Frage von Whatever898, 55

Eine Frage zum Statutum in favorem principum?

Welche Bestimmung erscheint Ihnen besonders kennzeichnend für das Zurückweichen der königlichen Zentralgewalt zugunsten der sich ausbildenden Staatlichkeit in den Territorien?
Kann mir jemand diese Frage erklären und evtl mögliche Lösungsansätze geben ich steh momentan echt auf dem Schlauch.

Antwort
von lkrues, 40

Auch hier hilft Wikipedia doch ziemlich gut weiter:

https://de.wikipedia.org/wiki/Statutum_in_favorem_principum

"Das Statutum in favorem principum (deutsch: Statut zugunsten der Fürsten, die Bezeichnung stammt aus dem 19. Jahrhundert), teilweise auch genannt Reichsspruch von Worms, ausgestellt auf dem Hoftag in Worms vom 1. Mai 1231, war ein Privileg König Heinrichs (VII.) an die Reichsfürsten des Heiligen Römischen Reiches. Der König war insbesondere wegen seiner städtefreundlichen Politik in Konflikt mit den Reichsfürsten geraten. Kaiser Friedrich II. musste das Privileg im Mai 1232 bestätigen.

Es beinhaltet die Festschreibung aller bis zu diesem Zeitpunkt den Fürsten zuerkannten und von ihnen selbst erworbenen Vorrechte (Regalien) in 23 Artikeln. Außerdem bedeutet diese Urkunde eine Garantieerklärung der genannten Privilegien für die Zukunft, wie Selbstständigkeit bei der Verwaltung des eigenen Territoriums, Gerichtsbarkeit und Erhebung von Zöllen. Gemeinsam mit der Confoederatio cum principibus ecclesiasticis bildete es den Ausgangspunkt der föderalistischen Entwicklung im Reich und seinen Nachfolgestaaten."

Es geht um die Zeit, in der die deutschen Kaiser und Könige immer mehr Macht an die Fürsten abgeben müssen.

Das heißt: Die Könige/Kaiser werden immer schwächer, die Fürsten immer stärker, was auf Dauer zur Zersplitterung Deutschlands und zur Schwächung des Reiches führt.

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