Einige Verständnisfragen zur Objektkunst?

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3 Antworten

Zu 1: Die dreidimensionale Kunst ist nicht mehr an die klassischen Materialien der Bildhauerei (Stein, Holz, Bronze ...) gebunden, sondern fremde, ungewöhnliche Dinge können hineinkomponiert werden - siehe z. B. Raoul Hausmann "Mechanischer Kopf".

Zu 2: Er kann frei mit Material komponieren, ohne erst in der Kunstakademie Proportionslehre, Anatomie, Schnitztechniken usw. studieren zu müssen.

Zu 3: Die klassische "Bildhauerei" wird verdrängt. Alltagsgegenstände werden in neue unübliche, fremde Zusammenhänge (Ausstellung, Museum) gebracht.

Zu 4: Künstlerisch unübliche Gegenstände, die fertig vorgefunden wurden, werden in Kunstobjekte eingegliedert, werden dadurch anders "beleuchtet" und bewusster wahrgenommen, erhalten dadurch neuen Sinn und Bedeutung.

Zu 5: Die "Ikonografie des Alltags" ist die Bildwelt, die uns tagtäglich im Leben begegnet, also nicht im Museum. Zu dieser Bildwelt gehören Illustrierte, Plakate, Suppendosen, Comicfiguren ...

Zu 6: Die "Beliebigkeit der Materialien" meint wieder das unter 1) und 2) und 4) Genannte, jedes Ding kann zum Kunstobjekt(teil) werden.

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Kommentar von korwinek
31.03.2016, 15:32

Danke, du hast mir sehr geholfen!

Zu Frage 3 hätte ich noch was: Die "entfremdeten Gebrauchsgegenstände" sind einfach nur Gegenstände, die ihrer ursprünglichen Funktion entzogen wurden?

1

Also in meinem künstlerischen Verständnis:

1. Alle deszierte, als solche unternommene Kunst arbeit ist schöpferischen Befreiung, wenn sie möglichst und grossteils eigenschöpferische Grundlage hat / leistet und die Menschen aus eigenem Antrieb / wie auch immer das/ der ausehen mag, darin "aktiv" werden,

(Das Thema ist aber vielschichtig und nicht  "Gebrauchskunst", "Kommerzkunst mit freier Kunst verwechseln, die ohne speziellen Auftrag  arbeitet, ...) etc

2. Man/ frau könnte auch das Gegenteil behaupten,  das ist aber in vielen, ähnlichen Fragestellungen ebenso möglich.
Der Künstler ist  ebenso  autonom/ relativ unabhängig, wenn er/ sie Farbe anrührt und den Pinsel schwingt, wie vor/ mit einer Skulturur, einer Plastik, etc.

3. Readymades sind eher  Resultat der Verdrängng der "möglichen" Erinnerung an die Funktion "banaler" Gebrauchsgegenstände, die dadurch (oft) anders wahrgenommen werden /wurden, ..
Aber dieses Postulat, wenn es begriffen wurde, wirkt nur einmalig / oder immer, es ist zudem in den Kanon der Darstellungsmöglichkeiten übergegangen und damit allgemein geworden, .!
(Also ab jetzt stelle ich irgendein Obejkt aus und  behaupte,  es sie "etwas ganz Anderes", etc.

4. Readymades sind (siehe oben ) eine Form der surrealistischen Kunst und damit kann auch ein "normales" Objekt beschrieben werden, das als Fundgegenstand in ein "Kunstobjekt" verwandelt worden ist, "ans Licht  gebracht" wurde, in die  Aufmerksamkeit gelangt ist, !

5. Die Ikonographie des Alltags besteht z.B. wiederum (siehe oben)  aus vorgeblich  bekannten, "alltäglichen" Gegnständen/ Situationen, die hervorgehoben, (etwa gemalt wurden) Geschäftsfassaden, Autounfälle, etc. , die welche vorher kaum "visuell" beachtet wurden, zur "Normalität" des Alltgas gehört haben und daher kaum erkannt, besehen wurden,
eine Waqxchmittelpackung"damasl" in einem Museum auszustellen; sie damit hervor zu heben, war schon eine besondere künstlerischen (ebenso ) Leistung, daher, ...

6. Zufall und Beliebigkeit können zusammen gehören, da im zufälligen miteinander ebenso  der Zufall des Zusammentreffens der Materialien, der Formen, einen weiten wichtigen Raum einnimmt, ...

etc.

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