Frage von svobo, 47

Einkommensberechnung in der Krankenversicherung. Zeitpunkt der Zahlung oder der Rechnung?

Hallo an Community! Es geht um Honorarverdienst.

Was ist bei der Berechnung des Einkommens in der gesetzlichen Krankenversicherung relevant? Zeitpunkt wann der Betrag auf mein Konto überwiesen wurde oder Datum der Rechnung, die ich an meinen Kunden ausgestellt habe?

Bzw. vielleicht der Gesamtverdienst im Monat oder Jahr unabhängig davon wann ich das Geld bekommen habe oder die Rechnung ausgestellt habe?

Danke im Voraus!

Antwort
von DerHans, 33

Der Beitrag errechnet sich aus dem letzten Jahreseinkommen. Liegt dafür noch kein Bescheid vor. wird der Beitrag "vorläufig" festgesetzt. es liegt dann an dir das tatsächliche Einkommen für diesen Abschnitt zu belegen.

Antwort
von kevin1905, 29

Was ist bei der Berechnung des Einkommens in der gesetzlichen Krankenversicherung relevant?

Die beitragspflichtigen Einkünfte gem. Einkommensteuerbescheid. Was beitragspflichtige Einkünfte sind hängt von Status ab.

  • pflichtversichert in der GKV --> Einkünfte aus nicht-selbständiger Arbeit (Ausgenommen: Beamtenbesoldung o.Ä., Bezüge eines geschäftsführenden Gesellschafters) und ggf. (gesetzliche) Renten
  • freiwillig versichert --> ALLE Einkünfte bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
  • Bitte dran denken, dass freiwillig Versicherte, die ihr Einkommen nicht nachweisen, so gestellt werden, als hätten sie 4.237,50 € im Monat verdient (Beitragsbemessungsgrenze).
  • Es gibt ferner Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen (§ 240 SGB V).
Kommentar von svobo ,

Danke für die Antwort! Meine Frage ist aber etwas anders gemeint. Es geht um Zeitpunkt der Auszahlung/Rechung.

Kommentar von kevin1905 ,

Es ist relativ irrelevant.

Es gilt das Entstehungsprinzip.

Die Krankenversicherung will von dir keine Rechnungen oder dergleichen sehen, nur deine jeweiligen Steuerbescheide. Im Gründungsjahr erhälst du einen Fragebogen, schätze konservativ, da zu viel gezahlte Beiträge nicht erstattet werden.

Zu geringe, werden aber nachgefordert.

Kommentar von Kunterbunt23 ,

Lieber Kevin1905, ich schätze Deine sonstigen Antworten sehr, da sie passen, aber hiermit irrst Du:

da zu viel gezahlte Beiträge nicht erstattet werden.

Wenn das geschätzte Einkommen höher als das fiktive Mindesteinkommen ist und der endgültige Einkommenssteuerbescheid ein niedrigeres tatsächliches Einkommen bescheinigt, kommt es selbstverständlich zu einem Beitragsguthaben und dieses wird erstattet. In der Praxis gar nicht so selten, ich habe erst letzte Woche einem Kunden/Versicherten ein Beitragsguthaben aus der Existenzgründerzeit erstatten können.

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