Frage von dededa, 136

Haushälfte geerbt andere Hälfte für weniger als die Hälfte des wertes gekauft.Jetzt will das FA nach dem Bodenrichtwert und nicht nach dem Kaufpreis berechnen?

Ich habe 30% erbschaftssteuer zu bezahlen... darf das Amt so verfahren, obwohl durch den Kaufvertrag ein neuer Wert enstanden ist?

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von FordPrefect, 39

Du kannst natürlich noch weiter Geld für ein Sachverständigengutachten rauswerfen, aber die geschätzten € 5000.-- kannst Du Dir im wahrsten Sinne des Wortes sparen. Das FA wird ganz sicher nicht statt T€ 120.-- auf T€ 70.-- heruntergehen, nur weil das Objekt vielleicht ein renovierungsbedürftiger Altbau ist. Eine seriöse Herabsetzung des Kaufpreises auf einen entsprechend gutachterlich begründeten Wert hätte zwingend vor Erwerb stattfinden müssen. Jetzt ist es dafür schlichtwegs zu spät. Das FA wird Dir ggfs. etwas entgegenkommen, wenn denn z.B. hohe Altlasten auf dem Grundstück lägen o.ä., aber ein Altbau per se - und wäre er noch so renovierungsbedürftig - begründet keine Herabsetzung des Richtwertes; hier kommen die Regelungen gem. § 8 Abs. 1 GrEStG zum Tragen. Gegen den Bescheid des FA ist die Klage vor dem FG zulässig, der ich aber hier keine nennenswerte Erfolgsaussicht zurechnen würde.

Kommentar von dededa ,

Das ist so nicht richtig.... ich hab jetzt den vorläufigen Steuerbescheid von 20.280€ erhalten und schriftlich bestätigt bekommen, das ich ein Gutachten zur Minderung einreichen kann!.... 

Das Verkehrswertgutachen würde 600€ kosten... habe nächste Woche den Termin mit dem Gutachter😉.... ja er ist Anerkannt!!!

Kommentar von FordPrefect ,

Spannend.

Selbst mit Gutachten würde ich mich hier nicht zu früh freuen. Es könnte nämlich durchaus passieren, dass bei der Prüfung im zuständigen FA der Abteilungsleiter den vorläufigen Bescheid nachträglich aufhebt und doch auf den Verkehrswert absetzt. Ich kenne dieses Verfahren in der Tat nur in der Weise, dass das Gutachten *vor* dem Erwerb beantragt und ausgefertigt sein muss, will man diese Angaben für die Grunderwerbsteuer geltend machen. Aber viel Glück jedenfalls!

Antwort
von MenschMitPlan, 48

Der Kaufpreis ist für die Bemessung der Erbschaftsteuer erstmal nicht maßgebend. Wer sagt denn, dass der Kaufpreis dem Wert des Grundstücks entspricht? Oder hast du ein Gutachten, dass Grundstück und Gebäude tas. nicht mehr wert sind?

Kommentar von dededa ,

Guten morgen.... dies war die Aussage des Steuerberaters... dann hätte ich mir die 700€... für die Berechnung von ihm sparen und selbst machen können... ich überlege ein Gutachten machen zu lassen... da sonst das baufällige Haus (Bj 1860).... noch höher geschätzt wird..

Kommentar von MenschMitPlan ,

Die Aussage des Steuerberaters wundert mich. Er müsste doch eigentlich wissen, wie Grundstücke für Zwecke der Erbschaftsteuer bewertet werden. Wenn du jetzt ein Gutachten erstellen lässt, bringt dir das nichts, da es auf die Verhältnisse zum Zeitpunkt des Erbfalls ankommt.

Kommentar von dededa ,

Es steht noch genauso da, wie im April... ein Gutachten kann natürlich nachgereicht werden, daher kann es sehr sinnvoll sein, damit das Amt nicht höher bewertet, als es wert ist. Das war die gestrige Aussage der Sachbearbeiterin. 

Wie geschrieben... das Haus ist von 1860, 1950 wurde es nur Renoviert...

Der Gutachter kann einen weitaus geringeren Wert feststellen, von Amts wegen, kommt ja niemand raus. Deshalb geht das Amt auch dann davon aus, das es in einem guten Zustand ist!

Dieser Betrag (wert des Hauses) kommt ja auch noch auf die Erbschaftssteuer...

Kommentar von MenschMitPlan ,

Ich empfehle dir, die Sachen zusammen mit einem Steuerberater weiterzuverfolgen, der sich damit wirklich auskennt. Was dir ein Sachbearbeiter am Telefon sagt, ist im Zweifel nix wert.

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Was hat der Steuerberater denn berechnet, wenn nicht den Wert nach dem Bewertungsgesetz?

Kommentar von MenschMitPlan ,

Was da berechnet wurde, würde mich auch interessieren.

Kommentar von dededa ,

70.000 für die hälfte des Hauskaufs.... davon 30% Erbschaftssteuer = 21.000€ ... 

Antwort
von gerolsteiner06, 89

Was will das FA ?

Für den Kaufanteil ist keine Erbschaftsteuer fällig.

Zielt Deine Frage auf die Grunderwerbssteuer ?

Diese kann das FA nach Bodenrichtwert festlegen, wenn der beründete Verdacht besteht, daß der genannte Kaufpreis fingiert ist. Ist ein übliches Vorgehen, den Kaufpreis niedrig anzugeben um die Steuer zu senken. Und den Rest dann mit Schwarzgeld zu bezahlen.

Kommentar von dededa ,

Ja, meine halfte ist steuerfrei... aber ich habe die andere Hälfte für 70.000€ gekauft ( der Bodenrichtwert ist aber 120.000)... jetzt will das Amt von 120.000€ die Erbschaftssteuer berechnen?!... 

Der Kauf ist regulär gelaufen, kein Schwarzgeld oder dergleichen... 

Kommentar von gerolsteiner06 ,

kapier ich nicht.

Wieso wollen sie Erbschaftssteuer für die Hälfte, die Du gar nicht geerbt hast ?

Kommentar von dededa ,

Gerolsteiner06Das ist es ja... sie brauchen einen Wert, für meine geerbte Hälfte!!!!.... Davon sind dann 30% Erbschaftssteuer fällig!!!!... Ich weiss nur nicht, ob das rechtens ist!...

Kaufpreis 70.000€.... dann wäre meine hälfte auch 70.000€ wert... laut Steuerberater...

wären 21.000€ Erbschaftssteuer

Das am will aber vom Bodenrichtwert 120.000€ je Hälfte ausgehen!!!... das wären dann 36.000€ Erbschaftssteuer 

Kommentar von gerolsteiner06 ,

o.k. das habe ich jetzt kapiert, aber es steht im Widerspruch zu dem was Du oben schreibst:

"Ja, meine halfte ist steuerfrei... aber ich habe die andere Hälfte für 70.000€ gekauft ...."

Also mußt Du Erbschaftssteuer zahlen; letztendlich wirst Du nix dagegen tun können. Das Finanzamt wendet seine üblichen Berechnungsmethoden an. Die kannst nicht durch einen niedrigen Kaufpreis beeinflussen.

Kommentar von EdnaImmers ,

Man kann schon was tun -

 man muß den vom Bodenrichtwert ( der ja eigentlich nur für Grundstücke gilt // Boden// ) niedrigeren Wert halt nachweisen.

Ist aufwändig, vom Einzelfall abhängig - aber bei den Summen die im Raum stehen - überlegenswert!

Kommentar von dededa ,

Stimmt.... Der Abriss und Entsorgungskosten können vom Wert abgezogen werden... deshalb kommt am Donnerstag der Gutachter😀

Kommentar von EdnaImmers ,

Na dann mal " viel Glück" - leider ist das Steuerrecht im Bezug auf Erbschaftsteuer fast eine Lotterie.


Und ich drücke Dir die Daumen, das das Häuschen nicht auf einer Liste von denkmalwürdigen Gebäude gelistet ist......



obwohl, das  könnte dann vielleicht doch den Wert gewaltig mindern .<schief-grins>

Kommentar von dededa ,

Es ist kein Denkmal geschütztes Haus😉

Antwort
von lohne, 91

So ist das FA. Und sie haben auch noch Recht.

Kommentar von dededa ,

Mein Steuerberater sagte, dass durch den Kauf der geringere Betrag genommen werden muss... das geht jetzt seit Monaten hin und her!!!.... die Erbschaftssteuer schwankt jetzt zwischen zwei Beträgen 21.000€ und 38.000€...

Kommentar von wurzlsepp668 ,

Du solltest über eine Schadenersatzklage gegen Deinen Steuerberater nachdenken ...

weniger als die Hälfte des Wertes?

ohne entsprechendes Gutachten keine Chance .... (und Gutachten VOR dem Kauf ...)

Kommentar von lohne ,

Wenn dein SteB. der Meinung ist und das FA anderer Meinung läuft das Ganze auf eine Klage vor dem Finanzgericht hinaus. Es gibt dazu aber Musterurteile die Dein Berater sicher einsehen wird.

Kommentar von EdnaImmers ,

Der geringere Wert muß nachgewiesen werden - bei der Differenz an Erbschaftsteuer lohnt es sich mit einem vereidigten, vom FA anerkannten  Gutachter zu sprechen .... der Steuerberater soll dranbleiben.

Antwort
von dededa, 48

Gerolsteiner06Das ist es ja... sie brauchen einen Wert, für meine geerbte Hälfte!!!!.... Davon sind dann 30% Erbschaftssteuer fällig!!!!... Ich weiss nur nicht, ob das rechtens ist!...

Kaufpreis 70.000€.... dann wäre meine hälfte auch 70.000€ wert... laut Steuerberater...

wären 21.000€ Erbschaftssteuer

Das am will aber vom Bodenrichtwert 120.000€ je Hälfte ausgehen!!!... das wären dann 36.000€ Erbschaftssteuer 


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