Frage von Branwelt, 81

Einen oder Ein...Welches ist Richtig?

Ich hab versucht den Unterschied zwischen "einen" und "ein" zu verstehen. Kann mir jemand das einfach erklären?

Ich schreibe ein Beitrag oder ich schreibe einen Beitrag?

Expertenantwort
von adabei, Community-Experte für Grammatik, Sprache, deutsch, 18

Es handelt sich hier um den Akkusativ eines männlichen Wortes:

Wen oder was schreibe ich? > Ich schreibe einen Beitrag.

Ich schreibe einen Beitrag. (m)/ eine Karte. (f) / ein Buch. (n)

Ich schreibe den Beitrag. / die Karte / das Buch.

Wie du siehst, ist im Akkusativ (=4.Fall) nur bei männlichen Wörtern ein Unterschied zum Nominativ (1.Fall) erkennbar, sowohl beim bestimmten als auch beim unbestimmten Artikel.

Wenn du Muttersprachler bist, müsstest du das eigentlich automatisch hören, wenn nicht, dann verstehe ich dein Problem.  

Ich stelle aber gerade hier auf GF fest, dass scheinbar auch viele junge Deutsche hierfür kein Gespür mehr haben.

Kommentar von Oubyi ,

OT:


Ich stelle aber gerade hier auf GF fest, dass scheinbar auch viele junge Deutsche hierfür kein Gespür mehr haben.

Das kannst Du laut sagen!
So oft wie ich hier lese: "Weiß jemand ein Satz mit ... " oder Ähnliches, hege ich schon fast die Befürchtung, dass der Duden in ein paar Jahren für den Akkusativ, Maskulinum von "ein" auch "ein" zulassen wird.
So wie z.B. schon der uns damals eingetrichterte Merksatz:
"Wer brauchen ohne zu gebraucht, braucht brauchen gar nicht zu gebrauchen"
sang und klanglos unter gegangen ist, bzw. zumindest "brauchen" ohne "zu" schon als "umgangssprachlich" zugelassen wird.

[Das wollte ich schon lange mal sagen. Hier ergab sich gerade die Möglichkeit (:o)]

Kommentar von Oubyi ,

P.S.:
"Zum Beweis":
Vor 8 Minuten in der Antwort zu einem anderen Beitrag:
"...Schreib mal dein rechenweg auf"
Die Quelle nenne ich jetzt mal nicht. Will niemanden "dissen".


Kommentar von adabei ,

Ich fürchte, du hast recht. Noch kämpfe ich dagegen. Über einen längeren Zeitraum geht die Entwicklung wahrscheinlich genau da hin.

Kommentar von adabei ,

Ich habe kürzlich meinen 11-jährigen Neffen gefragt, ob er denn sagen würde:

Ich hab ein Ball. oder Ich hab einen Ball.

Er spricht zu Hause Bairisch, war aber ganz eindeutig für "einen Ball". Das gibt mir doch noch Hoffnung ... :-))

Kommentar von Koschutnig ,

Was ich als Ösi eigenartig finde: Da wurde doch  einst der Akk.eines Maskulinums in der Darstellung des nördlich des Weißwurstäquators gesprochenen Jargons generell wiedergegeben mit  'nen  -  

Nehmen Sie 'nen Alten
So 'nen alten, wohlbestallten,
  - 

und da gab's keine Frage, dass dies dem bairischen an Åltn = einen Alten  entsprach

 Ist das denn völlig durcheinandergeraten?

Kommentar von adabei ,

Ich versteh' es auch nicht. Zum Schluss müssen wir Bayern und Österreicher noch die deutsche Sprache retten ... :-))

Expertenantwort
von Koschutnig, Community-Experte für deutsch, 13

Bei allen männlichen/maskulinen Wörtern (der-Wörter):


Wenn du den sagst, musst du einen sagen (Frage wen?)

 wenn du der sagst, gehört ein  (Frage wer?):

-------------

der Hund, der Beitrag, der Lift, der Freund, der Abstand,

ein Hund, ein Beitrag, ein Lift, ein Feund , ein Abstand

-----------

ich höre den Hund/einen Hund

ich schreibe  den Beitrag/einen Beitrag

ich warte auf den Lift/einen Lift

ich traf den Freund/einen Freund

ich halte den Abstand/einen Abstand



Antwort
von landregen, 30

Das hat mit der Grammatik zu tun und den grammatischen vier Fällen, auch Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ genannt:

1. Fall, Akkusativ: ein (Wer geht über die Straße? Ein Mann geht über die Straße. )

2. Fall, Genitiv: eines (Wessen Hose zerreißt so schnell? Die Hose eines Mannes zerreißt immer schnell bei der Arbeit)

3. Fall, Dativ: einem (Wem steht diese Mütze? Sie seht einem Mann, einer Frau nicht.)

4. Fall: Akkusativ: einen (Wen siehst du dort? Ich sehe einen Mann)


(Das gleiche gibt es dann auch noch weiblich und sächlich und jeweils auch in der Mehrzahl)


Kommentar von landregen ,

Eine Frau lacht.

Die Stimme einer Frau klingt sanft.

Diese Tasche gehört einer Frau.

Ich sehe eine Frau.

Ein Haus ist groß.

Die Tür eines Hauses ist blau.

Das Fenster gehört zu einem Haus.

Ich sehe ein Haus.

Das wäre der unbestimmte Artikel, ein, eine, ein.

Es gibt auch noch den bestimmten Artikel der, die oder das. Die Artikel ändern sich mit dem grammatikalischen Fall, dem Geschlecht und dem Numerus (Einzahl oder Mehrzahl).

Kommentar von adabei ,

Da ist dir ein Lapsus passiert. Statt "Nominativ" beim ersten Fall, hasst du "Akkusativ" geschrieben. Dass du das nicht gemeint hast, ist mir klar.

Kommentar von landregen ,

Da hast du allerdings Recht... Verschrieben!

Kommentar von adabei ,

Upps: "hast du Akkusativ ..." : keine Ahnung, wie die zwei "s" zustande kamen. Wahrscheinlich habe ich zu lange auf den Buchstaben gedrückt.

Antwort
von Hardware02, 8

Das was du hier brauchst, ist der Akkusativ. Sind dir die Fälle bekannt?

Nominativ - Wer oder was?
Der Mann, die Frau, das Kind.
Ein Mann, eine Frau, ein Kind. 

Der Nominativ ist die Grundform. Die Form des unbestimmten Artikels (ein bzw. eine) ist abhängig vom Geschlecht des Wortes.

Akkusativ - Wen oder was? (Beispiel: Wen sehe ich an?)
Den Mann, die Frau, das Kind.
Einen Mann, eine Frau, ein Kind. 

Dativ - Wem oder was? (Beispiel: Wem vertraue ich?)
Dem Mann, der Frau, dem Kind.
Einem Mann, einer Frau, einem Kind.

Genetiv - Wessen? (Beispiel: Wessen Buch ist das?)
Des Mannes, der Frau, des Kindes.
Eines Mannes, einer Frau, eines Kindes.

Ich habe mir gedacht, ich erkläre das mal ausführlich, weil da hier auf g.f. generell Unsicherheit zu bestehen scheint.

Antwort
von mysunrise, 37

einen Beitrag

Antwort
von HalloHalloHi, 31

Einen Beitrag.

Einen: Du fragst "Wen oder was?"

-> "Wen spreche ich an?" --> Einen Mann, aber: eine Frau (weiblich)

Ein: Du fragst "Wer oder was?"

-> "Wer steht da?" --> Ein Mann, aber: eine Frau

Antwort
von rockylady, 25

hm, z.B.

"Ich wünsche einen schönen Abend" 

"Das war ein schöner Abend."

Antwort
von Leonoff, 32

Ich hab ein Mädchen 

und einen Jungen . 

Ich glaub das verändert sich bei männlich oder weiblich.

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