Frage von Kittysworld, 72

Eine Frage zu den Halbtonschritten / Intervallen?

Hallo :) Ich bin was Musiktheorie angeht noch nicht so erfahren und habe daher eine Frage. Ich übe gerade die Intervalle auf dem Klavier zu spielen. Die kleine Sekunde ist ja immer nur ein Halbtonschritt. Wahrscheinlich bin ich komplett beschränkt, aber wenn ich auf dem F bin geh ich dann ja zum fis , auf dem G zum gis und auf dem A zum ais aber wenn ich dann auf dem H bin, wo ist dann der nächste Halbtonschritt? Ist der dann das C? Oder kann ich vom H nur zurück auf das B gehen? Ich bin verwirrt :D Danke im vorraus

Antwort
von Kickflip99, 41

Ja, das Klavier ist nach C-Dur bzw a-Moll ausgerichtet, also auf dem Klavier sind die weißen Tasten von C ausgehend eine Dur-Tonleiter :) das bedeutet, dass von e nach f und von h nach c ein Halbtonschritt ist und somit ohne schwarze Taste dazwischen.

Antwort
von PurpurSound, 20

Ganz einfach: von einer klaviertaste (weisse+schwarze) zur nächsten ist immer ein halbtonschritt.

Welches intervall der halbtonschritt dann ist hängt von der notation ab. Sie richtet sich nach dem stammtonprinzip:

e-eis etwa wäre danach eine ü1, e-f eine k2 und e-geses eine dv3 (doppelt vermindert). Alles dem hören nach ein halbtonschritt und dieselben klaviertasten, aber anders notiert und daher andere intervalle!

LG Max

Antwort
von blechkuebel, 32

Ja genau, das C. "Ein Halbtonschritt hoch" bedeutet nicht unbedingt, dass man auf einer schwarzen Taste landet, sondern wenn der Ausgangspunkt H ist oder E, landet man auf einer weißen. (im Fall von E landet man auf F).

Antwort
von jan0510, 43

H => C
Ein Halbtonschritt ist die unmittelbar nächste Taste am Klavier.

Antwort
von musicbee2000, 31

Du hast es verstanden! Von H geht es auf C, von E auf F

Antwort
von Pokentier, 17

Das hast du richtig verstanden. Ein Halbtonschritt bezieht sich lediglich auf den Intervall, nicht darauf, wie das Klavier aussiecht und welche Taste da als nächstes kommt.

Allerdings stimmt das "Das Klavier ist auf C-Dur ausgerichtet" nicht. Es ist nun mal einfach so, dass es zwischen dem E und F und dem H und C keine Halbtonschritte gibt. Das hat nichts mit der Tastenausrichtung auf dem Klavier zu tun. 

Tatsächlich ist es so, dass es neben der Dur und Moll Tonleiter noch zahlreiche weitere Tonleitern (z.B. Kirchentonleitern) gibt, die ebenfalls nur "weiße Tasten" benötigen, dann aber einen anderen Ausgangston haben und somit die Halbtonschritte woanders liegen.

Dur ist bekannt als die ionische Tonleiter, Moll als die äolische Tonleiter.

Weiterhin gibt es noch die dorische, die phrygische, die lydische, die mixolydische und die lokrische Tonleiter. Wo diese die Halbtonschritte haben, lässt sich recht leicht an den "weißen Klaviertasten" erklären:

Ionisch = C

Dorisch = D

Phrygisch = E

Lydisch = F

Mixolydisch = G

Äolisch = A

Lokrisch = H

Wenn du bei besagten Tonleitern bei dem jeweiligen Ton hinauf alle "weisen Tasten" auf dem Klavier drückst, bekommst du die Tonleitern mit ihren Ganz- und Halbtonschritten heraus.

Es gibt auch noch einige mehr, wie die hypodorische oder hypophrygische Tonleiter, das sind aber die Haupt-Tonleitern.

Kommentar von Garfield0001 ,

zwischen E und F kann ja auch kein Halbtonschritt mehr kommen. das wäre ja dann ein Vierteltonschritt (oder wie man das nennen würde gg)

Kommentar von Pokentier ,

Ja, aber mich da zweideutig ausgedrückt. Solltes heißen: Ist nun mal so, dass E-F und H-C Halbtonschritte sind.

Kommentar von PurpurSound ,

Halbtonschritte beziehen sich gerade nicht auf intervalle sondern (am beispiel klavier) auf klaviertasten!

Und doch: die klaviertastatur ist historisch an der struktur von dur bzw.ionisch (hier also c-dur) ausgerichtet! Dass auch andere skalen mit diesen tönen arbeiten ist eine konsequenz der modalen zyklusbildung. Es gibt auch all deine tollen tonleitern mit allen anderen vorzeichen!

Kommentar von Pokentier ,

Auch hier wohl unglücklich formuliert. Es ging darum, dass die Töne und ihre Lage zueinander nicht durch das Klavier definiert wurde, sprich es war eben immer so, dass die Tonfolgen schon immer so angelegt waren.

Dazu, zum Verständnis, bei Intervallen beziehe ich mich darauf, dass Halbtonschritte faktisch eine kleine Sekunde sind, da von denen in der Frage die Rede war.

Antwort
von Posaunist, 9

Sowohl vom h zum c, als auch vom e zum f sind Halbtonschritte, obwohl es sich jeweils um nebeneinanderliegende weiße Tasten handelt.

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