Frage von XpressMak123, 11

Eine Frage der Einstellung?

Es kommt vor, dass man sich in Anwesenheit bestimmter Menschen unwohl fühlt, weil sie einen an jemanden Erinnern, der ein schlechter Mensch ist, einen verletzt hat, einen ausgeraubt hat, was auch immer.

Besteht dieser Umstand ausschliesslich aufgrund optischer Merkmale, sehe ich mich vor einer Grundsatzfrage, welche - ich hoffe, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne - man bis hin zum Rassismus erweitern könnte. Hypothetisches Beispiel: Daniel ist ein weisser Typ, dessen Kinder vor Jahren von einem Typen namens John ermordet wurden. John war der einzig schwarze in Daniels Umfeld. Nicht etwa, weil Daniel ein Rassist war, vielmehr weil Daniel in einer Gegend aufwuchs, in der schlicht fast nur weisse Menschen lebten. Sein dadurch entstandenes Trauma kehrt immer dann zurück, wenn er einen schwarzen Menschen sieht. Daniel hat Mühe damit, dass er seither als Rassist abgetan wird, da sich Daniel eigentlich politisch engagiert, und sich immer als linksstehenden sah. Seine politischen Haltungen kann er aber oft nicht gelungen umsetzen, aufgrund seines Traumas, welches ihm immer im Wege steht.

Was würdet ihr diesem Typen raten? Es ist im Beispiel ausgeschlossen, dass er das Trauma los wird.

Und ja, dies ist definitiv ein erfundenes Beispiel. Die Frage begann ich mir zu stellen, als ich mir überlegte, warum ich Nicols Cage Filme plötzlich nicht mehr mag, wo ich Ghost Rider doch früher ziemlich genoss.

Dann fiel mir auf, dass ein mir neuerdings bekannter Idiot mich an ihn erinnert. Dann begann die Angst, etliches an verfilmter Literatur aufgrund eines so blöden Umstands zu verpassen. Dann begann ich diese Frage zu formulieren. Dann begann ich mich lustig zu fühlen, in dem ich einige Zeilen mit "Dann begann" zu beginnen begann. Dann bemerkte ich, dass die Entertaste keinen Einfluss auf die Formatierung jenen Text's hat, welcher euch angezeigt wird.

Danke für konstruktive Antworten im Voraus.

Antwort
von 0Milli0, 2

Ich würde nicht sagen, dass es nur äußerliche Merkmale sind. Eine Person kommuniziert ja schließlich auch durch Gestik und Mimik, die eine Person an jemanand anderen erinnern kann. Ich bin mir auch nicht so sicher, ob das Beispiel so treffend ist, da er für sich eine offene Haltung gegenüber neuen Menschen entschieden hat, dennoch aber Angst vor einer spezifischen Menschengruppe hat. Diese Angst oder eben Unsicherheit ist oft die Motivation von rechtsradikalen Personen, die durch Rassismus mit der Angst umzugehen versuchen. Würde jemand wirklich mit einem derartigen Traumata leben, so würde er für sich fest machen, dass diese Personengruppe gefährlich sein kann und er diese Personengruppe nicht in seiner Nähe haben möchte (und er diese von der Gesellschaft ausschließen möchte), was ihn, durch seine vorhandenen Vorurteile, nicht mehr zu einer linksstehenden Person machen würde.

Ich hoffe, ich konnte ein passendes Kommentar dazu beitragen, andernfalls würde ich mich über eine Kritik freuen. :)

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