Frage von Ynayth, 38

Eine Frage an alle Otherkins: ?

Zuerst einmal, bitte versteht meine Frage nicht als Angriff auf euer Weltbild/euren Glauben, ich stelle sie aus reiner Neugier.

Da Otherkins ja glauben, eine nichtmenschliche Seele würde in ihnen leben, setzt das schonmal voraus, dass sie an einen Seele glauben und daran, dass sie über ein einzelnes Leben hinaus existiert. Zumindest habe ich bisher oft im Zusammenhang mit Otherkins von früheren Leben gelesen. Das Prinzip von einer Seele und deren Reinkarnation kennt man ja vor allem aus dem Buddhismus. Eine Seele wandert von Leben zu Leben und Körper zu Körper bis zum Nirwana. Dabei ist sie soweit ich weiß nicht an eine Spezies gebunden. Wenn man also das Konzept des Buddhismus und die Otherkins vergleicht, stellt sich mir die Frage, wie die Otherkins ihrer Seele einem bestimmten Wesen zuordnen können, zum Beispiel einem Drachen. Wenn eine Seele seit Urzeiten schon wandert, war sie Theoretisch schon alles.

Wie beantwortet ihr euch diese Frage?

Nochmal: Ich frage aus Neugier. Ich suche keine alpgemeingültige Antwort auf diese Frage, mich interessieren ganz subjektive Einzelmeinungen.

Vielen Dank für eure Antworten :)

Antwort
von Rlohdaen, 25

Stimmt schon - eine Seele gehört zu keiner bestimmte Spezies - oder Geschlecht oder Kultur ... und probiert etliches aus. Die Ewigkeit ist "verdammt lang".
Aber wenn man ZBsp. einige Inkarnation in einer bestimmten Kultur (nur als Beispiel!) verbringst, gewöhnt man sich daran und fühlst sich dort wohl (ansonsten sucht man sich etwas anderes), d.h. es entwickeln sich Präferenzen - die dann gewissermaßen zu einem "Selbstläufer" werden. Wenn man dann wechselt, hängt einem das gewohnte nach, man fühlt sich im Neuen nicht so wohl. Dieser Effekt wird stärker, wenn man im "alten" längere Zeit verbracht hat, das Bewußtsein damals stärker ausgeprägt war und die Unterschiede extremer sind. Und bei manchen OtherKin entsteht so dann auch der Wunsch, wieder "zurück" zu wollen. Das kann auch so weit gehen, daß man (nichtmenschliche) Bekanntschaften oder nicht mehr vorhandene Körperteile vermißt - denn auch damit sind Emotionen verknüpft, die zuweilen eine erstaunliche Tiefe haben können, die man auf menschlicher Ebene nicht erleben kann. Und auch dieser kuriose Kontrast hat schon fast eine gewisse "Suchtwirkung" - jedenfalls bei mir.

Antwort
von Mondseele, 12

Darauf gibt es auch keine eindeutige und allgemeingültige Antwort, aber viele Erklärungskonzepte. Eines hat Rlohdaen schon genannt. Ein anderes, das vor allem von Astralwesen-Otherkin gerne herangezogen wird ist, dass man ursprünglich (also als erstes) ein bestimmtes Wesen war, meist sehr lange und dann erst auf "Wanderschaft" ging. 
An Reinkarnation zu glauben setzt keinesfalls voraus, Buddhist zu sein bzw andere buddhistische Konzepte ebenfalls zu übernehmen. Ist nicht die einzige Religion, die das beinhaltet, und es braucht im Grunde gar keine. Mir ist eigentlich noch kein Otherkin untergekommen, der dachte, dass wir uns irgendeine Rangordnung hoch-inkarnieren und dann im Nirvana landen. Manche glauben bei ihrer menschlichen Inkarnation an eine zusätzliche Erfahrung für ihre Seele, an einen "Irrtum", eine Aufgabe oder gar Strafe, viele halten sie für die Einzige, die nicht in "ihrer" Spezies stattfindet, manche denken, dass sie sich ihre Inkarnationen selbst aussuchen, andere nicht, das ist sehr unterschiedlich.

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