Frage von AngieSabe, 126

Eingliederungsvereinbarung wiederrufen, wie mache ich das wenn ich dazu gedrängt wurde?

So ich bin seit gestern Krank geschrieben und musste heute zum JC um diese Krankmeldung ab zu geben. Darauf hin hat die gute Frau zu mir gesagt das ich doch gleich da bleiben soll. Ich wollte nur meine Krankmeldung abgeben und eins kam zum anderen.

sie hat mich dann mit den Worten "unterschreib oder du bekommst keinen Cent mehr von uns" gedrängt zu unterschreiben. Habe ich dann wiederwillig auch getan. AUf die Frage ob ich das mit Heim nehmen dürfte meinte sie nur nein.

Sie hat mir Ihre Zettel vorgelesen und ich hatte meinen. WOher soll ich wissen das auf beiden das selbe stand?

Zu dem gefallen mir die Sachen darin gar nicht! Ich habe einen minijob bei Netto und den darf ich Laut diesem Vertag nicht verlieren sonst bekomme ich 3 monate gar kein geld. Egal ob ich gekündigt werde (warum auch immer) oder ich. Ob der Beruf jetzt unzumutbar wird oder nicht ist denen egal.

WIe kann ich das "zurück " nehmen? Ich bin krank geschrieben. Zählt das ?

Zudem habe ich eine Maßnahme verdonnert bekommen... schön und gut aber nur wenn sie auch helfen würde. so sitze ich nur sinnlos Zeit irgendwo ab und fertig. Nebenarbeit bei Netto ist denen dann egal, (auch wenn ich die dadurch verliere ist es meine Schuld steht da drin..)

Was kann ich dagegen tun? kann ich sagen "ne ich will das nicht mehr und ich wurde gedrängt ausserdem bin ich krank." oder wie mache ich das ? Ich hatte richtig schiss vor der Frau O.o Die war richtig einschüchternd...

Nicht das ihr mich falsch versteht. Ich suche wieterhin eine AUsbildung und bewerbe mich aktiv eigenständig. Nur was der Blödsinn mit diesen Anforderungen und dem "unterschreib gefälligst " soll verstehe ich nicht...

wie komme ich da wieder raus?

Antwort
von Interesierter, 81

Natürlich kannst du die Eingliederungsvereinbarung widerrufen. Das bringt aber ausser einem kurzen Aufschub nicht viel, denn wenn du widerrufst wird die Vereinbarung per Verwaltungsakt ersetzt. Ausser einem Haufen Ärger und dem Unmut deiner Bearbeiterin wirst du nichts erreichen.

Ich kann dir nur einen Tipp geben: Versuche mit den Leuten vom Amt zusammenzuarbeiten und nicht dagegen. Wenn du der Bearbeiterin erklärst, wo sich die Maßnahme und dein Job beissen, wird sie es verstehen. Die Maßnahme aber prinzipiell als sinnlos zu bezeichnen, ist keine gute Idee.

Was die Leute auf dem Amt nicht abkönnen, ist permanente Verweigerung. Damit sind sie tagtäglich konfrontiert. Und seien wir ehrlich. Wärst du an deren Stelle, würdest du die "Kunden", die dir permanent Steine in den Weg legen, auch strietzen.

Kommentar von AngieSabe ,

ich habe ihr erklärt wie sich das überschneidet und das ich es nie und nimmer schaffe beides so zu machen wei es von beiden erwünscht ist... für sie geht die maßnahme vor und für meine cheffin bedeutet das die kündigung wenn ich fehle.. 

ich versuchemit dem amt zusammen zu arbeiten aber die schieben mir einen riegel nach dem anderen vor... sie zahlen nicht pünktlich... verweigern mir meine miete ohne grund und lassen mich kein praktikum machen! hätte letzten mitwoch ein bewerbungsgespräch gehabt. durfte ich nicht hin wegen einer maßnahme an dem tag... damit hatte sich das mit der ausbildung auch wieder erledigt..

Kommentar von Mignon3 ,

Wenn es tatsächlich so ist, dann beschwere dich bei dem/der Vorgesetzten.

Kommentar von Mindermeinung ,

Ja richtig, wenn eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande kommt, weil jemand nicht freiwillig unterzeichnet (was sein Recht ist!) dann hat die AA die Möglichkeit, einen Eingliederungsverwaltungsakt zu erlassen.

Das gute daran: gegen diesen VA ist selbstverständlich Widerspruch möglich und der Verwaltungsakt ist gerichtlich überprüfbar.

Deine Auffassung kann ich - auch in Anbetracht der hohen Anzahl schlichtweg rechtswidriger Bescheide und rechtswidrigem Verhalten von AA-mitarbeitern - nicht ganz nachvollziehen.

Ein ALG II-Empfänger bekommt sowieso Beratungs- und Prozesskostenhife. Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt.

Dass die Aussage, "unterschreib oder du bekommst keinen Cent mehr von uns" an strafbarer Nötigung nebst Beleidigung grenzt, kommt bei der konkreten Frage noch hinzu.

Man kann dem Fragesteller nur eins raten: Beratungshilfeschein holen und die Sache von einem Anwalt weiterführen lassen.

Kommentar von Interesierter ,

Die Aussagen des Fragestellers legen den Schluss nahe, dass er sich schon seit längerer Zeit mit den Mitarbeitern des JC auf Kriegsfuß befindet, denn die Fronten sind bereits massiv verhärtet.

Ich persönlich habe in den allermeisten Fällen die Erfahrung machen dürfen, dass man durch Freundlichkeit, Nettigkeit und verständliche, schlüssige Erklärungen sehr viel weiter kommt, als durch Verweigerung, Rechthaberei und der Drohung mit Anwalt und Gericht.

Glaub mir, die allermeisten Bearbeiter haben ein sehr gutes Gespür dafür, wer sich wirklich Mühe gibt und wer ihnen einfach nur ans Bein pinkeln will.

Auch wenn falsche Bescheide rausgehen, so darf man doch feststellen, dass dies nur ein geringer Prozentsatz und keinesfalls die Regel ist.

Antwort
von Mignon3, 73

Meines Wissens (ich kann mich täuschen) bekommst du in der Tat nur dann Geld, wenn du diesen "Eingliederungsvertrag" unterzeichnest. Du hattest die Wahl, den Vertrag zu unterzeichnen und Geld vom Staat zu bekommen oder den Vertrag abzulehnen und kein Geld zu bekommen. Das man dich gedrängt hat, sehe ich nicht, denn du willst doch Geld und hast deshalb unterschrieben, oder??

Sie hat mir Ihre Zettel vorgelesen und ich hatte meinen. WOher soll ich wissen das auf beiden das selbe stand?

Das Jobcenter betrügt dich nicht. Außerdem ist das ein Widerspruch in deinen Ausführungen. Auf der einen Seite schreibst du, du "durftest es nicht mit heimnehmen" (was meinst du damit?) und auf der anderen Seite hattest du einen "Zettel", der dir vorgelesen wurde. Ich denke, dass das der besagte Vertrag ist und dass du eine Kopie hast.

Steuergelder sind für bedürftige Menschen. Solange ein Job zumutbar ist, muss der Steuerzahler sich nicht darum kümmern, ob dir ein Job gefällt. Wichtig ist, dass du selbst Geld verdienst und dem Steuerzahler nicht länger auf der Tasche liegst! Es gibt Millionen von Menschen, die in ihren Jobs unglücklich sind und trotzdem dort arbeiten. Du bist also keine Ausnahme!

Zudem habe ich eine Maßnahme verdonnert bekommen... schön und gut aber nur wenn sie auch helfen würde. so sitze ich nur sinnlos Zeit irgendwo ab und fertig.

Viele Maßnahmen sind hilfreicher als der Arbeitslose es anfänglich denkt bzw. beurteilen kann. Außedem hast du nichts anderes zu tun, als an dieser Maßnahme teilzunehmen. Wenn du Geld vom Staat haben willst, stellt der Staat Bedingungen, die du zu erfüllen hast. Sicherlich gibt es unsinnige Maßnahmen, um die Arbeitslosen aus der Statistik herausrechnen zu können. Ob das bei dir der Fall ist, wage ich zu bezweifeln.

oder du bekommst keinen Cent mehr von uns"

Das liest sich, als hättest du bereits Geld erhalten und man hat mit dir schlechte Erfahrungen gemacht. Deshalb der Vertrag. Oder irre ich mich?

Gehe zu deiner Sachbearbeiterin und besprich die Angelegenheit mit ihr. Wenn du krank bist, mußt du weder arbeiten noch an einer Maßnahme teilnehmen. Das weiß die Sachbearbeiterin.

Antwort
von HalloRossi, 70

Ich weiß zwar nicht was JC ist, aber wenn du krank bist, darfst du nicht arbeiten. Man versteht deine Frage aber nicht, was möchtest du denn wissen?

Kommentar von turnmami ,

Warum antwortet man, wenn man nicht mal ein Jobcenter kennt??

Kommentar von HalloRossi ,

Nicht jedem ist der Umgang mit dem Jobcenter vertraut!

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