Frage von anonymfragender, 39

Einige Fragen zu Blitzerfotos und Bußgeldverfahren?

Hallo, ich wurde vor einigen Wochen geblitzt und da nun ein Schreiben eingegangen ist, das den Fahrer ermitteln soll, habe ich einige Fragen zu dem Thema.

Sachverhalt ist folgender: Ich bin nicht der Fahrzeughalter, aber mit einigen anderen Personen auf das Fahrzeug angemeldet. Ich wurde außerorts mit mehr als 40 KM/H zu schnell geblitzt. Auf dem Blitzerfoto bin ich nicht zu erkennen, da der Spiegel mein Gesicht größtenteils verdeckt.

Der Fahrzeughalter hat inzwischen angegeben, dass er nicht gefahren ist.

Wie geht es jetzt weiter? Ermittelt die Polizei und falls ja, wie? Und mal angenommen, der Fahrer kann wirklich nicht ermittelt werden (das könnte bei diesem Bild gut sein, da das Gesicht nicht ansatzweise zu erkennen ist), was passiert dann? Gibt es eine Gerichtsverhandlung oder eine Anhörung und wird der Fahrzeughalter vorgeladen? Welche möglichen Strafen können einem in diesem Fall auferlegt werden (mal abgesehen von einem Fahrtenbuch)?

Falls das nämlich Schwierigkeiten für den Fahrzeughalter bedeutet, möchte ich sie ihm lieber ersparen und das Bußgeld bezahlen. Aber falls das Verfahren dann einfach eingestellt wird, wäre mir das natürlich lieber.

Vielen Dank im Voraus :-)

Antwort
von Fredde324, 29

Soweit ich weiß ist wenn es nicht ermittelt werden kann, das Fahrtenbuch das schlimmste was passieren kann. Jedoch ist das nicht ohne. Es muss wirklich jede kleine Fahrt selbst eben um die ecke zum Kiosk mit Datum Name und Unterschrift dokumentiert werden. Das ist ganz schön nervig auf dauer. Das wäre mir das Risiko nicht wert. 

Antwort
von martinzuhause, 26

das verfahren wird nicht eingestellt. es gibt auch ein besseres foto. da sind sicher teile des gesichts zu erkennen. das wird mit passfotos abgeglichen die von der meldestelle angefordert werden. da sind sie vorhanden.

der fahrzeughalter wird unter eid aussagen müssen das er nicht weiss wer gefahren ist. einen meineid sollte man sich gut überlegen. zusätzlich wird ein ein fahtenbuch führen müssen auf dem jeder gefahrene km nachgewiesen werden muss

Kommentar von siggibayr ,

.... was ich noch viel schlimmer finde: Die ermittelnde Stelle schickt in diesen Fällen auch oft Leute zu Nachbarn des Halters oder an die Arbeitsstelle und zeigt dort die Fotos, mit der Frage, kennen Sie zufällig diese Person?

http://www.strafzettel.de/cms/nt/bussgeld/geschwindigkeitsfaelle/beweisfotos.htm...

Kommentar von martinzuhause ,

das ist aber auch sinnvoll. das verhindert das der fahrer vllt das nächste mal jemanden überfährt.

Kommentar von Lkwfahrer1003 ,

das wird mit passfotos abgeglichen

Können sie ja , zur zeit aber nur für den Halter . Dann wissen sie das der Halter nicht der Fahrer war .

der fahrzeughalter wird unter eid aussagen

Nein muss er nicht , er hat sogar ein Zeugnisverweigerungsrecht ! und nach 14 tagen nach Tattag muss er sich auch nicht mehr daran erinnern wer an diesem Tag mit dem Fahrzeug fuhr .

Kommentar von martinzuhause ,

die bilder werden mit allen abgeglichen die dort gemeldet sind. evtl. auch mit allen fahrern die bei der versicherung angegeben sind.

natürlich gibt es vor gericht ein zeugnisverweigerungsrecht, allerdings nur für einige verwandte. da ist die suche dann hinterher schon einfacher

Antwort
von Lkwfahrer1003, 18

Hallo ,

Du musst auf dem Foto zweifelsohne erkannt werden . So jedenfalls die Richter des OLG Bamberg 2 SS OWI 143/12 in ihrer Urteilsbegründung .

Das könnte allerdings auch mit unverwechselbaren Gesichtszügen geschehen . Im Zweifel wird hier ein Gutachter hinzugezogen , welche kosten dann getragen werden müssten .

Das entscheidet aber die Behörde und ist sehr unterschiedlich . Der Beamte leitet den Widerspruch ggf. an die Staatsanwaltschaft weiter oder stellt das verfahren einfach ein .

Der Staatsanwalt wird wohl ebenso entscheiden , ob ein Gutachten in Auftrag gegeben wird oder er das verfahren einfach einstellt ! Auch wird er sich fragen , ob das Foto für eine Verurteilung ausreichend ist .

Darauf verlassen würde ich mich jedoch nicht ., da man ja das Originalfoto nicht hat , meistens ist dieses viel besser als die Kopie die man erhält .

zum Fahrzeughalter .

Zu erwarten hat dieser meistens nichts , sofern er seiner Mitwirkungspflicht nachkommt .

Vorteilhaft für ihn wäre gewesen , " Aufgrund des schlechten Fotos kann ich nicht mit Sicherheit den Fahrer benennen .

Nach dem Motto , hättet ihr ein besseres Foto könnte ich auch den Fahrer benennen .

Aber mehr als eine Fahrtenbuchauflage droht ihm nicht !

 

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