Frage von orbetalkush, 110

Eine Frage an Eltern: Worin unterscheidet sich die Erziehung eines Mädchen von dem eines Jungen, und welches Geschlecht ist "einfacher" zu erziehen?

Bitte schreibt noch ob ihr Mädchen oder Jungen habt, ob ihr Vater oder Mutter seit und vielleicht noch wie alt das Kind heute ist. Das würde mich mal interessieren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Volkerfant, 34

Die Erziehung von Jungs und Mädchen sollte sich heutzutage nicht mehr unterscheiden. Es ist egal, ob Jungs manchmal mit Puppen spielen und sich gerne pink anziehen wollen oder ob Mädchen lieber mit Autos spielen wollen.

Das heißt alles nichts, man kann nicht davon ausgehen, dass dann diese Jungs und diese Mädchen schwul oder lesbisch werden! Die Kinder sollten sich in ihren Neigungen und Fähigkeiten frei entwickeln und entfalten dürfen.

Man sollte Abstand nehmen, sie sexuell in eine Richtung reinpressen zu wollen. Das funktioniert nicht, denn später haben es diese Persönlichkeiten viel schwerer, sich zu positionieren und sich durchzusetzen. Manche schaffen es dann nicht und werden psychisch krank, weil sie sich im falschen Körper fühlen.

Ich habe selbst Jungs und Mädchen groß gezogen. Meine Kolleginnen sagen alle, dass ihre Jungs schwieriger waren, als ihre Mädchen, aber das kann ich nicht behaupten. Ich habe die gegenteilige Erafhrung gemacht. Mein Sohn war in jedem Alter pflegeleicht, während meine Mädchen in der Pubertät richtig aufdrehten.

Rein anatomisch gesehen ist es aber so, dass Jungs mehr Kräfte besitzen, als Mädchen. Als meine Tochter einen typischen Männerberuf erlernte, bezweifelte ich anfangs, dass sie das körperlich durchhalten würde.

Das Gegenteil war aber der Fall. Die starken Jungs waren faul und setzten ihre Kräfte nicht ein, während meine Tochter sich anstrengte und mit List geeignetes Werkzeug fand, um dies wettzumachen.

Der Meister im Betrieb sagte, das gleich am Anfang, dass das generell so wäre.

Kommentar von Volkerfant ,

Danke für den Stern.

Antwort
von Ini67, 11

Hallo,ich bin Mutter zweier Söhne, 17 und 11 Jahre alt. Daher kann ich eher für Jungs sprechen.

Die Werte, die wir ihnen vermittelt haben, hätten wir aber einem Mädchen genauso nahe gebracht. Auch wären wir ebenso konsequent wie empathisch gewesen, denke ich.

Was ich als Frau erst lernen musste war, dass Jungs Konflikte oftmals über die körperlich Ebene ausmachen. Dann rempelt man mal zusammen und danach ist alles wieder gut und man spielt weiter. Mädels zicken eher mal länger rum. Da scheint auch mehr hinten herum zu laufen, soweit ich das mit bekomme.

Ganz ehrlich - ich habe diese Art von Jungen, mit Konflikten umzugehen mittlerweile echt schätzen gelernt. Damit will ich natürlich nicht dafür plädieren, sich zu prügeln aber lieber mal einen klaren verbalen Schlagabtausch und gut ist, als endlose Zickereien hintenherum.

Jetzt so in der Pubertät merke ich, dass sich meine Jungs insofern distanzieren, dass sie nicht mehr alles erzählen und nun vieles mit sich und ihren Freunden ausmachen. Das ist normal und das kann ich auch gut akzeptieren.

Streitereien zwischen uns gibt es natürlich aber nicht allzu oft und dann auch nicht endlos. Grenzen werden immer wieder angepasst. Geben und Nehmen ist wichtig. Ist Sohn zuverlässig, kann man Regeln lockern. Manche Regeln sind nicht verhandelbar. Punkt.

Damit sind wir eigentlich durch alle Altersstufen hindurch gut gefahren.

Antwort
von ETechnikerfx, 48

Vater, drei Kinder, 14w, 4m, 0w

Also Unterschiede gibt es bei jedem Kind, ob nun Junge oder Mädchen. Jeder Mensch ist anders, hat andere Charakterzüge. Meine Tocher(14) war eher introvertiert, zurückhaltend wobei hingegen mein Sohn eher aufbrausend und wild ist. Die Erziehung unterscheidet sich dahingehend eigentlich nicht, da die Werte, welche vermittelt werden, nur von einem Selbst übertragen werden können. So wie vorgelebt wird, so lebt das Kind auch. Der Zug ist dann ab 10 Jahren ca. abgefahren, dann werden die Kinder selbstständig. 


Antwort
von Vanelle, 21

Erziehung darf nicht geschlechtsspezifisch erfolgen!

Daraus resultieren die Strukturen in der Gesellschaft, die Frauen oft benachteiligen.

Für alle Kulturen gilt eigentlich immer noch, dass Mädchen "lieb" zu sein haben und ein "richtiger" Junge auch schon mal ein Raufbold.

Das fängt beim Säugling oder Kleinkind mit Kleidung und Spielzeug an und wird beim "antrainieren" von sozialem Verhalten fortgesetzt.

Einem Jungen, der über ein bestimmtes Alter hinaus lieber sein Kuscheltier im Arm hält, wird recht rüde klar gemacht, dass so etwas mädchenhaft ist und er sich gefälligst in Richtung "Technik" zu interessieren habe und umgekehrt für Mädchen.

Kommentar von ETechnikerfx ,

Das was sie schreiben entspricht jedoch auch wieder einem Klischee, nämlich dem des Feminismus. Geschlechterspezifische Erziehung geht in den meisten Fällen ja auch nicht bewusst von den Eltern aus. Eltern dienen als Vorbild und daran orientieren sich die Kinder. Wenn keine geschlechterspezifische Elternrollen mehr vorhanden sind, weil beide Eltern arbeiten und sich zu gleichen Teilen an Erziehung und Haushalt gleichberechtigt beteiligen, dann erst ist eine geschlechterunspezifische Erziehung möglich. Alles andere ist Utopie.

Antwort
von catweasel66, 35

hab ne tochter von 12 jahren, bin der vater und bin mit dieser pubertierenden jungen dame zeitweise restlos überfordert....

an alle denen es genauso geht....bleibt standhaft    :-)))

Antwort
von RosnrotRapunzl, 52

Ich bin Mutter von einer zauberhaften 4 Jahre alten Tochter und denke, dass die Erziehung nicht nur Ansichtssache, sondern auch abhängig vom Charakter des Kindes ist. 

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