Frage von xXandyXx1990, 53

Ist eine Wohnung mit 18 ein Sonderfall?

Hallo, Ich frag jetzt hier mal für eine Freundin die dringend Hilfe braucht, Sie ist 18 Jahre alt und wohnt bei ihrer Mutter und stiefvater in einem kleinen dorf, sie ist gerade dabei ihre 10te klasse nach zu holen um bessere Möglichkeiten für eine Ausbildung zu haben, die Schule geht noch bis Juli 2016, sie fährt täglich mit dem Bus 1,5 Stunden hin und wieder zurück, was ja auch nicht so schlimm ist, das Problem ist jetzt das die einzige verbindungsstecke ab Februar 2016 für den Rest des Jahres komplett gesperrt wir und nur noch ein Bus ersatzverker fäht womit sie es nicht mehr rechzeitig zur Schule schafft und aberns nicht mehr nachhause kommt, die Schule akzeptiert max. 30 fehlstunden, wenn sie diese Überschreitet ist sie da raus. Das ist nicht das einzigste Problem, 2010 wurde sie vergewaltigt, die Täter sind zwei aus ihrem Dorf, es gab ne verhandlung und auch ne Verurteilung, die Strafe ist nun um und einer der Täter ist wieder da also wohnt ganz dicht in ihrer nähe, sie hat unheimliche Angst. Meine Überlegung war es ob es nicht möglich ist das sie zum Jobcenter geht und fragt ob sie nicht eine weigene Wohnung in einer anderen Stadt zugesprochen werden kann, Zb in der Stadt wo ihre Schule ist damit wäre auch das Problem mit dem Schulweg geklärt. Was meint ihr? Gäbe es da ne möglichkeit?

Antwort
von Anka47, 53

Sie soll sich bitte ganz schnell an das Schulamt wenden. Wenn die einzigste Anfahrtmoglichkeit gekappt wird, muss der Schulträger auch dafür sorge tragen, wie sie dann zur Schule kommt.  Habt ihr vielleicht eine Caritas oder diakonie, an die sie sich noch wenden kann? Die können auch Hilfe vermitteln, in Sachen Wohnung und auch wegen der Sache mit der Vergewaltigung. Schön, dass du ihr helfen möchtest

Kommentar von xXandyXx1990 ,

Leider ist nichts der gleichen in der Nähe, das ist wirklich Dorf, sie hat mit einem soziallehrer gesprochen, der sagte ihr das einzige was sie versuchen kann wäre das Jobcenter aber er weiss nicht ob das klappen kann

Antwort
von himako333, 17

ein Jobcenter ist keine Zimmervermittlungsagentur, aber ...

Ihre Eltern können ihr doch ein WG-Zimmer/was  zur Untermiete  am Schulort finanzieren , für die 188€ KG wird sicher was zu finden sein und dann noch etwas Essensgeld das reicht doch .. und wenn sie weitere Wünsche hat, darf sie ja auch jeden job annehmen da sie nicht unter dem  Arbeitsjugendschutz fällt 

Kommentar von xXandyXx1990 ,

Ja, eigentlich ist das richt aber ihre Eltern stimmen dem nicht zu, ihre Eltern brauchen sie als dienstmädchen die sich um den Haushalt kümmert, sie würden einen Auszug nicht so ohne weiteres zustimmen erst recht nicht finanzieren, wenn sie auszieht braucht sie sich nicht mehr da melden, das wäre ihr auch egal, Hauptsache weg da

Kommentar von himako333 ,

Wenn sie ausziehst kann sie das KG direkt von der Fam.kasse beziehen, dann ist schon mal die Miete gesichert :)

 und in einer Küche könnte sie doch etwas dazu verdienen, oder als Hotelreinigungskraft  m.l.G. ;)h

Antwort
von ThomasAral, 4

Ja ist leider so. Mit 18 stellen sich die Behörden auf den Standpunkt, das man normal bei den Eltern wohnt bzw. von ihnen mitfinanziert wird, wenn man noch keine eigene Arbeit hat. Geht sie zur Schule und ist die Schule zu weit weg wird zwar Bafög bezahlt, aber das Einkommen der Eltern angerechnet. Der Standpunkt ist: wenn die Eltern genug haben müssen sie die Ausbildung im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit finanzieren. Wenn die Eltern das nicht tun, könnte sie die zwar verklagen --- das wird aber wohl wie das "Hamburger Schießen" ausgehen. Nicht zu empfehlen. Allerdings denke ich kriegen die Eltern Kindergeld --- das könnte auf Antrag denen entzogen werden und direkt aufs Konto der Schülerin wenn sie auszieht.  Wird aber doppelt böses Blut in der Famile geben.

Also wenn man mit dem Kopf durch die Wand geht, geht alles. Sie hat sichs dann aber mit den Eltern verscherzt.  Andere Lösung suchen.

Wenn überhaupt, dann braucht sie andere Bezugspersonen die dann an stelle ihrer Eltern sie "beschützen".  Freund und dessen Familie zum Beispiel.

Antwort
von Blindi56, 50

Auch, wenn sie 18 und volljährig ist: in diesem Fall sollte sie zum jugendamt gehen, da wird ihr sicher geholfen.

Einfacher wäre, sie hätte Verwandte oder Bekannte in der Nähe der Schule, wo sie so lange wohnen könnte.

Kommentar von xXandyXx1990 ,

Danke, beim Jugendamt war sie, die können nichts machen und verwandte hat sie leider auch nicht, ihre Eltern helfen ihr auch nicht

Kommentar von Blindi56 ,

Oh, das ist schade. Dann könnte sie zum Jobcenter am ort der schule gehen, sie bekäme evtl. Sozialhilfe, bzw. Beihilfen; da die Schule ja "Ausbildung" ist, vielleicht auch SchülerbaföG?

Antwort
von EstherNele, 26

Hier könnte auch noch eine Zuständigkeit des JA zutreffen, da sie als junge Erwachsene UND Schülerin gilt.
mit der Unterstützung des JA könnte es vielleicht leichter sein, das JC zu unterstützen, dass sie eine kleine Wohnung bekommt, die sic dann über Schüler-Bafög, Kindergeld und eine "Übernahme der ungedeckten Kosten für Unterkunft und Heizung" (vom Jobcenter) finanzieren könnte.

Antwort
von ThomasAral, 1

Andere Möglichkeit:

andere Fahrmöglichkeit suchen. Evtl. Fahrtmöglichkeit zu einem nahen anderen Ort suchen von da aus umsteigen. Vielleicht kann ja auch mit Fahrrad zu diesen anderen Ort gefahren werden.  Das Problem mit den Vergewaltiger ist natürlich damit nicht gelöst.  Dazu besser eine Fahrmöglichkeit bei jemanden aus dem Dorf suchen die dann immer zum Ort mit den besseren Busverbindungen fährt.

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