Eine gute Freundin von mir hat eine Tochter, die jetzt 25 Jahre alt ist und von Geburt an behindert. Die Behinderung macht sich in Ihrem Verhalten sichtbar, da?

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7 Antworten

Nicht das ich das Benehmen der Tochter gutheißen würde, allerdings kann ich es doch etwas nachempfinden. Es muss belastend sein, mit anzusehen, wie alle anderen jungen Menschen in ihrem Alter mittlerweile erste Erfolge im Beruf verzeichnen, einen festen Partner finden und über eine eigene Familie nachdenken. Sozusagen auf der Überholspur nun richtig ins Leben starten, sie selbst bleibt aber zurück. Möglichweise richtet sie ihre Aggressionen deswegen gegen die Mutter, um sie nicht etwa an sich selbst auszulassen.

Aus deinem Text ging nun nicht ganz klar hervor, wie pflegebedürftig die Tochter ist, ob sie also einen Minijob nachgehen kann oder wirklich Hilfestellung bei alläglichen Aufgaben wie z.B der Körperpflege benötigt. Soweit ich weiß , ist man nicht dazu verpflichtet, sich als Verwandter um seine Angehörigen zu kümmern, man kann diese Aufgabe auch abgeben, sofern man sich damit überfordert fühlt. Eine Einweisung in die Psychatrie(?) finde ich etwas übertrieben, für behinderte Menschen wird aber häufig betreutes Wohnen in Wohngruppen angeboten, damit sie ein möglichst selbstständiges Leben führen können. Es wäre vermutlich das beste für alle, wenn die Tochter ausziehen würde. Das kann man sicher alles in die Wege leiten.

Zudem denke ich, dass die Mutter der Tochter wieder deutliche Grenzen setzen muss. Mir wäre spätestens bei dem Angriff aber mal richtig der Kragen geplatzt. Man kann ihr Verhalten nicht völlig auf ihre Behinderung schieben und es somit entschuldigen. Sie weiß vermutlich sehr genau, was sie da tut und kann daher auch die Verantwortung tragen und muss mit den Konsequenzen leben.




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Diese Tochter hat eine Erkrankung und damit gibt es hier überhaupt nichts zu be- oder verurteilen. Wenn die Mutter überfordert ist dann steht sie in der Pflicht für sich selbst zu sorgen und der Tochter eine optimale Hilfe zukommen lassen, sei das in Form von Therapien, ein Betreuer und wenn alle Stricke reißen (und abhängig von der Ausprägung) wäre auch der Gedanke an ein Pflegeheim legitim. Wenn die Mutter solche Sätze von sich gibt, man müsse sich nicht wundern wenn sie Selbstmord begeht, dann hat sie auch selbst dringend therapeutische Hilfe nötig.

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Irgendwann trennen sich Wege. Es gibt für solche Menschen auch Wohngruppen. Deine Freundin soll sich informieren, wo es sowas in ihrer Nähe gibt. Auch mal mit dem Arzt darüber sprechen.

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In solchen Fällen muss die Mutter Ihre Geschäftsfähigkeit entziehen lassen und als gesetzliche Betreuerin vom Gericht anerkannt werden damit die Mutter sie in ein Heim oder in eine Einrichtung einweisen lassen darf. Da die Tochter volljährig ist hat sie natürlich auch das Recht selber zu entscheiden und wenn das (wie es in Ihrem Fall) so aussieht eben nicht mehr geistig so auf der Höhe das sie es selber entscheiden kann

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hallo !

waere es moeglich, dass deine freundin ihre tochter einfach nur zu sehr ueber-bemuttert ? also, zwar gut gemeint,aber die laengst schon erwachsene tochter damit bedrueckt / einengt ?  moeglicherweise sie mehr behindert macht als diese tatsaechlich ist ?

als behinderten-assistent habe ich sehr oft gerade diese situation angetroffen ,wenn ich in haushalten oder auf reisen mitassestiert habe . die antwort waere natuerlich am besten zu finden, wenn man mit der tochter spricht (direkt oder per brieffreundschaft ).  sie weiss es am besten !

alles gute, mara natha!      (marinchen65)     jurgen

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Wenn die Tochter die Mutter angreift liegt eine Fremdgefährdung vor, da könnte man eine Einweisung in die Psychiatrie veranlassen lassen. Lasst euch doch mal von einer Krisenberatungsstelle beraten, die heißen regional etwas unterschiedlich, aber es geht um Beratung in psychischen Krisen. Dort kann man euch sehr gut sagen was ihr tun könnt um der jungen Frau zu helfen und ggf. auch gegen ihren Willen Hilfe einzuleiten.

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Ich denke die Mutter sollte bei Gericht einen Betreuer bestellen oder aber, bei Gericht die Einweisung beantragen.

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