ist mit den Einnahmen, die ich aus dem Kleinstgewerbe bis 06.April 2015 erziehlt habe, muss ich die auch bei der Grenze von 5.400,00 EUR berücksichtigen.

Vielen Dank vorab für Ihre Antwort.

Antwort
von DolphinPB, 75

Das SGB V (§ 10) spricht davon dass das Gesamteinkommen regelmäßig die 450 Euro nicht überschreiten darf. Grundsätzlich ist das also eine Monatsbetrachtung.

Die 450,- Euro gelten für die Familienversicherung, was davor war ist m.E. hierfür uninteressant.

Antwort
von kevin1905, 69

Zudem übe ich als Selbstständige ein Kleinstgewerbe aus.

Es gibt keine Kleingewerbe. Man hat ein Gewerbe oder eben keins.

Die Kasse wird deine Ausführungen nachvollziehen können, da ansonsten wohl eine Benachteiligung von Saisonbetrieben (z.B. Eisverkäufern) gegeben wäre.

Kein Selbständiger den ich kenne hat immer exakt den gleichen Monatsgewinn und dieser ist auch im Steuerrecht nicht kalkulatorische Größe.

Antwort
von eulig, 61

für die Feststellung, ob man über oder unter der Einkommensgrenze liegt, entscheidet der Einkommenssteuerbescheid. sobald ihr also die Erklärung für 2015 gemacht habt, reicht ihr den Bescheid bei der Kasse ein. diese berechnet dann, ob die Einkommensgrenze überschritten wurde oder nicht, wenn ja, dann wird rückwirkend eine freiwillige Versicherung hergestellt und die Beiträge müssen entsprechend nachgezahlt werden.

Antwort
von noname68, 62

minijob und seine abgaben sowie selbständige erwerbstätigkeit (und auch normale sozi-pflichtige arbeit) sind "2 paar schuhe" und werden gegenseitig nicht aufgerechnet.

auch wenn ein normal versicherungspflichtiger einen nebenjob als minijob hat, braucht er ihn in seiner steuererklärung nicht angeben, bzw. solche einkünfte aus einem minijob werden garnicht erst in der steuererklärung berücksichtigt.

wenn du selbstädnig arbeitest, musst du diese einkünfte ganz normal mit der jährlichen steuererklärung angeben; wenn sonst keine weiteren (normlaen) steuerpflichtigen einkünfte vorhanden sind, gelten die üblichen freigrenzen, bzw. bei zusammenveranlagung die gesamtsumme beider ehepartner.

Kommentar von kevin1905 ,

minijob und seine abgaben sowie selbständige erwerbstätigkeit (und auch normale sozi-pflichtige arbeit) sind "2 paar schuhe" und werden gegenseitig nicht aufgerechnet.

Im Rahmen der Einkommensgrenze nach § 10 SGB V schon. Wer geringfügig selbständig ist und einen Minijob hat für den gilt ein regelmäßiges Entgelt von 450,- € im Monat als Grenze zur Familienversicherung.

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