Frage von MyMiniPink, 49

Eine Frage zum Yoga?

Guten Abend liebe Community,

Ich spiele nun lange mit dem Gedanken Yoga zu machen, doch eines habe ich noch nicht verstanden und ich fand die Antwort auch in keinem der Yoga-Bücher, in denen ich nachgeschlagen habe.

Wie lange muss man eine Position halten? Beziehungsweise: was macht man solange man die Pose hält?

Vielen Dank schon mal im Voraus, liebste Grüße, MyMiniPink

Antwort
von imehl47, 39

Wenn ich so an die Worte meiner Yoga-Lehrerin denke, sollte man die Positionen ca. 5 tiefe Atemzüge lang halten und sich eben in der Zeit auf die Atmung und korrekte Haltung konzentrieren...

Sind das dann inzwischen altbekannte und einfach zu haltende Positionen, sagt sie auch manchmal, dass man  "an was Schönes" denken solle....

Antwort
von Yogamag, 25

Hi MiyMiniPink,

in einem guten Yoga-Buch steht eigentlich drin, wie lange man ein Asana hält und worauf man dabei achten muss (damit meine ich, was man in der Position tut). Hier empfehle ich dir gleich das Buch "Licht auf Yoga" von BKS Iyengar. Darin sind so ziemlich alle praktizierbaren Asanas abgebildet, mit Hinweisen wie du rein und rauskommst, worauf du zu achten hast und wie lange sie gehalten werden und welchen Nutzen man daraus zieht. Auch die Bedeutung der Namen, werden erläutert, ebenso der Schwierigkeitsgrad wird erwähnt.

Das Halten (also die Dauer) eines Asanas hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • als Anfängerin solltest du nur kurz die Positionen halten und dich zunächst auf Stehstellungen konzentrieren- sie kräftigen und öffnen den Körper für alle weiterführenden Asanas.
  • mit zunehmender Praxis erweiterst du auf konkave Vorwärtsstreckungen, ebenso kurz gehaltene (ca 3 Atemzüge) einfache Rückwärtsstreckungen.
  • parallel dazu kannst du mit den Umkehrstellungen beginnen- zunächst den Schulterstand, bzw Pflug, dann übe den Kopfstand (aber nicht während der Mens!).

Stehstellungen können pro Seite bis zu 1 Minute gehalten werden, oder wenn mann zB an die Wand gelehnt übt sogar über mehrere Minuten...

Vorwärtsstreckungen können, wenn der Kopf abgelegt wird auch über mehrere Minuten gehalten werden- die Wirkung vertieft sich dadurch...

Umkehrstellungen, wie Schulterstand und Kopfstand (man kann viele Variationen darin ausführen), können 10 Minuten und länger gehalten werden.

Vorausgesetzt, man ist geübt und hatte einen guten Yoga-Lehrer, der dir die korrekte Ausführung beigebracht hat!

Denn die Erfahrung, das Wiederholen und Vertiefen der Positionen, ist das, was du

MACHST

, wenn du übst. Asanas sind sehr komplexe und feinsinnige Körpererfahrungen, die nicht nur körperlich, sondern auch emotional und geistig/ intelektuell  entwickelt werden...

Selbst wenn ich zum Millionsten mal ins "seitlich gestreckte Dreieck" (Trikonasana) gehe, erlebe ich es jedesmal in einer neuen Erfahrung.

Kommentar von Araklaus ,

Tolle Antwort. Da gibt es nichts hinzuzufügen. Such dir am besten einen gute Yogalehrer(in).

Kommentar von Yogamag ,

Ich vergass die Atmung zu erwähnen: grundsätzlich wird im Iyengaryoga währen des Praktizierens von Asanas kaum ein expliziter Hinweis auf die Atmung gegeben- hauptsache du schnaufst und hältst ihn nicht an!!!!! Bei fortgeschrittenen Übenden kann während der Atemphasen (Ein-, Ausatem und die Pause dazwischen) eine Pose vertieft werden- zB indem mehr Weite, Länge oder sonsteine Streckung forciert wird oder auch die Tiefe (zB in einer Drehung) erreicht werden kann. Auch in den "Jumping", wie im Sonnengruss, wird der Atem in die fliessende Bewegung integriert.

Doch die tieferen und intensiveren Atemübungen (Pranayama), werden ruhend geübt- also zunächst liegend, später aufrecht sitzend.

Ich hoffe, ich konnte deine Frage ausreichend beantworten.

Antwort
von Lindea, 9

Darauf gibt es keine einheitliche Antwort.

Gib jeder Haltung eine Widmung/Sinn:
z.B. Baum "Erdung". Verbinde Dich mit dem Sinn, achte auf anatomisch korrekte Ausführung des Asanas und konzentriere Dich auf Deinen Atem, die Widmung und lass alle Gedanken die kommen vorbeiziehen. Halte so lange es gut tut, bis Du etwas wahrnimmst, nichts mehr denkst....oder einfach bis Du nicht mehr kannst.

Auch Flows (Asanas fliessend in Abfolge) gib eine Widmung und fahre genauso fort, wie oben beschrieben.

Ich kann Dir das Buch in der Tradition Krischnamacharya empfehlen: "
Yoga: Tradition und Erfahrung ; die Praxis des Yoga nach dem Yoga Sutra des Patanjali"

Aber in einem Yin-Yoga-Buch wirst Du andere Empfehlungen finden und in einem Buch über Jivamukti-Yoga nochmals was ganz anderes.

P.S. das schwierigste Asana ist übrigens Savasana ... ja, denn da nicht ins Denken und Grübeln zu kommen ist weit mehr Herausforderung als bei einem schwierigen Asana mit Körperkraft oder Balanceübung.

Antwort
von HighRunner, 27

Das kommt auch immer auf die Yogarichtung und die Persönlichkeit vom Lehrer an. Manchmal sind Bewegungen sehr dynamisch, dann bewegst du dich nur mit einer Einatmung in eine Position rein und mit einer Ausatmung in gleich wieder aus der Position raus.

Wenn du eine Position halten sollst, dann passiert ganz viel über den Atem. Hier kannst du Raum schaffen in der Übung und dich in die Position auch tiefer "reinatmen". 5 Atemzüge ist hierbei oft eine gute Faustregel :)

LG Matze

Antwort
von FlyingCarpet, 24

Erstmal mit 15 Sekunden beginnen. Schön dabei atmen.

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