Frage von Peacetime4life, 110

Einen Amstaff halten?wie viel Erfahrung ist nötig?

Hey liebe com
Meine Eltern hatten eigentlich immer Hunde gehalten und da wir jetzt keinen haben,wollen wir uns wieder einen anschaffen.
Aber ist der Amstaff zu anspruchsvoll?
Meine Eltern halten gar nichts von solchen "Listen"Hunde und meinen,dass diese Liste unnötig sind und ein Hund bei konsequenter,liebevoller Erziehung auch nicht aggressiv oder so wird.
Eigentlich sind ja auch Angriffe von Hunden auf Menschen meistens auch schuld der herrschen,da sie die Hunde schlecht erzogen haben.Wie dem es auch sei,wollte ich euch mal fragen wie viel Erfahrung man zur Erziehung eines amstaffs brauch.
Ist die Erziehung sehr anspruchsvoll?
Genügend Auslauf Möglichkeiten(Ca. 4 mal am Tag gassi gehen z.B. In einem nahe gelegenen Wald) und Zeit ist schonmal gegeben.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dsupper, Community-Experte für Hund, 79

Hallo,

stellt sich erst einmal die Frage, in welchem Bundesland ihr lebt und welche strengen Auflagen zur Haltung eines solchen Hundes es dort gibt und ob ihr sie überhaupt erfüllen könnt.

Du schreibst auch nicht, wie alt du bist, aber um mit einem solchen Hund gehen zu dürfen, muss man volljährig sein (zumindest in vielen Bundesländern).

Die Erziehung muss bei jedem Hund greifen - das ist natürlich von Rasse zu Rasse, aber auch von Individuum zu Individuum ganz unterschiedlich. Und ja - eine liebevolle, geduldige und konsequente Erziehung ist immer anspruchsvoll und kostet eine Menge Zeit und Mühe und Leckerchen.

Und es reicht bei weitem nicht aus, 4 mal am Tag Gassi zu gehen - das ist für Hunde eher total langweilig. Auch solche Spaziergänge müssen abwechslungsreich gestaltet werden - damit der Hund nicht nur seine Beine benutzt, sondern auch seinen Kopf!

In die Kostenkalkulation sollte man IMMER den monatelangen Besuch einer guten, gewaltfreien Hundeschule einbeziehen - manchmal geht es ohne, oft aber nicht.

Gutes Gelingen

Daniela

Antwort
von Weisefrau, 60

Hallo. es gibt sooo viele Hunderassen. Sucht eine Rasse deren Bedürfnisse ihr gerecht werden könnt und der zu Euch passt. Die Gesetze für Listenhunde sind jetzt schon streng und wer weiss was noch kommt. Ich möchte einem Hund ein Leben nur an der Leine nicht zumuten.

Der Amstaff ist eine sehr starker Hund, er muss gut erzogen werden. Da reicht es nicht zu sagen wir gehen in die Hundeschule. Da muss weiter gearbeitet werden. Diese Hunde sind voller Energie und daher sollte dem Hund auch etwas geboten werden.

Jeder Hund sollte pro Tag ca 3-4 Stunden lang Gassi gehen! Außerdem sollte beachtet werden das Menschen die Listenhunde führen, sich oft von ihren Mitmenschen oft dumme Sprüche anhören müssen. Teilweise dürfen diese Rassen zB nicht mit ins Hotel obwohl andere Hunde erlaubt sind.

Auf jeden Fall sollten die Halter dieser Hunde Ausgeglichene, ruhige, besonnene Menschen sein. 

Nervöse, Aggressive Menschen halten besser eine andere Rasse oder gar keine.

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 42

Hi,

wie anspruchsvoll das wird, entscheidet ja leider deine Kommune und Bundesland mit ;) Um einen Wesenstest zu bestehen ist Hundeschule in meinen Augen Pflicht, würde da stets die Begleithundeprürfung anstreben. Wenn du unter 18 bist, so kann es in vielen Bundesländern und Kommunen der Fall sein das du gar nicht Gassi gehen darft. Zumal jeder Gassigeher dann eine Sachkundeprüfung in der Regel braucht, das macht es zb schwerer eine Urlaubsbetreuung zu finden für den Hund.

Vom Wesen her sind es normale Terrier, die vor ihrer dunklen Rassegeschicte schlicht zum jagen von kleinen Beutetieren gezüchtet wurde. Finde das man da die gleichen Fertigkeiten und Sachkenntnisse haben sollte wie jemand der ein Jagdterrier zb hält.
Und grade für Terrier ist eine Hauptaufgabe für ihr Leben wichtig, muss ja nicht zwingend die Jagd sein, aber trailen, Agility, Oibdience usw sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten um ihn auszulasten.

Und gefährlicher finde ich den Hund nicht, ich sehe das Problem eher darin das ein Hund immer von seinen Halter abhängig ist und die Rasse leider total Opfer ihrer Rassegeschichte wurde.

Ich sehe die Liste eher als Schutz vor den Missbrauch des Menschen, weil Menschen die schlimmsten Raubtiere sind und darüber hinaus manchmal zu egozentrisch um Lernen zu können (es gibt immer Menschen die meinen alles besser zu wissen und denen hat man die Liste nun zu verdanken!).

Das das mit den Lernen nicht klappt sieht man ja daran das es nun seit über 10 Jahre die Liste gibt und es nix aber auch gar nichts gebracht hat, einfach weil die Rasse durch das Verbot noch interessanter wurde, als vorher noch. Manch arme Menschen, müßen sich damit Selbstwertgefühl, Stärke ( a la ich kann den Kampfhund bändigen) und eine gewiße Verruchtheit (ich hab was verbotenes) mit den Hund kaufen, weil sie es selber nicht haben. Finde daher das das Gesetz echt straffer und tierschutzgerechter gestaltet werden sollte, um eben mal klar herauszustellen das das Tier vor dem Missbrauch des Menschen geschützt werden muss und nicht umgekehrt.

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 35

zur haltung dieser rassen sollte man sich ausfuehrlich ueber die in eurem bundesland geltenden regeln informieren.

ich lebte lange zeit in England und habe in einem tierheim geholfen solche listenhunde weiter zu sozialiseren und an geeignete menschen zu vermitteln.

bie pitbulls war ich erfolgreich, auch bei rottweiler und doberman... bei einem amstaff war es ehrlich gesagt am schwireigsten..

das lag nicht am hund!

sondern an seine vorherigen besitzer und denjenigen, die nach einem solchen hund fragten und leider ungeeignet waren...

wenn man sich einen listenhund holt muss man leider mit einigen vorurteilen rechnen, mit denen muss man umgehen koennen!

hundeerfahrung sollte man auf jeden fall haben und kenntnisse ueber liebevolle aber konsequente hundeerziehung... 

in vielen faellen, muss man begruenden, warum man einen listenhund haben will..naives mitleid hilft da nicht...

Antwort
von DerPolak, 25

Ich habe einen Cousin (nicht in Deutschland) der hat sich einen Amstaff als 1.Hund geholt, (war glaub ich ein Notfall) und er hatte nie Probleme. Er liebt seinen Hund wirklich und macht sehr viel mit ihm. Er ist sehr gut erzogen. Er ist zum Schutz erzogen. Er bellt extrem stark bei verdacht und er zerfetzt ganze Baumstämme. Allerdings nur auf Kommando. Der Hund spielt selbst mit Kindern sehr gerne und weiss was gut und was schlecht ist. 

Das heisst wenn du sehr viel Zeit mit dem Hund verbringst wird er alles tun was du ihn sagst. (Natürlich gibt es auch ausnahmen, aber meiner Meinung nach gibt es diese Klischee Kampfhunde nicht.)

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