Frage von safeesandra, 49

Eine Freundin wohnt im Anbau eines Haupthauses (seit 33 Jahren) Sie hat kein eingebautes Badezimmer und muss für ihren Toilettengang ins Haupthaus.Rechtlich ok?

Sie ist mittlerweile 70 Jahre und es fällt ihr schwerer über den kalten, nassen Hof zu gehen. Zudem muss sie die kleine Toilette mit vier weiteren Personen teilen, die im Haupthaus ein Lohnsteuerbüro angemietet haben. Meine Frage: Kann man die Vermieterin anmahnen, dass sie ihr eine Toilette im Anbau einbauen muss? Vielen Dank für jede Antwort! Danke!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gestiefelte, 29

Mich würde mal die Höhe der Miete interessieren. Es mag sein, dass sie mal mit der Situation einverstanden war, als sie einzog. Für Nachkriegsverhältnisse mag das mal normal gewesen sein, aber heute sieht es anders aus.

Die niedersächsische Bauordnung (und sicher auch die in anderen Bundesländern) schreibt genau vor, was eine Wohnung haben muss, siehe hier Paragraph 44 und 45

Ich bin keine Juristin, finde es aber fraglich so eine "Unterkunft" noch als Wohnung deklarieren zu dürfen, wie du es schreibst.

http://www.bauordnungen.de/html/niedersachsen.html

Kommentar von safeesandra ,

Auch hier: Vielen Dank! Ich werde gerne dem Link folgen und mal schauen was dort zu lesen ist. Die Miete ist natürlich gering. Diese liegt bei 300 Euro (ca. 60qm) Ich würde mir einfach nur wünschen, ihr irgendwie unterstützend zur Seite zu stehen da sie ihr Heim immer noch sehr liebt- aber es nicht mehr so ganz schafft über den Hof zu gehen.

Antwort
von Interesierter, 34

NEIN!

Die Mieterin war sich zum Zeitpunkt des Einzuges und auch zu jedem Zeitpunkt danach dieser Situation bewusst. Sie war mit dieser Situation bisher einverstanden und ihr wurde nichts versprochen. Daher hat sie darauf auch keinen Anspruch. 

Auch heute steht es der Mieterin jederzeit frei, das Mietverhältnis zu kündigen und in eine andere Wohnung, die ihr eher zusagt, zu ziehen. Ob der Vermieter dann nochmals einen neuen Mieter findet, ist recht unwahrscheinlich. 

Das mag sich hart anhören, ist aber eigentlich logisch. 

Wenn überhaupt, dann kann hier nur eine Übereinkunft im gegenseitigen Einvernehmen getroffen werden, die sich aber sicherlich wieder in einer höheren Miete niederschlagen wird.

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 14

Seit 33 Jahren? Damals war die gute 37 Jahre jung und hatte vermutlich noch gut 25 Jahre Zeit, an dieser Situation was zu ändern. Aber offenbar war sie zufrieden damit.

Jetzt müßte sie und kann sie nur eine andere Wohnung suchen. Sie kann keinesfalls vom Vermieter verlangen, dass er ihr ein Bad einbaut. Aufgrund des hohen Aufwands würde er wohl die weitere Wirtschaftlichkeit der Vermietung verneinen und den Vertrag kündigen.

So oder so hilft nur eins: Neue Wohnung suchen!

Kommentar von safeesandra ,

Danke für die Antwort- damals ist sie aus der Not heraus dort eingezogen. (Scheidung). Wie bereits bemerkt ist sie mittlerweile auch älter. Ich vermute ebenfalls, dass sie über kurz oder lang eine neue Wohnung suchen muss. Vielen DANK!

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