Einen guten Freund verloren durch einen Unfall. Gibt es irgendwo oder habt ihr Tipps zu einer Grabrede? Das Leben ist kurz, seit gnädig und voller Hoffnung?

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9 Antworten

Mach Dir bitte Deine Rolle klar.

Du bist kein Pfarrer oder Grabredner, sondern Du bist ein guter Freund, der einen guten Freund verloren hat.

Dein Job sind m.E. nicht allgemeine Wahrheiten oder irgendwelche Literatur, sondern Dein Job ist es, ein guter Freund zu sein.

Wer war er für Dich?

Wer war er für die anderen (Freunde und Familie, Arbeitskollegen, Kunden?

Was zeichnete ihn aus, und was wirst Du am meisten vermissen?

Was hat er für Euch getan?

Und warum wirst Du ihn in Deinem ganzen Leben nicht vergessen?

Je schlechter der Redner, desto mehr Zitate wird er suchen, mit denen er die Trauer und das Entsetzen über den viel zu plötzlichen Tod platt reden kann. Wenn Dir ein Zitat davon zusagt und Dir in Deiner Trauer hilft, dann bau es mit ein. Aber möglichst sparsam.

Aber Du bist ein guter Freund. Du brauchst diese Zitate eigentlich nicht. Denn Du hast ganz viele Erinnerungen. Erinnere Dich stellvertretend an Deinen Freund. Die anderen Trauernden werden Dir dafür dankbar sein.

Vielleicht stell Dir vor, dass er Dich hören kann. Was möchtest Du ihm jetzt noch sagen? Was sollte er wissen? Sag es ihm...

Technisch: Lass Dir Zeit beim Sprechen und Vorlesen. Zwischen jedem Satz hast Du Zeit zum Ausatmen und Einatmen. Nimm Dir diese Zeit, dann wird es Dir besser gelingen, die Rede ohne Tränen zu halten.

Schreib Sie ruhig auf. Im schlimmsten Fall findet sich jemand anders, der die Rede zu Ende bringen kann. Aber mit einer guten Atemtechnik kannst Du es locker schaffen.

Nur Mut!

Und wenn dann doch die Tränen kommen: Alle spüren, wie echt Deine Gefühle sind. Ärgere Dich nicht über die Tränen, denn Du weinst sie für einen super guten Freund, der Euch viel zu früh verstorben ist. Jede einzelne Träne verbindet Dich mit ihm auch über den Tod hinaus...

Alles Gute wünsche ich Dir!

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Oje... Das ist eine wirklich schwere Aufgabe.... Dir wirklich Tipps geben ist schwierig. Vielleicht möchtest du etwas Besonderes aus dem Leben deines Freundes erzählen, eine besondere Tat, ein außergewöhnliches Erlebnis...?

Ich stand vor 2 Jahren vor einer Ähnlichen Aufgabe nach dem Tode meiner Oma. Ich wollte einfach auch etwas Aktives zu ihrer Beisetzung beitragen. Für mich war es einfach so, dass ich etwas brauchte, an das ich mich klammern konnte um nicht komplett zusammenzuklappen.

Ich habe dann diesen Text vorgelesen.

Denk dir ein Bild, weites Meer, ein Segelschiff setzt seine weißen Segel und gleitet hinaus in die offene See. Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird. Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es. Da sagt jemand: Nun ist es gegangen. Ein anderer sagt: Es kommt. Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes, als die Grenze unseres Sehens. Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere, ihn hinter der Grenze wiederzusehen.

Auch heute, lange danach begleitet mich dieser Text noch, wenn ich traurig bin... Vielleicht kannst du ihn ja verwenden...

Ich wünsch dir viel Kraft und alles Gute.

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Kommentar von Pepe123567
19.03.2016, 12:24

Voll schööööön 💟 ich dank dir

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Kommentar von Larimera
19.03.2016, 12:25

Bitteschön....

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Das ist wirklich schwierig, weil man eben auch auf die Gefühle der Anwesenden, Angehörigen Rücksicht nehmen sollte. Ich denke aber das es gut wäre, wenn du deinen Freund so dankst wie wichtig er für dein Leben war als Freund und Mensch und was seine Anwesenheit, sein Charakter für eine Bereicherung deines Lebens war in der kurzen Zeit die man zusammen gehen durfte.

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Kommentar von Pepe123567
19.03.2016, 12:21

Danke du hast recht, es wird einer meiner größten Herausforderungen

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Das tut mir wirklich furchtbar leid für dich. Mit Grabreden kenne ich mich (zum Glück!) nicht aus, aber ich denke, du solltest aus deinem Herzen sprechen, dann wird das schon

Die, die geliebt werden, können nicht sterben, denn Liebe bedeutet Unsterblichkeit

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Kommentar von Pepe123567
19.03.2016, 12:22

Ein Satz von Dir hat gelangt um mich mit Tränen zu bedecken. Ist schön voll lieb Honey

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Fange am besten damit an das du lange nicht die richtigen worte gefunden hast und fahre fort was du tolles mit ihm erlebt hast und mache einfach eine bemerkung (wenn sie passt) wie er hätte bestimmt nicht gewollt das man zu traurig darüber ist und versichere das es ihm dort wo er nun ist bestimmt besser geht und er alle familienangehörigen und freunde beschützen würde aber im großen und ganzem musst du auf dein herz hören denn dann ist die rede am besten

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Kommentar von Pepe123567
19.03.2016, 12:20

Danke vielmals

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Kommentar von nachdenklich30
21.03.2016, 00:16

Den Anfang würde ich weg lassen. Ist doch Quatsch, sorry. Um wen geht es denn? Um den Redner, und ober er die richtigen Worte findet? Nein! Es geht um den Freund! Und eil er ein guter Freund war, wird Pepe auch die richtigen Worte finden und muss sich da nicht selbst kommentieren.

Und sorry: Der Freund ist tot, da ist man selbstverständlich traurig. Alles andere wäre Quatsch. Ein Freund ist tot, und man soll nicht traurig sein? Dann - das behaupte ich - wäre er kein Freund gewesen.

Aber man darf sich an ihn erinnern, wie er war. Und man hat vieles Schöne gemeinsam erlebt. Über eine nette Anekdote darf man auch lachen: Doch, so war er. Man darf entsetzt sein über sein unerwartetes Ende (und darf erzählen, was man sich gedacht hat, als man von seinem Tod hörte). Man darf traurig sein, dass er nicht mehr da ist (und darf erzählenm, warum er einem fehlt). Man darf erleichtert sein, dass er nicht lange leiden musste (wenn es denn stimmt). Und man darf mit seinen Worten Bilder der Hoffnung malen.  

Aber, ich wiederhole mich: Am Wichtigsten ist es für die Ansprache, einfach Freund zu sein.

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Ich persönlich würde es mit Humor versuchen. Wenn die verstorbene Person ein lustiger Zeitgenosse/in war, passt das auch sehr gut.

Ich werde nie das Begräbnis meines Urgroßvaters vergessen, bei welchem die gesamte Trauergemeinde den Sarg Tränen lachend ins Grab gelassen hatten, weil der Priester nicht aufgehört hat lustige Anektdoten aus dem Leben des Verstorbenen zu erzählen.

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Hey, das ists doch. Genial, sag doch genau das. Dass er solch ein Freund war, immer für jeden da und dass sich jeder davon ne Scheibe abschneiden sollte.

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Das was du da hast ist doch schon toll, das würde ich so lassen, vielleicht noch ein bisschen in der Art weiter, ein paar Sätze und schon hast du eine Super Grabrede für deinen Freund!

Mein Beileid 😔

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Kommentar von Pepe123567
19.03.2016, 12:43

Danke dir

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teile den anwesenden doch mit welche rolle der tote in deinem leben gespielt hat.

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Kommentar von Pepe123567
19.03.2016, 12:19

Danke du meinst so in eigen Worten oder wie ein Rückblick mit Emotionen

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