Frage von DeanQuinn, 26

Einen anderen Motor in einen Shevy Impala 67 reinbauen?

Ist das möglich? Wenn ja, mit welchem Motor? Ich würde einen einbauen mit wesentlich weniger Spritverbrauch, aber wie teuer wäre das? Und was müsste ich alles umbauen? Vielen dank für Antworten LG Dean

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von webworkx, 10

Hallo,

es ist kein Problem für einen etwas geübten Mechaniker. - Es gibt Cadlilacs,  die original einen 8,2 Liter (500er) Motor haben und die mit einem alten Mercedes Diesel laufen. Umgekehrt haben die Amis in einen MX-5 auch den Ford 5.0L HO verbaut!

Etwas sanfter wäre es natürlich den originalen Motor etwas zu optimieren um Sprit zu sparen.

Dafür bräuchte ich ein paar Antworten. Z.B. was ist für ein Motor drin, der 6-Zylinder, der 283er (4.6L) oder 327er (5.4L) V8 Small Block oder der fettere 409er oder gar der 427 Big Block.

Auch ein paar Bilder vom Motor und Abgasanlage wären aufschlussreich.

Ich gehe davon aus, dass die Hinterachs-Untersetzung original ist. - Was aber nicht sein muss!

Ist der Motor bereits "verbastelt"/"verschlimmbessert" oder original (Bilder?)

Automatik (Powerglide) Getriebe oder Schaltgetribe (3-Gang/4Gang)?

Was braucht der Impala aktuell?

Was für ein Vergaser ist drauf?

Wie gut/schlecht ist dir Kompression?

Laufleistung?

Falls überholt, was wurde konkret gemacht? Oft werden dabei nur Lager, Kolbenringe, Ölpumpe, Wassserpumpe und Dichtungen gewechselt und dann heißt es schon "komplett überholt" - was natürlich Schwachsinn ist!

Ist das Getriebe O.K.? Wandler bzw. Kupplung?

Bei US-Automatikgetrieben den Ölfüllstand nur im Leerlauf und Betriebstemperatur in "P"-Stellung prüfen! - Alles andere ist falsch!!!!! - Das Getriebe wir von Amateuren oft überfüllt!!!!! Die meisten deutschen, auch gelernte Kfz-Mechaniker, haben keine Ahnung davon und lesen noch nicht einmal englischsprachige Anleitungen/Handbücher und haben oft auch kein Zollwerkzeug! - So hat ein TÜV-Prüfer allen ernstes gedacht, dass meine Sicherheitsgurt kaputt wären weil sie beim ruckartigen Ziehen nicht einrasten... - dem musst ich erst einmal erklären, wie sich das tatsächlich verhält!

Oft reicht es aus den originalen Motor einfach etwas zu optimieren (Kanäle/Nock/Ventile), schauen, dass sonst alles O.K. ist  (Luftfilert/Verteiler/Zündspule/Zündkabel/Zündkerzen/Wasserpumpe/Thermostat/Kühler/etc.) und sauber einzustellen.

Alles nur keinen dicken Vergaser, lange dicke Fächerkrümmer mit fetter Auspuffanlage!

Am coolsten wäre der  327er Motor, das ist der große Diplo-Motor, der auch schon in der Corvette verbaut wurde. Der hat die 4" Bohrung und wen ich es noch richtig weiß 3.25" Hub. - Da gäbe es dann schon Möglichkeiten. Ein 500er Edelbrock drauf oder ein 390er Holley - der dann sauber eingestellt und gut ist!

Den Impala wirst Du aber kaum auf unter 14 Liter bekommen. Ich habe einen 79er Caprice Coupé mit 350er Motor im Originalen Zustand und 350er Getriebe gefahren. Die Kiste hat auf der Autobahn 13,5 Liter gebraucht und im Alltagsmix ca. 15 L auf 100 km gebraucht.

Andererseits hat mein 77er Thunderbird mit 400er Maschine egal wie ich gefahren bin 18 Liter genommen und mein 79er Camaro mit einem echten 400er Pontiac, der sehr schlecht modifiziert war, 24 Liter. Vor kurzem habe ich einen Pontiac-Fahrer mit dem selben Motor getroffen, der sage und schreibe 30 Liter verbraucht.  Das hat mich dann doch sehr gewundert. - Spricht der Chrom blitzende Motor wurde einfach schlecht aufgebaut und mies getunt. Wenn ein Motor gut getunt wird, dann braucht er bei einer mäßigen Leistungssteigerung sogar weniger Sprit. So geschehen als ich den Mustang meiner Frau sanft getunt habe. Der 79er 5.0 Mustang lief wie Sau und hat gut 2 Liter weniger genommen - sprich ist im Alltag mit knapp 12 Liter auf die 100 km ausgekommen!

Schließlich habe ich bei einem Olds Custom Cruiser den originalen 307er Motor mit elektronisch geregeltem Rochester-Vergaser in Kombination mit dem H350er-Getriebe gegen einen 305er Chevy mit TBI-Einspritzung und TH700-R4 Getriebe aus einem Firebird ausgetauscht. - Natürlich wie es sich gehört, mit gekürzter Kardan, professionellem Kabelbaum (aus dem Originalen und dem Firebird Kabelbaum einen neuen gemacht) - so dass auch alles funktioniert, inklusive Diagnose-Stecker!

Die Kiste lief besser und der Verbrauch war deutlich niedriger. Konkrete Zahlen habe ich aber keine mehr im Kopf.

Das soll nur verdeutlichen was geht, wo die realistischen Verbrauchszahlen liegen können!

Und zum Wertverlust... - da stellt sich schon die Frage der "Matching Numbers" ...  - außerdem kann man das was man ausbaut eben wegen des Wehrverlustes aufbewahren und wenn man die Kiste verkaufen will auch wieder einbauen.

Viele Grüße

Gabriel

Kommentar von webworkx ,

Nachtrag... - ich hatte das nicht ganz korrekt im Kopf, es gab beim 67er eine größere Motorenauswahl... - ich habe gerade nachgeschaut ;-)

Antwort
von Nemo75, 13

Das das Auto kein richtiger Oldtimer mehr ist?
Willst dieses Fahrzeug als Fortbewegungsmittel benutzen?

Mit einem Oldtimer fährt man nicht täglich!
Vielleicht 1000-2000km im Jahr.
Da interessiert der Verbrauch nicht.

Das weiß man vor der Anschaffung.

Kommentar von DeanQuinn ,

Ja hatte ich vor. Wäre es nicht trotzdem möglich? Danke für deine Antwort übrigens :)

Kommentar von Nemo75 ,

Möglicherweise mit paar Umbauaktionen schon.
Nur wann diese sich aromatisieren plus den Wertverlust des Fahrzeugs kannst sicher 10 Jahre so wie er ist weiterfahren

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