Frage von Shirkhana, 49

eine Tante (0 Kinder) hat ihre Nichte + deren Mutter (Schwester der Verstorbenen) in einem Testament bedacht. Mutter ist tot, erbt deren Anteil ihr Ehemann?

eine Tante (keine Kinder) hat ihre Nichte + deren Mutter (Schwester der Verstorbenen) in einem Testament bedacht. Mutter ist tot, erbt deren Anteil ihr noch lebender Ehemann Ehemann?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 21

Nein, es erbt die Tochter der verstorbenen Schwester, ausser die Eltern der verstorbenen würden noch leben.

Ein Erbe läuft immer nach der "Blutlinie."

Gäbe es kein Testament, würden die Eltern der Verstorbenen, bzw. die Schwester erben. Leben die nicht mehr also die Nichte.

Der Ehemann hätte nur etwas bekommen, wenn seine Ehefrau nicht vor Ihrer Schwester gestorben wäre udn er dann seine Frau beerbt hätte.

Antwort
von habakuk63, 14

Der noch lebende Ehemann der Schwester erbt anteilig mit seinem Kind den Anteil der Mutter / Ehefrau.

Quelle: Wikipedia Ehegattenerbe

Diese sog. erbrechtliche Lösung wird durch den Güterstand, in dem die Ehegatten zum Zeitpunkt des Erbfalles gelebt haben, korrigiert:

    Lebten die Ehegatten zum Zeitpunkt des Erbfalles im Güterstand der Gütertrennung, gilt, dass der Nachlass bei Vorhandensein von einem oder zwei erbberechtigten Kindern des Erblassers zwischen diesen und dem überlebenden Ehegatten zu gleichen Teilen aufgeteilt wird (§ 1931 Abs. 4 BGB). Damit ist sichergestellt, dass der überlebende Ehegatte neben den erbberechtigten Abkömmlingen des Erblassers immer mindestens genauso viel erbt wie diese.Bestand zwischen den Eheleuten der Güterstand der Zugewinngemeinschaft wird die Erbquote des überlebenden Ehegatten pauschal um 1/4 erhöht, gleich, ob der verstorbene Ehegatte einen (höheren)Zugewinn erwirtschaftet hat (§ 1371 BGB). Dies bedeutet, dass der überlebende Ehegatte einer Ehe, für die zum Zeitpunkt des Erbfalles der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft galt, neben gesetzlichen Erben der ersten Ordnung 1/2, neben gesetzlichen Erben der zweiten Ordnung oder den erbberechtigten Großeltern 3/4, neben den übrigen gesetzlichen Erben den gesamten Nachlass erhält.Im Fall der Gütergemeinschaft bleibt es allein bei der oben dargestellten rein erbrechtlichen Regelung. Da im Fall der Gütergemeinschaft dem überlebenden Ehegatten ohnehin bereits die Hälfte des Vermögens des Erblassers gehört (soweit es jedenfalls das Gesamtgut betrifft), ist sichergestellt, dass dieser auch ohne Korrektur wertmäßig mehr erhält, als vorhandene erbberechtigte Abkömmlinge des Erblassers.

Die Vorschriften über den Ehegatten gelten entsprechend für den Lebenspartner einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft.

Antwort
von miboki, 14

Nein. Die Mutter war bereits verstorben und konnte somit auch nicht erben. Erben kann nur, wer zum Zeitpunkt des Erbfalles auch lebt.

Auch wenn es kein Testament gegeben und die gesetzliche Erbfolge greifen würde, wäre der Witwer nicht erbberechtigt. 

Antwort
von WetWilly, 20

Wenn die Tante nach der Mutter verstorben ist bzw. verstirbt, geht der Ehemann der Mutter leer aus, sofern er nicht ausdrücklich als Nacherbe bestimmt wurde.

Kommentar von Girschdien ,

Es gilt die gesetzliche Erbfolge. Ein Schwager kommt da nicht drin vor, egal, was die Schwester bestimmt hat, den Anteil der Schwester der Toten geht an ihre Kinder (also die Nichte und eventuelle Geschwister). Ist die Tante vor ihrer Schwester gestorben, ist das anders.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community