Frage von NerdyChellie, 32

Eingebildete Krankheit?

Seit Monaten nun habe ich dauerhaft das Gefühl mein Hals sei verschleimt. Dies führt auch häufig dazu, dass ich durch den Reiz Erbrechen muss. Also ging ich zum Arzt. Jedoch sagte dieser mir, dass ich kerngesund sei und mein unangenehmes Gefühl im Hals daher käme, dass ich sicherlich nach einer Erkältung eine Gewohnheit aus dem Räuspern gemacht hätte und mir den Schleim nun einbilden würde. Ich habe auch schon häufig davon gehört, dass man sich selbst auf diese Weise konditionieren kann, aber ich bin ein bisschen verzweifelt bezüglich der Lösung dieses Problems. Also hat vielleicht jemand eine Idee, wie ich mich selbst 'umkonditioniere'?

Antwort
von Monstrus87, 13

Lass dich nicht so schnell abspeisen! Jetzt schiebt er es direkt auf deine Psyche. Die Psyche ist die typische

Ausschlussdiagnose, wenn keine sichtbaren Sympthome vorliegen. Warst du denn schon mal bei einem HNO-Arzt? Generell solltest du noch mal eine Zweitmeinung einholen. Ich habe schon Sachen von Ärzten gehört, wo andere Ärzte dann nur unglaubwürdig mit dem Kopf schüttelten und was ganz anderes rausfanden, was es am Ende dann auch war. Es könnte beispielsweise auch irgendeine Allergie sein.

Kommentar von NerdyChellie ,

Danke für deine Antwort und Ja, ich war bereits beim HNO-Arzt und sowohl er als auch meine Hausärztin waren da einer Meinung. 

Kommentar von Monstrus87 ,

Sehen die denn da keinen Schleim?

 Geh mal morgens hin. Vielleicht müssen die das mal direkt morgens sehen. Weißt du, ich bin bei diesen psychischen Ausschlussdiagnosen immer vorsichtig. Einem Bekannten haben sie das auch erzählt. Der hatte immer Nasenschmerzen. Er ist jahrelang von einem Arzt zum anderen gelaufen. Hatte auch mal ein MRT machen lassen und der Arzt fand nichts. Weil es immer schlimmer wurde, hat irgendwann ein Arzt ´noch einen MRT machen lassen und meinte, da wäre so eine Art Zyste. Am Ende war es ein kleiner Tumor. Konnte ohne Probleme entfernt werden. Auff die Anfrage bei dem Arzt, der das erste MRT machte kam nur, dass er das wohl gesehen hat, aber für nicht so relevant empfunden hat. Ähm, alles klar. Den wollten die halt auch dauernd zum Psychologen schicken. Und Psychologen finden immer irgendeine unschöne Sache in uns.

Antwort
von sonnymurmel, 11

Hey Nerdy,

wichtig ist, dass du zunächst bei einem HNO-Arzt (Facharzt)organisch alles abklären lässt.

Wenn es so ist, dass ein psychische Ursache vorliegt, könnte  je nach Ausprägung eine  Psychotherapie helfen, die auch medikamentös unterstützt werden kann.

Es können sich hinter einem empfundenen Engegefühl im Hals möglicherweise Ängste verbergen, die auf körperlicher Ebene Ausdruck finden, sodass beispielsweise im Rahmen einer Gesprächstherapie versucht wird herauszufinden, was dem Betroffenen bildlich gesprochen „im Halse steckt“ oder wer oder was ihn „in die Enge treibt“.

Hier werden häufig ergänzend sog. Vermeidungs.- und Bewältigungsstrategien erarbeitet, durch welche der Patient lernt, die Konzentration vom Symptom wegzulenken und dadurch z.B. das  Räuspern oder Husten zu unterdrücken.

Du kannst es alternativ auch zuerst mit einer sog. Atemtherapie  versuchen. Erkundige dich bei der Krankenkasse wer das in deiner Nähe anbietet.

Lg und gute Besserung

Kommentar von NerdyChellie ,

Vielen Dank für deine Antwort. Ich war beim HNO Arzt und der hat mich gründlich untersucht: nichts zu finden. 

Jedoch könnte ich mir nicht erklären welche psychischen Probleme dies bei mir verursachen könnten. Ich bin ein sehr ausgeglichener und glücklicher Mensch und total zufrieden mit meinem Leben. 

Und auch da das Engegefühl vermehrt morgens auftaucht stellt sich natürlich die Frage wovor ich denn Angst habe könnte, morgens, sofort nach dem Aufstehen..

Das mit dem von den Symptomen ablenken habe ich bereits versucht, alleine ist das leider kaum zu schaffen, vielleicht sollte ich mir in der Hinsicht wirklich Hilfe suchen.

Kommentar von sonnymurmel ,

Mir kommt noch folgende Idee....Wenn das Symptom vermehrt morgens auftritt könnte es auch eine Blockade der oberen Halswirbelsäule sein - oder auch verspannte Muskeln im Kehlkopfbereich.

Das kann an deiner Schlafposition/deiner Matratze/deines Kopfkissens ect. liegen.

Hierzu gibt es Übungen, die du allerdings bei einem Physiotherapeuten machen lassen solltest. Spreche nochmals mit deinem Arzt bezgl. eines Rezeptes dafür.

Das ist allerdings nur eine Vermutung, denn  ohne eine genaue Befundung ist keine Diagnose möglich. 

Lg

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