Einfach so medis gegen Panikattacken?

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11 Antworten

Im Prinzip kann dir jeder Arzt mit staatlicher Zulassung jedes Medikament aufschreiben. Theoretisch also auch ein Augen- oder Frauenarzt.

In der Praxis sind es vor allem Hausärzte und Psychiater die Psychopharmaka verschreiben. Dazu lässt sich sagen, dass du am besten zu einem Psychiater gehst.

Erstens herrscht beim Psychiater kein typisches Arztklima (weisse Kittel, Labor etc), was dir deine Ängste vor Ärzten ein stückweit nehmen sollte. Zweitens braucht es bei einer Behandlung mit Psychopharmaka relativ viel Erfahrung, da diese Medikamente mit vielen anderen Medikamenten interagieren (zusammenwirken) und auch mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden sind.

Um dir ein Medikament aufschreiben zu lassen musst du zwingend zum Arzt, dieser muss erst einmal eine Diagnose erstellen und abklären, ob du wirklich Panikattacken hast (oder ob es z.B. die Schilddrüse ist etc.). Zudem müssen deine Attacken auch ein Stück weit ausgeprägt sein, damit sich der Einsatz von Medikamenten lohnt.

Angststörungen (zu welchen auch Panikattacken gehören) lassen sich i.d.R. sehr gut behandeln. Meist mittels Psychotherapie (z.B. Verhaltenstherapie) und in ausgeprägteren Fällen auch mittels Medikamenten. Es ist wichtig, dass du dich behandeln lässt, ansonsten können Angststörungen chronisch verlaufen.

Als Medikamente werden für die kurzfristige Unterbindung der Panikzustände vor allem Benzodiazepine (http://deprimed.de/benzodiazepine-z-drugs/) verabreicht (z.B. Lorazepam oder Alprazolam). Diese wirken enorm zuverlässig innert 20-30min nach der Einnahme und können einfach bei Bedarf eingenommen werden. Sie haben zudem wenig Nebenwirkungen und werden gut vertragen. Da Benzodiazepine jedoch bei längerem und regelmässigem (fast täglichen) Konsum (ca. nach 4-8 Wochen) abhängig machen sind sie nicht für eine dauerhafte Medikation geeignet. Zudem ergibt sich nach längerer und regelmässiger Einnahme meist eine Toleranzentwicklung (man braucht immer mehr davon um den gleichen Effekt wie zu Beginn der Therapie zu erzielen).

Längerfristig werden für die Behandlung von Panikattacken vor allem Antidepressiva der SS(N)RI-Klasse (http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/) verwendet (z.B. Sertalin oder Venlafaxin). Diese wirken gegen Angstzustände ironischerweise besser als gegen Depressionen. Antidepressiva machen nicht abhängig und es ergibt sich auch keine Toleranzentwicklung, jedoch haben diese viele Nebenwirkungen und müssen täglich (also nicht nur bei Bedarf) eingenommen werden. Zudem wirken Antidepressiva erst nach 3-5 Wochen täglicher Einnahme.

Alle Informationen zu Medikamenten bei Angststörungen findest du hier: http://deprimed.de/home/

Hoffe konnte dir nen bissen weiterhelfen. Falls Fragen da sind einfach in die Kommentare schreiben...

PS. Hatte selbst Panikattacken und hätte sie wohl ohne Medikamente immer noch.

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Du kannst damit ersteinmal zu einem "normalen" Hausarzt gehen und dort die Beschwerden schildern. Suche dir am besten einen, der eine Zusatzausbildung der Psychotherapie hat. Das haben einige.
Er kann dir sicherlich ein passendes Medikament aufschreiben. Wahrscheinlich wird er dich aber auch an einen Facharzt weiterüberweisen wollen, wenn die körperlichen Untersuchungen ohne pathologischen Befund sind. Eine gute Diagnoistik ist wichtig um die passende Weiterbehandlung zu planen und durchzuführen.
Angst musst du da nicht haben. Je eher und schneller dir geholfen werden kann umso besser kannst du lernen damit umzugehen und es ist besser zu behandeln, wenn es noch im Anfangsstadium ist. Und umso schneller wirst du die Medikamente auch wieder los. Denn die sind auch nicht ohne.

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Es gibt zwar eine große Pallette an Medikamenten gegen Angst-und Panikstörungen - von den Nebenwirkungen wollen wir am besten gar nicht reden. Allerdings hat jedes Problem eine Ursache - und nur wenn die Ursache beseitigt ist verschwindet auch dauerhaft das Problem. Zum Thema "Angststörung und Panikattacken" kannst Du auch hier in meine Antwort schauen.

https://www.gutefrage.net/frage/stechen-im-herz-14#answer103332304

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Nein, so einfach geht das nicht. Der Facharzt wird eine ausführliche Anamnese aufnehmen, hinterfragen woher die Panikattacken kommen. Angstlösende Präparate haben - wie andere auch - Nebenwirkungen, nicht selten kann es zu Gewichtszunahme kommen und einer sedierenden Wirkung.

Allgemeinmediziner können solche Medikamente leider auch verschreiben wo dann herum experimentiert wird. Psychopharmaka "heilen" nicht sondern langfristig kann ausschließlich Psychotherapie weiterhelfen.

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Das kommt auf den Arzt an. Es gibt viele Medikamente gegen Panikattacken, die der Arzt verordnen kann. Das große Problem an den Angstlösern ist, dass sie oft abhängig machen. Besser ist es, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, die haben in der Regel gute Skills, wie man mit der Panik umgehen kann.

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Wenn du nun mit 15 vermehrt Angstzustände und Panikattacken bekommst,ist es enorm wichtig, dies mit Fachärzten abzuklären. Bleiben sie bestehen bzw. wird es schlimmer, beginne unbedingt! mit einer Psychotherapie. Du stehst eventuell am Anfang einer Panikstörung, dort ist diese Krankheit am leichtesten zu heilen. Warte nicht erst Jahre, bis du was tust.

Wenn du vorübergehend diese Panikattacken verringern möchtest, dann gibt es viele homöopatische Möglichkeiten, wie Bachblüten, Lasea, Neurexan, Baldrian etc. Auch Entspannungsübungen wie qi gong oder Achtsamkeitsübungen, progressive Muskelentspannung etc. können dabei sehr gut helfen.

Ist es sehr akut, dann gibt es auch Möglichkeiten, die innerhalb von einer halben Stunde helfen, wie die bereits angesprochenen Benzos zB, wobei ich dann doch eher zu Atosil oä. greifen würde.

Über Antidepressiva würde ich an deiner Stelle noch nicht nachdenken, da diese doch erst nach monatelanger schwerer Erkrankung ins Auge gefasst werden sollen ( teilweise enorme Nebenwirkungen und manche Antidepressiva haben zudem Absetzsymptome )

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Evtl helfen da auch so balsei Beruhigungsmittel Dingens oder was dss ist.... hat meine Mutter wegen ihren Angstzuständen oder idk

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Geh zum Psychiater, denn nur Medis helfen nicht , es sollte schon auch therapiert werden, wenn möglich und gerade der Psychiater kennt sich auf dem gebiet aus.

Ich selber war aufgrund von Zwangsgedanken u angststörung in der Klinik mir hat Citalopram gut geholfen ( muss eingeschlichen werden) auch prüft der Psychiater ob nicht körperl. Ursachen vorliegen.

Ich selber gehe auch ungern zum Arzt, aber wenn ich was habe ist der Psychiater meist mein erster Ansprechpartner

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"Einfach so" etwas gegen Panikattacken zu nehmen finde ich nicht gut. Manchmal helfen auch Entspannungsübungen oder Atemübungen gegen solche Attacken. Hast Du es damit schon probiert? An Deiner Stelle würde ich trotzdem versuchen, mit einem Arzt darüber zu sprechen. Such Dir am besten eine Hausarzt. Der kann Dich am besten beraten und Dich gegebenfalls zu einem Facharzt schicken.

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Kommentar von taniavenue
22.08.2016, 00:14

Das "einfach so" war jetzt vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Ich habe mehrere Meinungen bezüglich dessen und die Rieten mir eben zu Tabletten

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Regelmäßig Johanniskraut nehmen. Hilft vorbeugend

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denke natürliche Sachen aus Rossmann z.B. sind besser, Baldrian etwa.

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Kommentar von taniavenue
22.08.2016, 00:08

aber helfen die wirklich akut während einer Panikattacke um sie zu stoppen?

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Kommentar von greulinchen
22.08.2016, 00:10

Nein das tun sie nicht.

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