Einfluss auf das eigene Unternehmen?

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4 Antworten

Geht es Dir jetzt um die Unternehmens-Philosophie oder die gesetzliche Basis?

Natürlich kann ich als Unternehmer nicht machen was ich will. Ist meine Philosophie auf Vernichtung ausgelegt, dann könnte das meine Ruf beschädigen. Kommt natürlich darauf an: Was man vernichten will und mit welchen Mitteln.

Ein Anbieter der erklärt: Ich will der einzige Anbieter im Markt sein, dem nimmt das keiner Übel. Könnte nur Probleme geben bei der Umsetzung, wenn man dieses irgendwann nur noch durch Zukauf erreichen kann. Kartellbehörde.

Willst Du Dein Unternehmen unter ökologischen Gesichtspunkten führen, dann kannst Du das einmal für Dich tun. Also nach eigenen Ansprüchen oder Du gehst in einen entsprechenden Verband oder schließt Dich einem Label an.

Dann wird das Unternehmen in jedem Fall geprüft und das immer wieder, ob die vereinbarten Vorgaben geleistet werden.

Hier hast Du ja vorher entschieden: Danach soll gearbeitet werden, daher sehe ich da auch keine Bevormundung.

Anders ist es, wenn Du nur selber sagst, dass du bestimmte Werkstoffe nicht im Betrieb haben willst. Oder der Strom darf nur so oder so produziert werden.

Wenn Du dann das Unternehmen längere Zeit an Angestellte übergibst - also Manager - dann können natürlich auch Entscheidungen gefällt werden, die Du erst später bemerkst.

Es ist dann nicht immer möglich, wenn man inzwischen eine Kapitalgesellschaft hat (GmbH, AG) zu dem Mitarbeiter zu gehen und zu sagen, dass er die Verträge kündigen und neue schließen soll.

Soweit er nämlich im Rahmen seines Arbeitsvertrages usw. gehandelt hat... Dabei gehe ich davon aus: Du wärst nur noch Inhaber, aber nicht Vorstand oder Geschäftsführer.

Der Vorstand kann sagen, wenn Verträge gekündigt werden sollen oder als Geschäftsführer auch.

Die Unternehmensführung liegt dann bei diesen Angestellten. Es ist auch nicht ratsam die immer zu drangsalieren.

Theoretisch kann man natürlich im Rahmen der Gesetze frei entscheiden und dieses auch durchsetzen. Das nennt man dann auch Unternehmenspolitik machen.

Allerdings denke auch daran: Es sind nur sehr wenige Unternehmen, die den von Dir geschilderten Weg schaffen. Wer groß werden will, der hat kaum eine andere Chance als groß zu starten.

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Das wäre im Einzelfall schwieirg in die Tat umzusetzen. Klar kannst du als Unternehmer entscheiden, wie dein Betrieb zu laufen hat. Hat dieser Betrieb eine Grösse erreicht, die für dich in Einzelbereichen kaum noch überschaubar ist, du die Zeit dafür gar nicht hast, dann musst du wohl Leute beauftragen die dein Vertrauen und Befähigung haben, diesen Bereich verantwortlich zu steuern. Das können Prokuristen sein, denen weitgehende Vollmachten eingeäumt werden die da enden, wo es um den Verkauf des Unternehmens geht. Man kann sich Verbänden anschliessen. Gewerkschaften muss man nicht im Betrieb zulassen. Als Eigentümer hast du immer das Recht zu bestimmen, was in deinem Betrieb geht oder was nicht. Schliesslich trägst du die Verantwortung. Wenn du allerdings Großunternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern meinst, dann gibt es einen Aufsichtsrat und einen Vorstand. Da wird dann über die gesteckten Ziele abgestimmt. Aber als Alleineigentümer ( Familienunternehmen) wirst du immer ein sog. Vetorecht haben und kannst entsprechend handeln. Die Firma .Krupp wäre da ein Beispiel

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Du sagst ja schon selber, man braucht einen Betriebsrat. Genauer gesagt, kommt es auf die Mitarbeiteranzahl an und die Rechtsform, die du für dein Unternehmen gewählt hast. Wenn du für dein Unternehmen zum Beispiel die Form der Aktiengesellschaft (AG) gewählt hast und du hast einige Investoren, dann kannst du nur noch in einem Verhältnis mitbestimmen, dieses richtet sich dann nach den Anteilen, die du noch an 'deinem' Unternehmen hast. Hast du eine GmbH brauchst du ab 150 (ich weiß es nicht mehr so genau) Mitarbeitern einen Betriebsrat, der eventuell etwas gegen deine Entscheidungen haben könnte.

Kurz gesagt: Je größer sein Unternehmen ist, desto weniger kannst du selber die Richtung angeben.

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Die Firma gehört dir weiterhin und du musst dich aber an Gesetze halten: Arbeitsschutzgestz. Betriebliche Mitbestimmung des Betriebsrates. Kündigungsschutzgesetz usw. In welche Richtung sich die Firma entwickelt bestimmt der Gründer solange er noch nicht alle Rechte an die Geschäftsführung abgegeben hat. Hier hilft ein Anwalt.

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