Frage von matFroehlich, 129

Eine Variante der Dissoziativen Indentitätsstörung?

Hallo,

zu allererst will ich euch bitten, darauf vorbeireitet zu sein, dass das ganzehier vielleicht ein wenig verwirrend sein wird, da ich nicht einmal meine eigene Frage selber ganz verstehen kann, dennoch bitte ich euch, mir am Ende, nachdem ihr alles gelesen habt, eine Antwort dalasst, egal ob ein Tipp oder eine wirkliche Antwort...

Aber jetzt zu dem Thema, zu anfang beschreibe ich meine Situation:

Ich habe schon länger das Gefühl, dass ich in verschiedenen Situationen komplett unterschiedlich sein kann. Das an sich ist noch nichts besonderes, aber oft ändere ich alles an mir, sodass man mich kaum wieder erkennen kann, beispielsweise unterscheidet sich meine gesammte Art und Weise zwischen der Schule und einem Theater kurs, welchen ich besuche, komplett und zeigen so gut wie keine Gleichheiten auf. Außerdem habe ich mir schon immer viel eingeredet, ich kann zum beispiel mich selber Krank machen, wenn ich mich genug anstrenge, also wirklich mit den richtigen Symptomen usw, nicht nur gespielt. Auf jeden fall habe ich mir oft Probleme eingeredet, welche ich nie hatte. Letztens hatte ich einen Streit mit meiner Mutter (Ich bin 16) und dieser hat sich ziemlich zugespitzt. Gegen ende klammerte ich mit der einen Hand meinen Stuhl fest, biss mir auf die Zunge, sodass ich nichts sagen konnte und ein paar tränen liefen mir die Wange runter. Der Streit war ziemlich sicher der Auslöser für die Situation danach: Ich bin ins Bett gegangen und als ich so da lag, habe ich plötzlich angefangen, zu lachen. Mir schossen gedanken durch den Kopf wie ich meine Eltern umbringen könnte und dabei lachte ich... Ich wollte es nicht, aber ich habe es immer weiter gemacht, ich habe dann auch gleichzeitig angefangen zu weinen, aber ich konnte nicht aufhören, es war wie zwei Gedanken auf einmal zu denken...

Naja das war weitegehend die Sitation, stark vereinfacht, ich hoffe, man bemerkt hier den wichtigen Teil am Ende. Ich hatte schon davor einige male das Gefühl, zwei vollkommen gegensätzliche Gedanken gleichzeitig zu denken und auch zu vollziehen, und habe mich deshalb bezüglich der Multiplen Persönlichkeiten informiert, nur dummerweise ist ein Kriterium für eine Dissoziative Persöhnlichkeitsstörung: "zwei oder mehr unterschiedliche Persönlichkeitszustände...nie gemeinsam sichtbar...Mindestens zwei dieser Persönlichkeitsanteile übernehmen phasenweise die vollständige Kontrolle über das Gesamtindividuum." Dies trifft auf mich ja nicht zu. Nun ist meine Frage, ob das was bei mir ist, eine variation der dissoziativen Identitätsstörung ist oder etwas komplett anderes...

Ich muss mich bedanken, dass ihr es überhaupt bis hier her gelesen habt und danke auch im Vorraus für eure Antworten...

MfG Mat

P.S.: Bitte nicht mit Tipps bezüglich Psychatern kommen, das hilft nichts, weil irgendetwas mich davon abhällt, mich solchen Leuten ganz anzuvertrauen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Shining7, 75

Hallo!

Zuersteinmal finde ich es sehr bewundernswert dass du um Hilfe fragst, das traut sich nicht jeder. Du hast dein Problem auch gut beschrieben. Eine wirkliche Diagnose stellen kann nur ein Arzt. Ich kenne mich ein bisschen mit dissoziativen Störungen aus. Dieser Lach und Weinanfall zugleich ist durchaus auch ein Symptom aber das gibt es wahrscheinlich auch bei anderen "Krankheiten". Es kann aber auch nur ein Zeichen von Überlastung sein. Es muss also nicht zwingend eine Krankheit zugrunde liegen. Bei dissotiaven Störungen ist es aber normalerweise wie du eh auch schon gelesen hast, so, dass man die Kontrolle über sich selbst verliert und diese andere Persönlichkeit nicht wirklich steuern kann. In solchen Fällen können nur Ärzte helfen.

Dennoch sind die Gedanken die du hast doch besorgniserregend. Es gibt auch sogenannte Zwangsgedanken die immer wieder kommen und von alleine schwer weggehen die man oft auch nicht haben möchte oder nicht versteht woher sie kommen.

Ich verstehe dass es dir unangenehm ist zu einem Psychiater zu gehen, für viele ist das noch ein Tabu und viele andere die psychologische Hilfe in Anspruch nehmen reden nicht darüber. Ich glaube aber dass dies ein guter und auch wichtiger und notwendiger Schritt für dich ist. Versuch dir zu denken dass du einfach zu einem Arzt gehst. Was ja bei Psychiatrischen Ärzten auch der Fall ist. Wenn du eine Grippe hast gehst du ja auch zum Hausarzt. Wenn du dir den Fuss brichst gehst du auch zum Arzt. Und wenn du beunruhigende Veränderungen an dir bemerkst, warum solltest du dann nicht zum Arzt gehen? Es ist eigentlich etwas vollkommen normales.

Ärzte sind in der Regel auch anders als Psychologen oder Therapeuten. Sie können eine fachliche Diagnose stellen und sind meistens sehr sachlich und fachkundig.

Ich wünsche dir alles Gute.

Lg

Kommentar von matFroehlich ,

Das zum Psychater gehen ist nicht das Problem. Nicht mit dem Psychater zu spielen ist das eigentliche Problem. Ein Psychater kann dich nicht dazu zwingen, ihm das wahre zu erzählen. Und wenn du es richtig verpackst, glaubt dir dein Psychater auch, dass du eigentlich Shakespear bist, der in einem anderen Körper wiedergeboren wurde (stark überspitztes Beispiel). Und genau das bewirkt dieses "etwas" in mir, dass ich dem Psychater etwas vorspiele, und mit ihm spiele... deswegen ist dein Vergleich in meinem Fall leider recht nutzlos...

Und bezüglich der Symptome... von was überlastung? Zur zeit besuche ich die 11. Klasse der Sozi-FOS, kümmere mich aber kaum um die Schule. Zur zeit habe ich praktikum in einer Grundschule (1. Klasse + Mittagsbetreuung) wo ich halbwegs normal bin (was ich mitbekomme). Zu Hause bin ich entweder am zocken oder am Anime schauen... oder YT-Videos schauen zwischenrein... also was sollte mich überlasten?

Kommentar von bbjosefine ,

Vielleicht überschätzt du dich da auch im Moment selber ein wenig, - aber wenn du  ein scih wirklcihes anvertrauen meinst, ist das tatsächlich nur möglich wenn du selber da auch ernst genommen werden willst. Mit dem was dich bedrückt logischer Weise.

EIn Versuch schadet nicht, Versuch macht klug- und gibt die unterschiedlichsten Ärtze und Therapieangebote- auch ohne " Diagnose"

Antwort
von Wellmom, 55

Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob du eine schwere Persönlichkeitsstörung hast, aber das, was du da beschrieben hast, klingt so gar nicht danach. Die Gedanken sind frei, und wenn es hilft, mit einer Wut u.ä. fertig zu werden, sind Gewaltphantasien - solange du nicht planst, sie real durchzuführen - ganz normal. Sowas haben vermutlich die meisten Menschen mal, nur reden die wenigsten darüber, und auch das ist gut so.

Dass du dir Symptome einreden kannst, ist komplett normal. Das Autogene Training funktioniert genau deswegen, weil Menschen sich körperliche Wahrnehmungen einreden können. Das kannst du also FÜR dich ausnutzen.

Auch dass gegensätzliche Gefühle gleichzeitig auftreten ist kein Krankheitsmerkmal, jedenfalls nicht, wenn du den Konflikt bewusst spürst und damit niemandem wirklich schadest, auch dir nicht. Über sich selbst verwirrt zu sein ist nicht schlimm.

Und auch, dass man in unterschiedlichen Lebenssituationen oder im Umgang mit unterschiedlichen Menschen selbst als total unterschiedliche Persönlichkeit auftritt, ist absolut gesund.

Und meine eigenen Begegnungen mit psychologischen Fachleuten bestätigt deine gefühlsmäßige Abneigung, dort Hilfe zu suchen. Die sind nämlich auch nur Menschen, mit ganz eigenen Ansichten und auch eigenen Problemen, und auch die projizieren oft ihr eigenes Anliegen auf ihre Patienten - und egal, ob sie zur Anpassung oder zu mehr Selbstbewusstsein anregen: im Alltag sind sie nicht da, um dir bei der Verwirklichung zu helfen.

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg, dich mit dir selbst besser anzufreunden :-)

Kommentar von matFroehlich ,

"solange du nicht planst, sie real durchzuführen" das hört sich bei dir so.. unschuldig an... während dem Gespräch mit meiner Mutter war ich zwischendrin kurz davor, das Messer in die Hand zu nehmen, es lag ca. 1,5m von mir entfernt am Boden... der Baseballschläger ungefär 2m... "haben vermutlich die meisten Menschen mal" naja, ich sitze in der Schule und überlege, wie ich meine Klassenkameraden am besten aufschlitzen könnte, ich sitze in der Ubahn, habe das Gefühl, dass alle mich anstarren und über mich reden und bin kurz davor den meißten an die Gurgel zu gehen... Ab und zu hat bestimmt jeder Mensch mal solche Gedanken... Ich habe die ganze Zeit solche VORSTELLUNGEN. Ich habe Angst davor... Baer gleichzeitig hab ich wirklich Lust, es einmal auszu probieren... es gibt 7 Milliarden Mensch auf der welt, da werden 5/6 weniger nich schaden... wenn du mir damit sagen willst, dass solche gedanken wahr sind, danke ^^ wenn nicht, naja, bist du wahrscheinlich normal.

"Und auch, dass man in unterschiedlichen Lebenssituationen oder im Umgang
mit unterschiedlichen Menschen selbst als total unterschiedliche
Persönlichkeit auftritt, ist absolut gesund."
Ich trete nicht einfach nur anders auf, ich bin ein anderer Mensch. Ich treffe entscheidungen anders, ich rede anders, sehe mich anders um... ich mag sogar verschiedene Geschmäcker... ich bezweifle dass das völlig gesund ist... Naja, trotzdem danke für die ausführliche Antwort

Kommentar von bbjosefine ,

du solltst dir tatsächlich zu aller erst Mal an die eigene Nase packen, das ist meine Meinung. Du hast nach einer Meinung gefragt.

Ansonsten geht mir das eben auch zu weit- wenn du es genua hören möchtest, ja, deine Gewaltphantasien gehen zu weit und sind besser von einem Facharzt zu beurteilen als von Net - Lesern-

Grüße

Kommentar von Robbentiger ,

bbjosefine, ich stimme Dir voll zu

Kommentar von Shining7 ,

Ich auch!

Antwort
von Robbentiger, 41

Also ich selbst leide an einer Dissoziativen Identitätsstörung und davon bist Du weit weg. Trotzdem denke ich zum Einen dass Du ein psychisches Problem hast weil Deine Gewaltbereitschaft weit über das Maß hinaus geht, zum Anderen denke ich hast Du einfach nur Langeweile. Was bist Du breit aus Deinem Leben zu machen? Für Schule nicht viel , zu Hause zocken oder Videos schauen. das kann doch nicht alles sein.
Wenn Du meinst , dass mit Dir etwas nicht in Ordnung ist würde ich zum Arzt gehen, machst Du das nicht, ist meiner Meinung nach Dein Leidensdruck nicht groß genug. Allerdings kann auch ein Arzt nur dem helfen, der sich helfen lassen möchte. Mach etwas Positives aus Deinem Leben und übernimm für Dich und die mit Dir zu tun haben, Verantwortung.

Ich wünsche Dir alles Gute und den Mut etwas zu verändern

Antwort
von Divaaa3, 52

Hallo Mat

Ist für einen Laien schwierig zu beurteilen. Wollte dir eigentlich als erstes vorschlagen, einen Psychologen aufzusuchen, doch dann habe ich deine letzten Zeilen gelesen.
Ich finde es schon mal gut, dass du überhaupt mal dich hier anvertraut hast und mal deine Gesamtsituation geschildert hast, hoffentlich half dir dies schon ein wenig.
Ist das "irgendwas" was dich vom Gang zum Arzt abhält, die Angst davor mit deinen Situationen direkt konfrontiert zu werden? hier ist es ein wenig einfacher, da es doch ein Stück anonymer ist. 

Sorry, dass ich leider nicht wirklich helfen kann. Aber auf deine Frage zurück; es kann gut möglich sein, dass es eine Variation von einer dissoziativen Identitätsstörung handelt, aber es wäre kluger einen Arzt zu fragen.

Alles Gute!

Antwort
von Spuky7, 49

Meine Laiendiagnose ist Schizophrenie. Nee, im Ernst, man kann hier keine Diagnose für dich stellen!!! Offensichtlich bist du psychisch angeschlagen

Antwort
von bbjosefine, 51

klingt für mich ein bisschen so als ob du gelangweilt wärst und Aufgaben, Herausforderungen, Grenzen suchst um dich selbst zu erleben, auszupobieren, zu begreifen zu erkennen oder zu sehen/wissen. Psychiater ist auch hoffentlicih nicht nötig, aber ich denke im wahrsten Sinne des Wortes das du übertreibst und du in Gefahr läufst deine Beziehungen zu vemasseln dadurch- ein Psychologe wäre also tatsächlich vielleciht nicht verkehrt. Beschäftige dich auf sachlicherer Ebene mit Dingen die dich interessieren und vor allem aber mache etwas was gut für dich und deinen Körper/ Emotionen sind, wie tanzen, Sport etc- Ansonsten weiß ich damit jetzt nichts anzufangen,

Kommentar von matFroehlich ,

gut? gut für meinen Körper und Emotionen? Ich sitze in der sch**** U-Bahn und habe das Gefühl, dass jeder mich anschaut, dass jeder über mich redet... gut für meine sche** Emotionen ist es zu Hause vom PC zu hocken... für viel anderes bin ich auch nicht zu gebrauchen... Ich bin dick, ein Otaku, ein Gamer, wer will denn was mit mir zu tun haben solbald er mich halbwegs kennt? Mich selbst erleben und ausprobieren drauf gesch*****... ich war während dem Gespräch mit dem Gedanken beschäftigt, ob ich eher das Messer oder den Baseball schläger nehmen sollte. Wenn du das als ausprobieren bezeichnest, naja, weiter so. Meine Beziehung... vermasseln... Ich habe keinerlei Beziehungen mehr... es gibt 3 Leute, die ich beschützen würde, koste es, was es wolle... meine freundin, nii-nii und nee-sama... jeden anderen würde ich liegen lassen und wo soll ich da jetzt noch meine Beziehung vermasseln?

Kommentar von bbjosefine ,

du bist deutlich wütender jetzt und gibst klarer deine Gründe zum wütend sein an. Diagnostizieren möchte ich das dennoch nicht-

wenn du selbst das Gefühl hast das du nicht mehr zurecht kommst ist das das sichere Zeichen das es gut wäre dir entsprechend Unterstützung zu holen, oder eben Dinge tatsächlich zu ändern.

SO liest sich das mehr so als ob du das von vorne herien gar nciht ändern möchtest.

Vielleicht geben dir hier einige Antwortung Anregung dafür- Grüße

Kommentar von Wellmom ,

Hui, das klingt jetzt doch nach bedeutend mehr Wut als das Ausgangsposting. Das lese ich mir nochmal gründlicher durch und antworte gleich noch einmal.

Kommentar von Wellmom ,

Ich habe gerade deinen Kommentar auf meine andere Antwort gesehen. Offenbar hast du dich doch schon sehr darauf festgelegt, dich als massiv psychisch krank und als gefährlich zu sehen.
In dem Fall kann ich definitiv keinen Rat geben, mit derartigem Selbsthass kenne ich mich nicht aus.

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