Frage von IHelpdesk818I, 68

Einer unserer Mitarbeiter ist Jude. Wir haben kein Problem damit, allerdings ist ein anderer Mitarbeiter politisch sehr rechts orientiert.?

Der Rechts orientierte greift den Juden (wird nicht als Schimpfwort verwendet) immer wieder an. was sollen wir als Unternehmen tun?

Diese Frage wurde unserem Helpdesk gestellt. Wir konnten sie nicht beantworten und leiteten sie deshalb an unsere Community weiter. Hoffe ihr könnt helfen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Parhalia, 34

Als Arbeitgeber hast Du natürlich auch eine Sorgfalts- / und Sicherungspflicht zur Aufrechterhaltung eines für jeden Mitarbeiter zumutbaren und sicheren Arbeitsbetriebes zuletzt auch in Deinem eigenen Interesse.

Du musst also zunächst erst einmal versuchen, eine Schlichtung unter absolut ernstzunehmenden Argumentationen beider Parteien wahrzunehmen, anzustreben und letztlich sinnvoll zu erreichen.

Erst wenn keinerlei Schlichtung zwischen den strittigen Mitarbeitern möglich wäre, so müsstest Du als verantwortliche Ombudsperson weitere Mittel der Schlichtung / Wiederherstellung des innerbetrieblichen Friedens anstreben und notfalls massiv durchsetzen.

Das kann von Ermahnung über Versetzung in differenzierte Arbeitsbereiche / Schichten bis hin über Abmahnung und notfalls personenbedingter Kündigung der wirtschaftlich / betrieblich "schädigenderen" Partei gehen.

Dabei musst Du aber auch stets im Hinterkopf behalten, dass Du als Arbeitgeber ein Schutzbeauftragter auch für Menschenrechte und mögliche Diskriminierung bist und dementsprechend auch zur Konfliktbeilegung bis gar Schutz jedes Betriebsmitgliedes  verpflichtet.

Hoffentlich findest Du eine ( gerecht / salomonische ) Lösung für beide Parteien ohne Aussprache einer Abmahnung oder gar Kündigung.

Versuche der "offensiveren" Partei zumindest klarzumachen, dass Du Streitigkeiten und insbesondere Diskriminierung in DEINEM Betrieb nicht dulden wirst und notfalls geeignete ( personalrechtliche ) Massnahmen treffen müsstest.

Vermutlich machen beide Parteien ihre jeweilige Arbeit vergleichbar gut und es stehen " nur " ethnische Argumentationen im strittigen Thema. Dann MÜSSTEST Du bei absoluter Uneinsichtigkeit / fruchtloser Versuche der Beilegung den aggressiveren Part der Streitigkeit mit härteren bis notfalls härtesten Mitteln belegen.

Denn DAS ist elementarer Bestandteil Deiner gesetzlichen Fürsorgepflicht, wenn sich keine anderweitige Schlichtung erzielen lässt.

Kommentar von Cookiemonstervx ,

super Antwort :D

Kommentar von Parhalia ,

Anders lässt sich diese Frage "im freien Forum" nicht extern behandeln, denn Interna des Betriebes dürfen halt nicht nach "aussen an die Öffentlichkeit " getragen werden.

Auch nicht fragend in der Öffentlichkeit durch den Arbeitgeber. ( sofern nicht konkret rechtsuchend bei z.B. Anwälten mit Schweigepflicht nach "aussen".)

Mehr lässt sich "extern" demnach nicht  ( sinnvoll ) arrangieren oder bewirken.

Antwort
von amdros, 54

Hätte ich ein Wort mitzureden..würde ich ihn abmahnen und im Widerholungsfall die Kündigung aussprechen..mit der Begründung: Störung des Betriebsfriedens!

Antwort
von Jamm2Games, 68

Eher den rechts Orientierten rausschmeißen, denn ihn wieder von Anti-Semitismus weg zubekommen ist wohl schwieriger.

Bzw Vermahnen und mit Kündigung drohen falls dies im Rahmen des Gesetzes abläuft

Antwort
von Ioulios, 52

Mitarbeitergespräch führen und damit konfrontieren.

Wenn es nicht fruchtet -> Abmahnung & Rechtliche Schritte einleiten, da es unter Rassendiskriminierung fällt.(Wenn es Personen bzw Herkunftsbezogenes angreifen ist.)

Kommentar von WetWilly ,

Es handelt sich nicht um "Rassendiskriminierung", sondern um Diskriminierung um der Religion willen.

"Juden" sind, im Gegensatz zur Nazi-Ideologie, keine "Rasse" sondern Angehöriger einer Religionsgemeinschaft.

Antwort
von Accountowner08, 3

Ich würde den Mitarbeiter, der den anderen aufgrund seiner Religion beleidigt verwarnen und wenn nötig rausschmeissen...

Antwort
von Baltion, 58

Zum Betriebsrat gehen. So etwas geht überhaupt nicht. Euer Geschäftsführer ( Chef) sollte sich dessen annehmen und auf keinen Fall einfach weg gucken!!

Antwort
von gruenbaer, 33

Also erst mal müßte man klären ob er ihn angreift weil er Jude ist, oder ihn angreift weil er menschlich oder fachlich eine Katastrophe ist.
Wenn es wegen der Religion ist:
1. abmahnen
2. keine Besserung: raus!

Antwort
von WetWilly, 65

Na, ganz einfach: den Rechten vor die Tür setzen. Was sonst?

Kommentar von IHelpdesk818I ,

Der droht allerdings mit Klage, es gäbe keine Beweise dafür

Kommentar von WetWilly ,

Beweise lassen Sich doch sichern: Zeugenaussagen, Mailverkehr usw.

Kommentar von amdros ,

Wer hat es denn gehört!? Sicher doch einer von euch Mitarbeitern??

Kommentar von Herb3472 ,

Wenn's keine Beweise gibt, wird's schwierig.

Antwort
von josef050153, 14

Entlasse den Rechten. Der Jude wird euch als Unternehmen nutzen, der Rechtsextreme schaden. Spätestens wenn die Presse Wind davon bekommt, müsst ihr euch die Frage gefallen lassen, warum ihr so lange nichts unternommen habt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten