Einkommen Ausbildung Kindergeld anrechnen bei Mutter?

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2 Antworten

Du kannst einen Abzweigungsantrag stellen, so dass das Kindergeld direkt an Deinen Sohn ausgezahlt wird.

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Kommentar von kaktusfeige44
28.05.2016, 18:05

Würde es nicht reichen, einfach die Bankverbindung (sein Konto) anzugeben? Da er ja noch nicht in Deutschland ist (Work & Travel) kann er ja nicht unterschreiben oder könnte ich unterschreiben und seine Vollmacht ranhängen?

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Der Teil des Kindergeldes welches du zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigen würdest wird dann auf die elterliche BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) angerechnet,denn du zählst dann nicht mehr dazu !

Du musst deinen Anteil deiner Kosten dann selber an deine Eltern zahlen.

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Kommentar von kaktusfeige44
29.05.2016, 18:55

Da habe ich etwas anderes gelesen, nämlich, dass Kindergeld seit einer Änderung 2008 nur dem Kind zusteht und das Kind nicht für seine Eltern aufkommen muss. Wird wohl noch vielerorts so praktiziert, ist aber wohl nicht rechtens.

Das hab ich dazu gefunden:

"Überprüfungsantrag

Sehr
geehrte Damen und Herren,

Ich beantrage eine Überprüfung der
von ihnen seit dem 01.01.2008 an mich erteilten
Leistungsbescheide.
Nach den gesetzlichen Regelungen im
Sozialgesetzbuch ll (SGB ll) sind Kinder weder ihren Geschwistern
noch ihren Eltern zu Unterhalt verpflichtet.
Einkommen und
Vermögen eines Kindes ist ausschließlich
beim jeweiligen Kind zu
berücksichtigen, dass es erzielt bzw. besitzt.
Einkommen des
Kindes unterliegt weder der sog. Bedarfsanteilmethode
(§ 9 Abs.2
SGB ll), noch kann es als Unterhalt angerechnet werden, da nur
tatsächlich geleisteter Unterhalt angerechnet werden kann ( 9 Abs. 5
SGB 2; BSG in B 14 AZ 6/08 R vom 27. Januar 2009).
Wegen der
geringen Höhe des Kindergeldes käme zudem eine unterhaltsrechtliche
Anrechnung ohnehin nicht in Frage (§1 Abs.2 ALG II-V).
Geregelt
ist lediglich dass der Teil des Kindergeldes, den das Kind zur
Deckung seines Bedarfes benötigt, auch beim Kind als Einkommen
anzurechnen mehr jedoch nicht (§ 11 Abs.1 S. 4 SGB III).
Die
Bundesagentur für Arbeit (BA) stützt ihre Geschäftsanweisung (GA
11.50) auf die Rechtsauffassung, dass nach dem bis Ende 2007
geltenden Unterhaltsrecht das Kindergeld, Einkommen des
Kindergeldberechtigten Elternteils war.
Diese Rechtslage hat sich
aber mit dem bereits am 01.01.2008 in Kraft getretenen „Gesetz zur
Änderung des Unterhaltsrechts" gravierend verändert.
Das
nunmehr geltende Unterhaltsrecht bestimmt, dass Kindergeld
ausdrücklich Einkommen allein des Kindes und dazu gedacht ist,
dessen Bahrunterhaltsbedarf zu decken (§1612 b BGB), was im SGB II
eine Anrechnung von Kindergeld bei einer anderen Person als dem Kind
unzulässig macht.
Der Gesetzgeber kam der Aufforderung des
Bundesverfassungsgericht nach, für
mehr Normenklarheit und eine
Harmonisierung des Unterhaltsrechts mit anderen Gesetzen zu sorgen,
indem er im neuen §1612 b BGS, wie vorher schon im Sozialrecht, das
Kindergeld allein als Einkommen des Kindes zuordnet.
Auch das
Bundesverfassungsgericht hat sich zu der geänderten Rechtslage
geäußert (siehe 1 BVerfG in 1 BvR 932/10 unter RZ 24) und
ausgeführt, dass Kindergeld vollumfänglich für den Bahrunterhalt
des Kindes zu verwenden ist.
In ihren bisher erteilten
Leistungsbescheiden haben Sie die seit dem 01.01.2008 geänderte
Rechtslage nicht berücksichtigt und weiterhin den Kindesbedarf
übersteigendes Kindergeld als Einkommen bei mir mit angerechnet.
ich
bitte für die Zukunft um entspr. Berücksichtigung der Rechtslage
und Nachberechnung für die Zeit rückwirkend bis zum 01.01.2008."

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