Frage von ErbseNrOne, 143

Eine Freundin hat sich einen Hund aus einem Tierschutzverein geholt, und den Verdacht dass er HD (Hüftdysplasie) hat. Ist das aussagekräftig genug?

Hey, eine Freundin hat sich einen 8 Jahre alten Labrador aus einem Tierschutzverein geholt. Der Hund ist noch bis Ende Januar mit Probevertrag bei ihr. Sollte in der Zeit etwas mit dem Hund sein, soll sie mit ihm Zum TA des Vereins gehen. Nun hat sie festgestellt dass der Hund manchmal schlecht läuft und schwer hoch kommt wenn er liegt. Sie hat den Verdacht dass er HD hat. Deshalb möchte sie zu dem TA ihres Vertrauens gehen, und ihn komplett durch checken lassen. Da sie sich keinen kranken Hund unter jubeln lassen will der sie noch tausende € kosten könnte. Sie möchte zu ihrem TA gehen weil sie befürchtet dass der TA vom Verein evtl. etwas verschweigt, oder schön redet, dass sie nicht wissen soll. Wer würde dann die Kosten tragen wenn sie zu ihrem TA gehen würde?

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Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 71

Wenn sie ohne Absprache mit dem Tierschutzverein zu ihrem TA geht und den Hund untersuchen läßt, bezahlt selbstverständlich sie selber die Kosten dafür.

Ich finde, sie sollte mit dem Tierschutzverein sprechen und zu dem von dem Verein vorgeschlagenen TA gehen. Der kann den Hund ja auf HD röntgen - die Bilder sollten dann eindeutig sein. Da kann man nicht viel "vertuschen".

Was würde sie tun, wenn der Hund HD hätte? Ihn zurückgeben, weil die "Sache" einen "Mangel" hat? Den Hund aus dem neu gewonnenen Zuhause reißen und ihn zurück ins Heim stecken? Das fände ich persönlich bedenklich.

Andererseits kann ich verstehen, daß sich nicht jeder die eventuell nötigen Behandlungen eines HD-Kranken Hundes leisten kann. Wenn dies im Vorfeld bekannt war, muß der TSV sie in jedem Fall darüber informieren, alles andere wäre sehr unfair. Vielleicht kann sie aber mit dem TSV einen Vertrag machen, daß Behandlungskosten für HD (so es denn wirklich eine ist) von ihm übernommen werden.

Grundsätzlich muß man sich bei der Anschaffung eines Hundes immer darüber im klaren sein, daß auch mal kostspielige Operationen oder Behandlungen auf einen zukommen.


Kommentar von ErbseNrOne ,

Der Verein hat diesbezüglich nichts erwähnt. Ist sie denn verpflichtet zu dem TA des Vereins zu gehen, oder darf sie auch ihren eigenen Arzt aufsuchen?

Kommentar von Berni74 ,

Natürlich darf sie zu ihrem eigenen Arzt gehen, aber dann kann sie nicht erwarten, daß der Verein ohne vorherige Absprache die Kosten übernimmt.

Kommentar von brandon ,

Natürlich darf sie auf ihre Kosten den Tierarzt ihrer Wahl aufsuchen.

Warum fragt sie nicht selbst  warum fragst Du für sie?

Kommentar von ErbseNrOne ,

Weil sie sich erst registrieren müsste, und ich schon eingeloggt war ;)

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 35

Hallo,

mich verwundert dies alles schon - denn ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Tierschutz und den neuen "Eltern" setze ich eigentlich immer voraus. Beide Seiten wollen doch das gleiche: den "elternlosen" Hunden helfen.

Mit 8 Jahren ist ein Hund ohnehin schon älter - und ein Labrador sowieso. HD ist bei diesen Hunden, wenn sie nicht aus einer ordnungsgemäßen Zucht kommen (wo die Elterntiere schon untersucht und selektiert werden) Programm. Das sollte man aber wissen.

Wo liegt das Problem, mit dem Tierschutz über dieses Problem zu sprechen? Die Leute dort sind oft sehr gefordert - machen sie diese fantastische Arbeit doch in ihrer Freizeit. Da bleibt oft nicht die Zeit, solche Probleme wirklich zu sehen.

In einem gemeinsamen Gespräch wird sich mit Sicherheit die beste Lösung für den Hund finden - da bin ich mir ziemlich sicher.

Wenn ich sehe und erlebe, wie in unserer Orga den Hunden geholfen wird, OP's veranlasst werden, Geld dafür gesammelt wird, die Leute sich einsetzen etc. - dann kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei diesem Hund anders laufen wird.

Warum nur unterstellt man diesen tollen Leuten immer direkt so schlechte Absichten? Das werde ich nie verstehen. Sprechenden Menschen ist zu helfen!

Alles Gute für den armen Hund

Daniela

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 29

Wenn Deine Freundin den Arzt beauftragt, zahlt sie.

Dass sie sich darüber wundert, dass ein 8 Jahre alter Hund aus dem Tierschutz krank ist und Kosten verursacht, finde ich reichlich verwunderlich. Hunde werden im Alter krank. Sie müssen öfter zum Arzt, die Augen, das Herz und die Nieren lassen nach. Sie brauchen Medikamente, u.U. eine Einstiegshilfe ins Auto oder werden inkontinent. Willkommen im Leben- darüber macht man sich als Hundehalter vorher Gedanken.

Meinen Hund habe ich ebenfalls mit HD aus dem Tierschutz übernommen. Eine OP war nicht nötig. Mit regelmäßiger Physio, Schonung der Gelenke und Nahrungsergänzung habe ich die Probleme sehr gut in den Griff bekommen. Wenn ich die Kosten aufrechne, die der Hund seit seinem Einzug verursacht hat, wären das mehrere nette Urlaube gewesen. Hunde kosten Geld und die Höhe ist kaum kalkulierbar, weil es um Lebewesen geht. Wenn Deine Freundin nicht dazu bereit ist, das Geld zu investieren, sollte sie die Finger von einem Hund lassen.

Kommentar von ErbseNrOne ,

Es geht Ihr ja in dem Sinne nicht um das Geld, sondern darum dass ihr ein evtl kranker Hund als gesunder Hund verkauft wurde. 

Kommentar von Naninja ,

Ich weiß nicht, von welcher Organisation der Hund stammt, aber:

Der Großteil der Ausland- Orgas hat nicht viel Geld und Privatleute als Pfelgestellen. Das sind also keine sachkundigen Halter, sondern Leute, die ehrenamtlich für den Verein arbeiten und gerade Zeit und einen Platz haben. Dass eine solche Pflegestelle nicht erkennt, dass der Hund HD hat, nehme ich ihr vor dem Hintergrund der Pflegestellen, die ich kenne, sogar ab. Und um jeden Hund tierärztlich komplett checken zu lassen, ist schlichtweg kein Geld da.

Mein Hund stammt aus einem deutschen Tierheim. Neben der HD hatte er bei der Übernahme Giardien. Mir wurde ganz klar gesagt, dass die Kosten für die Behandlung der Parasiten nicht übernommen werden, auch wenn der Probevertrag damals noch lief. Von den Kosten für die HD ganz zu schweigen.

Das, was Deiner Freundin passiert ist, kann ihr in jedem Tierheim und mit jeder Orga passieren. Wenn sie das nicht will, muss sie 1.000 € zusätzlich in die Hand nehmen und sich einen Welpen von einem guten Züchter kaufen.

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 42

Hallo ErbseNoOne

***Wer würde dann die Kosten tragen wenn sie zu ihrem TA gehen würde?***

Natürlich erstmal deine Freundin. Eine zweite Meinung ist nie verkehrt. Sollte der TA vom Tierschutzverein eine andere Diagnose bezüglich der Hinterläufe stellen, würde ich die Diagnose offen legen, vom TA meines Vertrauens.

Bei HD Verdacht kommt da schon etwas auf die Freundin drauf zu. Untersuchung, Narkose fürs Röntgen, Medikamente müssen gespritzt werden.

Meiner wurde letztes Jahr in einer Tierklinik geröntgt HD Röntgen hat mit allem drum und dran 120 Euro gekostet.

Kommentar von MiraAnui ,

Bei mir waren es sogar über 200 

Kommentar von Einafets2808 ,

Puhh 200 ? War das nur HD oder mit ED?

Meiner wurde auf beides geröntgt, zusammen kam ich auf knapp 170 Euro. Das ED Röntgen habe ich jetzt einfach abgezogen von der Summe.

Antwort
von michi57319, 9

Wer einen so alten Hund aufnimmt, sollte sich darüber im Klaren sein, daß dieser Hund in der Folge kostspielig wird. Alte Tiere sind eben häufiger beim TA. Eine HD kann Probleme machen, muß aber nicht. Das kommt auf den Schweregrad an.

Lässt du den Hund nun röntgen, kostet das ca. 100 Euro und du bleibst auf den Kosten sitzen.

In dem Alter ist aber auch Gelenkverschleiß üblich, was keinen verschwiegenen Mangel bedeutet.

Insgesamt stellt sich bei Aufnahme eines Hundes immer die Frage, ob das Geld auch für den schlimmsten Fall vorhanden ist. Das betrifft auch Hunde vom Züchter.

Mit dem TSV sollte die Freundin auf jeden Fall reden, wenn sie eine Diagnose von einem guten TA hat. Viele Vereine geben ja auch was dazu, wenn der Hund sonst zurückgegeben würde, weil der Besitzter die Kosten nicht stemmen kann.

Antwort
von MiraAnui, 39

Sie selbst...

Was erwartet sie denn bitte? Die meisten Labbis leiden an HD und/oder ED egal ob vom Tierheim oder Züchter.

Kommentar von brandon ,

Nicht nur die Labbis, meine Deutsche Schäferhündin hatte auch eine leichte HD und fast alle großen Hunderassen haben mehr oder weniger Probleme mit der Hüfte. Leider.

Kommentar von MiraAnui ,

Stimmt leider

Antwort
von Viowow, 12

vielleicht sollte deine freundin den hund einfach wieder zurückbringen. ein probevertrag?! was für ein "tierschutzverein" soll das denn sein?
wenn ich mir einen 8 jahre alten labbi aus dem tierschutz anlache, sollte klar sein, das der evtl auch krank sein könnte und mich hunderte von euros kostet. das hat nichts mit unterjubeln zu tun, sondern mit tierliebe.
deine freundin klingt also eher so, als wenn sie den hund beim näcjsten wehwechen wieder weggibt. grund: zu teuer, das ist ein"tierheimhund nicht wert"

(ps: ich könnte n anfall kriegen, wenn ich sowas lese. unser dicker wurde ein halbes jahr nachdem wir ihn geholt haben operiert, ein tumor musste raus. das hat uns ca das dreifache von seinem "anschaffungspreis" gekostet. na und? deswegen gibt man ein tier nicht wieder weg!)
so, emtschuldige meine etwas agressive schreibweise, aber wenn deine freundin schon so denkt, sollte sie das mit der tierhaltung, und vor allem tiere aus dem tierschutz, lieber lassen...

Kommentar von ErbseNrOne ,

Jetzt entschuldige mal! Wer hier die Rede von sie gibt das Tier zurück? War die Rede von das Tier wäre ihr das Geld nicht wert? Sie würde den Hund niemals wieder zurück bringen. Es geht aber auch darum dass der TSV sagte der Hund wäre gesund. Er wurde erst kastriert, hat die Nakose aber nicht so gut geschluckt. Nicht zu verdenken bei einem so alten Hund. Muss der Hund jetzt aber wieder operiert werden, ist das Risiko hoch dass er aus der Nakose nicht mehr aufwacht. Und dann ist die Trauer groß... Das ist auch eine Sache des Anstandes dass der TSV die Wahrheit sagt. Ausserdem - Ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich denke - ist es auch üblich dass man einen Hund erst mal zur Probe hat. Es kann ja auch immer mal passieren dass der Hund sich im neuen zu Hause nicht wohl fühlt, weil er vllt mit anderen Tieren/Kindern/Nachbarn.... nicht klar kommt. Was jetzt bei ihr nicht der Fall ist, da sie den Hund zuvor schon ab und zu zur Gewöhnung da hatte. 

Kommentar von spikecoco ,

nein es ist überhaupt nicht üblich, das man einen Hund zur Probe hat. Man kann mit einem Hund aus dem Tierheim öfters Gassi gehen um zu schauen ob es passt.

Antwort
von peterobm, 36

SIE selbst

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