Frage von arashinouta, 114

Eine Frage an alle Menschen, die einer Religion angehören...?

Vorweg: Ich will absolut niemanden mit dieser Frage diskriminieren oder Sonstiges und werde mich auch bemühen, höflich zu schreiben - da ich mich aber nicht allzu gut mit Einzelheiten auskenne, bitte ich aufrichtig um Verzeihung, sollte sich jemand an meinen Formulierungen stören.

Ich bin 14 (w) und es gibt da etwas, was mich zum Grübeln bringt. Und zwar habe ich, Kind von zwei überzeugten Atheisten, vor geraumer Zeit angefangen, zu beten. Ich habe etwas in meinem Leben gebraucht, an das ich mich wenden kann und an das ich mich wenden kann und an das ich glauben kann. Seit ich das tue, habe ich das Gefühl, dass vieles besser läuft in meinem Leben. Wenn etwas nicht so läuft wie geplant oder auch vor Entscheidungen denke ich über (mögliche) Fehler meines Handelns nach und generell bemühe ich mich, Gutes für die Allgemeinheit zu tun. Ich plane auch gerade, eine Art Spendenaktion für Obdachlose ins Leben zu rufen.

Das eine große Problem ist die Tatsache, dass ich nicht gezielt an den christlichen Gott oder Allah bete, sondern eher an Götter im Allgemeinen. Ist das in euren Augen eine Sünde bzw. etwas Schlechtes, wenn ich so "unkonkret" handele? Ich mache mir Sorgen, dass sich Leute, die eine genauere Vorstellung von ihrem Glauben haben, sich angegriffen fühlen könnten, wenn sie so eine Lebensweise sehen.

Eine grundsätzliche Frage wäre da auch mal: Was sind für euch "Grundvorraussetzungen" für einen Glauben, also was sind "typische" Dinge (die Wörter in diesem Satz sind irgendwie schwer zu beschreiben, das tut mir leid) oder Handlungen, die man als gläubiger Mensch unabhängig von der Glaubensrichtung tun sollte (ich rede hierbei vom Beten, von Opfergaben und derartigem). Und habe ich mit der Art, auf die ich gläubig bin, eurer Meinung nach überhaupt das Recht, mich religiös oder gläubig zu nennen?

Mein anderes großes Problem ist die Tatsache, dass ich nicht weiß, wie und ob ich mit anderen Menschen darüber reden soll. Meine Freundin ist überzeugte Christin und ich habe Angst, sie unabsichtlich zu beleidigen oder zu verletzen, während meine Eltern wie oben gesagt beide Atheisten sind (aus der Kirche ausgetreten), die mich vielleicht - auch wegen meinem Alter - nicht ernst nehmen würden oder, wie ich fürchte, denken, dass sie versagt haben, weil sie mir zum Beispiel irgendetwas im Leben nicht geben konnten, was ich jetzt im Glauben suche (dem ist nicht so, sie sind wundervolle Eltern und übrigens auch nicht religionsfeindlich oder ähnliches).

Herzlichen Dank an euch, die vielen lieben Menschen da draußen, die sich die Zeit nehmen, diesen Text zu lesen und zu antworten! Ich wünsche allen einen schönen Abend (oder Morgen oder Tag, wann auch immer ihr das lest). :)

Antwort
von Schwoaze, 31

Interessant! Das gefällt mir! Du suchst keine Antworten bei Drogen.

Hast Du das Bedürfnis, einer Religionsgemeinschaft anzugehören?

Ich bin röm.kath. aus einem ebensolchen Elternhaus. Aber weder verbissen noch stur, habe ganz im Gegenteil erhebliche Probleme, "zu glauben".  Ich schätze die Kirchen allgemein für ihren Einsatz für den Frieden auf dieser Welt.

Ich schätze die caritativen Werke der Kirchen. Ich achte den Erhalt unsagbar wertvoller Kunstschätze und Bauwerke. Ich achte die 10 Gebote als Grundgerüst unserer westlichen Kultur... grob gesagt.

Ich hab im Hinterkopf:... hoffentlich lässt sie sich nicht auf eine Religion ein, die sie in ihrem Leben, ihrer Freiheit einschränkt.

Du bist auf eine abenteuerliche Reise gegangen. Ich wünsche Dir dafür ein feines Gespür und alles Gute.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 32

Ich habe etwas in meinem Leben gebraucht, an das ich mich wenden kann
und an das ich mich wenden kann und an das ich glauben kann

Das ist meiner Meinung nach völlig normal und menschlich.

Die Ehrfurcht vor dem Größerem, die Angst vor Unerklärlichem, das Bedürfnis nach Fürsorge, Gerechtigkeit und einen Sinn, sind Teil des Menschen.

Das eine große Problem ist die Tatsache, dass ich nicht gezielt an den christlichen Gott oder Allah bete, sondern eher an Götter im Allgemeinen

Wenn dir diese Vorstellung emotional hilft und dich zu einem glücklicheren Menschen machst, dann mache das doch einfach.

Ist das in euren Augen eine Sünde bzw. etwas Schlechtes, wenn ich so "unkonkret" handele?

Meiner Meinung nach ist das Konzept der religiösen "Sünde" ein von Menschen geschaffenes Mittel zur Manipulation und Kontrolle. Es gibt sie nicht.

Ich mache mir Sorgen, dass sich Leute, die eine genauere Vorstellung von ihrem Glauben haben, sich angegriffen fühlen könnten

So lange du niemandem deine eigenen Überzeugungen aufdrängst, kann dir die Meinung anderer Menschen hierzu herzlich egal sein.

die man als gläubiger Mensch unabhängig von der Glaubensrichtung tun
sollte (ich rede hierbei vom Beten, von Opfergaben und derartigem

Rituale sind für den Menschen da. Als Mittel zur Erziehung, um ihm ein Gefühl von Heiligkeit und Gemeinschaft zu vermitteln. Sie sind aber nicht wesentlich.

Und habe ich mit der Art, auf die ich gläubig bin, eurer Meinung nach
überhaupt das Recht, mich religiös oder gläubig zu nennen?

Es gibt kein Gesetz der Welt, dass dir deine persönlichen Gefühle verbieten kann. Wenn du meinst eine "Heiligkeit" zu spüren, ist das eben so.

Mein anderes großes Problem ist die Tatsache, dass ich nicht weiß, wie und ob ich mit anderen Menschen darüber reden soll

Deine Religiosität ist deine persönliche Beziehung zu dir selbst und dem, woran du glaubst. Weshalb solltest du anderen davon erzählen?

Meine Freundin ist überzeugte Christin und ich habe Angst, sie
unabsichtlich zu beleidigen oder zu verletzen

Wenn ihr nicht über Religion sprecht, gibt es das Problem nicht. Außerdem hast du ein Recht auf freie Meinungsäußerung.

während meine Eltern wie oben gesagt beide Atheisten sind

Ich bin auch der einzig religiöse Mensch in unserer Familie und das ist hier überhaupt kein Problem, weil wir unsere persönlichen Freiräume achten.

die mich vielleicht - auch wegen meinem Alter - nicht ernst nehmen würden oder, wie ich fürchte, denken, dass sie versagt haben

Du musst ihnen deine Religiosität ja nicht aufdrücken. Wenn du  fünf Minuten langt ungestört sein willst, sag es einfach - ob du dann liest, betest, etc ist deine Sache.

Viele Menschen meinen, ihre Religion nach außen sichtbar zur Schau stellen zu müssen, dabei geht es doch um eine zutiefst persönliche Angelegenheit.

Also bleibe einfach ganz normal und mache keinen magischen Budenzauber, wo keiner notwendig ist.

Antwort
von JTKirk2000, 19

Ich würde mich bei einem Gebet speziell an ein Wesen richten, aber wenn man es nicht besser weiß, ist ein allgemein gehaltenes Gebet immerhin besser als keines und ein Gebet bei welchem man glaubt, dass die Bitte gewährt oder dass man eine entsprechende Antwort erhält ist besser als eines, wo man eine solche gerade nicht erwartet. Die einzige "Opfergabe", die nach christlicher Lehre notwendig ist, damit die eigenen Gebete beantwortet oder entsprechend erbetene Hilfe gewährt wird, liegt darin, dass man glaubt dass diese Gebete erhört und entsprechend beantwortet werden und dass man entsprechend erbetene Hilfe erhält (das steht mehrmals entsprechend im Neuen Testament). Zudem sollte man nie um etwas beten, was entgegen der Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft oder insbesondere Entscheidungsfreiheit Anderer steht, denn erstens werden solche Bitten zumindest nicht vom himmlischen Vater gemäß dem christlichen Glauben gewährt und zweitens fällt es auf einen selbst zurück, da eine solche Bitte etwas negatives wäre.

Wenn Du an (einen) Gott glaubst, dann bist Du gläubig, egal was Andere dazu meinen. Wenn Du einer Religion angehörst, dann bist Du auch religiös und auch hier ist es unabhängig davon, was Andere meinen. Ich bin Mormone und sehe mich aufgrund der Werte, die ich angenommen und zu leben gelernt habe, als Christen. Andere Christen lehnen ab, dass Mormonen Christen sind, aber wenn es danach geht, bin ich froh, dass ich nach modernem Verständnis vermutlich der Mehrheit der Christen kein Christ bin, weil ich nach dem lebe, was klar in der Bibel steht, und nicht nach dem, was durch Interpretation aus der Klarheit der Bibel gemacht wurde. Wenn also Mormonen keine Christen sind, dann sind Mormonen eben Urchristen, also so wie jene, die damals Christus begleitet und seine eigentliche Lehre angenommen und entsprechend gelebt haben.

Jeder Mensch reagiert und empfindet anders. Ich weiß nicht, wie Deine Freundin in Bezug auf Glauben, Gebete und dergleichen reagiert. Dass sie Christin ist, sagt darüber relativ wenig aus. Es sagt nicht einmal aus, ob sie "nur" betet, oder auch tatsächlich glaubt, dass entsprechende Bitten gewährt und erbetene Antworten erhalten werden und es sagt ebenso wenig aus, ob sie tatsächlich nach den Werten lebt, die im Neuen Testament als entsprechend wichtig dargestellt werden. Dabei kann es also nur helfen, dieses Thema vorsichtig in Gang zu setzen, also nur einen Anstoß für das Thema zu geben und dann darauf zu hoffen, dass sie etwas antwortet, auf was Du entsprechend thematisch aufbauen kannst.

Antwort
von MaraMiez, 37

Mir gings ganz lange so, wie dir. Ich hatte keinen Namen dafür und konnte es niemandem beschreiben. Kein Stichwort geben, nachdem derjenige im Notfall googeln könnte.

Und ich hab mich lange auch nicht getraut, irgendwem überhaupt was zu sagen. Speziell meinen Eltern, die mit Religion überhaupt nichts am Hut hatten.

Irgendwann hab ich einfach nur gesagt, dass ich an etwas glaube, es aber nicht Gott nenne und das Thema dann dabei belassen. Für gewöhnlich war das aber nahezu nie irgendwie im Gespräch aufgekommen.

Ich bin in Kirchen verschiedener Gemeinden, in einer Moschee und in einer Synagoge und hab mit den Pfarrern usw. geredet und die gefragt, was die davon halten. Ich habe von allen das selbe gehört: "Das Christentum/Judentum/Islam ist nichts für dich, das merkt man. Du wärst nicht glücklich hier. Aber darum geht es auch gar nicht, solang du mit dir selbst ehrlich bist. Du brauchst dich nicht zu rechtfertigen." (Vielleicht hatte ich auch nur Glück mit den Menschen, mit denen ich geredet hab).

Ich hab immer wieder festgestellt, dass es keine der großen Religionen ist, die dem, woran ich glaube, auch nur nahe kommt. Die wirkten auf mich immer irgendwie beschränkt und einschränkend (ich will damit keinem Angehörigen dieser Religionen auf den Schlips treten...das war einfach nur mein ganz individuelles Empfinden).

Erst vor knapp 2 Jahren traf ich jemanden, bei dem das Thema ganz zufällig aufkam und da stellte ich dann enorme Übereinstimmungen fest. Ich hab dann weiter recherchiert und irgendwann für mich selbst beschlossen: Das isses jetzt. Ich hab, als ich erstmal wusste, wo ich suchen muss, ganz viele tolle Menschen gefunden, die mir super geholfen haben (und es auch immernoch tun...bin eine Wicca, falls das interessiert).


Lange Rede, kurzer Sinn: mach das so, wie es sich für dich richtig anfühlt. Nur dann kann dir Spiritualität das geben, was du dir davon erhoffst. Rechtfertige dich nicht für die Art, auf die du an irgendwas glaubst, oder nicht glaubst. Mag sein dass strenggläubige Menschen sagen "Das ist doch kein echtes glauben." aber dann lass sie das denken. Für dich ist das, was sie machen, nicht "echt".

Du beleidigst niemanden mit deiner Art zu glauben, wenn du sie wissen lässt, dass es für dich absolut okay ist, wenn sie das so machen, wie sie das für richtig halten. Wenn die dann trotzdem beleidigt sind, ist das nicht dein Problem, sondern deren.

Kommentar von arashinouta ,

Wow, vielen Dank für diese ausführliche Antwort! Das gibt mir ungemein Mut! :)

Antwort
von Andrastor, 34

Du kannst den "Empfänger" deiner Gebete zum nächstbesten Milchkarton oder Stuhl ändern und du wirst sehen dass er deine Gebete genauso erfüllt.

Was dir beim Beten hilft, ist die meditative Ruhe, die du dir währenddessen nimmst und nicht der Einfluss irgendwelcher kosmischer Zauberer.

Du bist gläubig, wenn du das von dir selbst denkst, meistens zwar nur aber-gläubig, aber das Glauben etwas anderes als Aberglauben sei ist unter allem Aberglauben der größte.

Religiös kannst du dich erst nennen, wenn du tatsächlich einer Religion mit all ihren Bräuchen, Sitten, Unsitten und Einschränkungen nachgehst.

Fakt ist, du brauchst weder einen Glauben, noch eine Religion, alles was sich in deinem Leben zum Besseren gewandt hat, hast du deinen eigenen Leistungen zu verdanken!

Kommentar von arashinouta ,

Zu Teilen denke ich zwar auch, dass mir die meditative Ruhe beim Beten hilft, so, wie du beschrieben hast, jedoch sind all die Dinge, die besser oder gut gelaufen sind, Dinge gewesen, die ich absolut nicht beeinflussen kann/konnte, sogesehen würde ich nicht sagen, dass das meine eigenen Leistungen sind, aber deine sehr gute Antwort bringt mich zum Nachdenken. Vielen Dank dafür!

Kommentar von Andrastor ,

Wir können mehr beeinflussen als wir für möglich halten und wenn es sich tatsächlich um Dinge handelt, die ausserhalb deiner Einflussmöglichkeiten liegen, dann war das nichts weiter als Zufall.

Wie gesagt, ein Gebet an einen Stuhl hat genau denselben Effekt. Das Beten mit den Glücksfällen in Verbindung zu bringen, ist ein klassischer Fehlschluss.

Antwort
von Unkraut1401, 31

Hi,

das ist mal ein ganzer Berg Fragen ;-)

Jeder Mensch hat sein ganz eigenes Weltbild (oft religiös geprägt), und du bist gerade in dem Alter in dem man anfängt sich Dieses zu schaffen.

Deine Eltern haben auch ihr ganz eigenes Weltbild, mit der Vorstellung, dass es keinen Gott gibt, aber der Toleranz Gläubigen gegenüber. Wenn du dies so nicht übernehmen möchtest, musst du dir deinen "Glauben" selbst schaffen, und das ist auch OK so.

Mir ging es eine Zeit lang ähnlich wie dir, ich hatte ein prinzipiell atheistisches Bild der Welt, aber das war irgendwie nicht genug. Ich habe mich (recht analytisch nüchtern, nicht gläubig) mit verschiedenen Religionen befasst, und habe hier häufig das herausgelesen, was du beschrieben hast, "verhalte dich gut und dir passiert gutes" (Karma oder wie auch immer). Dies muss aber nicht mit einer höheren Macht verbunden sein, sondern hat psychologische und sozionlogische Hintergründe - mit einer positiven Einstellung siehst du nur gute Dinge, wie man in den Wald schreit...

Im Endeffekt bin ich für meinen Teil beim Paganismus hängen geblieben, da es diese Religion eigentlich nichtmehr gibt und ich mir meine Vorstellung der Welt selbst schaffen kann. Speche auch regelmäßig mit "Göttern" und "opfere" ihnen auch (nein keine Blutopfer oder was ihr euch jetzt zusammenspinnt), obwohl ich nicht an ihre tatsächliche Existenz glaube. Religion ist Einstellungssache, alleine dass du dich damit beschäftigst verändert dich, und dadurch die Welt - durch dich kann jeder Gott real werden.

Du darfst beten zu Wem oder Was du willst, wichtig ist, dass es dir weiter hilft.

Antwort
von DieKatzeMitHut, 45

Man versucht immer Glaube in genaue Vorstellungen zu pressen, eigentlich ist das aber gar nicht notwendig.
Glaube ist das, was du daraus machst.

Es gibt viele Menschen, die weit weniger zielgerichtet an "den" Gott glauben, sondern einfach von einer höheren Macht überzeugt sind. Und das ist auch völlig in Ordnung. Warum muss etwas richtig oder falsch sein, nur weil nicht alle so denken?

Glaube schenkt vielen Menschen Kraft, und solange das so ist, solange du niemandem aktiv schadest, gibt es keinen Grund das nicht auch weiter so zu handhaben. Du scheinst ja viel Positives aus deinem Glauben ziehen zu können, nimm es als das an, was es ist.

Es ist immer möglich, dass man andere Menschen damit kränkt - viele Christen fühlen sich ja schon gekränkt, wenn man Atheist ist. Aber dein eigener Glaube geht andere Menschen auch nicht mehr an, als du selbst möchtest.
Und im Kern sollte jeder Mensch so tolerant sein, auch andere Lebensweisen akzeptieren zu können.

Antwort
von RevatiKKS, 19

Ein Gläubiger sollte ernsthaft sein und sich darum bemühen zu verstehen, was Gott von ihm möchte, wie er in der Welt handeln und Gott dienen kann. Denn das ist unsere Position in der Beziehung zu Gott.

Ist man dazu ernsthaft bereit, dann wird Gott einem zeigen, wie es weitergeht, wie man Ihm wieder näher kommen kann.

Bitte Gott darum, dir zu zeigen, dich verstehen zu lassen, wer und wie Er ist!

Es gibt viele Religionen, die alle einen Zweck erfüllen, aber das letztendliche Ziel ist es, Gott wieder lieben zu lernen. darum sagt Er selbst in der "Bhagavad-gita wie  sie ist" ganz am Schluss nach all den Anweisungen und Ratschlägen: Gib alle Arten von Religion auf und ergib dich einfach Mir!"

Du spürst ja offenbar schon, dass sich in deinem Leben etwas verändert, das ist doch ein gutes Zeichen. Mach einfach weiter, horche in dich hinein (eine der inneren Stimmen ist die Stimme Gottes) und du wirst feststellen, dass du Ihm Schritt für Schritt näher kommst.

Es gibt ein Mantra, das man unabhängig von seiner praktizierten Religion (also auch zusätzlich) chanten kann, entweder sprechen oder singen. Es bringt uns Gott wieder näher.

Hier kannst du das mal hören. Ich weiß nicht welchen Stil du magst, aber es gibt noch unzählige andere Aufnahmen auf Youtube:

Man nicht ,mit edem über solche Dinge sprechen, solange man nicht genügend persönliche Erfahrungen mit Gott gemacht hat. gewisse dinge sollte man ohnehin besser für sich behalten, weil sie einfach zu persönlich sind. Das ist wie in einer Liebesbeziehung. Das läuft man auch nicht herum und spricht mit jedem über die letzten Erfahrungen. Das käme auch beim Partner nicht sonderlich gut an und würde die Beziehung nur stören.

Antwort
von HirnvomHimmel, 21

Was Du glaubst, ist grundsätzlich deine private Angelegenheit und so wie es sich anhört, schadest Du damit weder dir selbst, noch anderen Menschen.

Sicher wird es immer Menschen geben, die sich durch einen anderen / abweichenden Glauben angegriffen fühlen, allein weil er existiert. Wenn Du deinen Glauben frei ausleben möchtest, bleibt dir nichts übrig, als hinzunehmen, daß es manchmal so ist. Es ist kein wirklicher Angriff von dir, der ihnen das schlechte Gefühl bereitet, sondern es ist oft eine intolerante religiöse Erziehung oder eigene Zweifel.

Was deine atheistischen Eltern und deine religiöse Freundin betrifft, so sind beide hoffentlich auf deiner Seite und wollen, daß es Dir gut geht. Und Wenn Dir dein Glaube dabei hilft - voilá.

Antwort
von xXSnowWhiteXx, 35

Hey,

wenn du etwas hast, und du überzeugt bist, dass es dir gut tut, dann bleib dabei. Mit deinen polytheistischen Glaubensansetzen bist du nicht alleine.

Ich z.B. bin eine Wicca und wir haben die Grundsätze: "Alle Götter sind ein Gott, und alle Göttinnen sind eine Göttin." Und "Tue was du willst, solange es keinem Schadet." Ich finde meine Götter in der Natur und in mir selbst. Frage dich also selbst: "Wo sehe ich Gott?"

Und bitte lass dir von niemandem einreden, "dass es Gott nicht gibt" oder "das es nur eine wahre Religion" gibt. Denn ersteres geht niemanden etwas an außer dich, wenn andere Leute sich mit Fakten überhäufen wollen, dann lass sie das tun, aber lass dir selbst nichts einreden. Zweiteres muss verstanden werden. Denn die eigene Spiritualität hängt nur von einem selbst ab, und letztendlich wird uns jeder Weg zu Gott (oder was auch immer sich andere darunter vorstellen) führen.

Du könntest jetzt so weitermachen oder dich z.B. auch erkundigen ob es schon andere Begriffe für deine Art Glauben gibt. Keine Scheu. Und nicht vergessen: Religion heißt auch "hinterfragen"!

Und ja, wenn du mit deiner Freundin darüber reden willst, tu das. Und wenns ihr nicht gefällt, dann ist das so. Da brauchst du dich nicht schlecht fühlen! Du kannst nichts für das, was letztendlich bei ihr über kommt.

Alles Gute!

Lg♡

Antwort
von NewKemroy, 17

Man kann das Beten auch so sehen: Indem Du z.B. Christus anbetest, stellst Du ihn mehr in den Mittelpunkt und dein Ego weniger. D.h. man kann so also durchaus SELBSTloser werden. Darüber hinaus bringt es Dich dazu die Dinge genauer zu betrachten, wenn Du sie mit ins Gebet nimmst. Und Du schaffst Dir dadurch einen weiteren Bezugspunkt oder eine Art zusätzliches Standbein, dass Dir mehr Sicherheit gibt.

Du musst ja nicht sagen, dass Du das Beten vorrangig als eine Art Technik betrachtest. Trotzdem kannst Du ja andere, die zusätzlich Gott direkt anbeten, auch darin bestärken und loben.


Antwort
von vonGizycki, 33

Grüß Dich arashinouta!

Deine Frage ist sehr verständlich und entspricht ganz Deinem Alter und der Entwicklungsphase der Pubertät. Es ist ein deutliches Zeichen der Suche nach Orientierung. Vielleicht kann ich was Substanzielles beitragen, was aber ein nachdenken Deinerseits erfordert. Ich versuche das mal.

Zuallerst sind beim Gebet zwei Formen zu unterscheiden: Das Bittgebet und das Dankgebet. Beschäftigen wir uns zuerst mit dem Bittgebet.

In einem Bittgebet geht es darum irgend etwas oder irgendjemanden darum zu bitten, etwas zu tun, was man selbst nicht glaubt bewältigen zu können. Dabei ist es unwichtig, was das nun ist. Was passiert eigentlich dabei?

Es geschieht folgendes:

Die eigenen Kräfte und Strebungen werden nach außen verlagert, weg von Dir und wenn Du glaubst, das von außen Hilfe kommt, kannst Du nicht an Dich selbst glauben. Denn dann wärest  nicht Du es, die etwas bewirkt und damit glaubst Du von etwas gelenkt zu werden.

Auf diese Weise verlierst Du Dich selbst. Du brauchst aber den Glauben an Dich selbst, weil es Dein Selbstbewusstsein stärkt. Erst dann bist Du wer. Zwar kannst Du Dich leichter fühlen, wenn Du der Überzeugung bist, Dich einer lenkenden Macht zu unterwerfen also einer Art Übervater oder Übermutter (bzw. die Mehrzahl davon - Götter ganz allgemein gesehen)

Dass Dankgebet

In diesem Falle ist es eine Danksagung an eine übergeordnete Macht. Dabei kann es aus dem Glauben an einen Gott oder an Götter fließen, wenn man der Überzeugung ist, das diese Hilfe von dort gekommen ist. Diese Art Dankbarkeit fördert eine Unterwerfungshaltung, mit der Du Dich aber klein machst, den Du fühlst das Angewiesensein auf diese äußerliche Hilfe.

Das ist der eine Aspekt

Jetzt kommt der andere Aspekt:

Stell Dir vor, diese übergeordenete Macht wäre aber -  das Leben! Dann pulsiert es in Dir und in allem Lebendigen und auch die Materie ist ein Ausdruck von Leben, den alles Lebendige ist ja auch Materie.

Was hat das für Folgen?

Da Du ja selbst Leben bist und andere Menschen auch, bittest Du praktisch im Bittgebet (wenn es denn unbedingt eins sein soll) das Leben, es möge Dir helfen. Damit setzt Du unerschütterliches Vertrauen in es, obwohl Du weißt, das Leben auch Leid hervorbringen kann.

Das Leid ist nur dadurch zu überwinden, das Du an seine positiven Seiten glaubst und, weil ja das Leben auch in Dir pulsiert, Du derjenige bist, der diese positiven Seiten in die Tat umsetzen kann. Der Mensch kann das nur je für sich tun. Du für Dich und der andere für sich.

Damit bist Du mit dem Leben und mit Dir im Einklang, denn Du bist ja dieses Leben. Somit glaubst Du auch an Dich selbst. Und das ist unverzichtbar.

Das bedeutet, Du kannst Dir letztlich selbst dankbar sein, wenn Du die Hindernisse des Lebens überwunden hast und es motiviert Dich, weitere Schwierigkeiten im Leben meistern zu wollen. Du könntest dann denken: ich bin dankbar, das ich es geschafft habe und das Leben, an das ich glaube und dem ich vertraue, hat mich gestärkt. Und wenn Du Hilfe brauchst, weil Du es nicht alleine schaffst oder glaubst, es nicht alleine zu schaffen, dann sind es Menschen, die helfen können. Auch sie sind Ausdruck des Lebens! So hilft das Leben letztlich sich selbst, indem die Menschen füreinander da sind.

Und jetzt kommt noch etwas Wichtiges:

Du wärest mit dieser Art zu glauben eine religiöse Atheistin oder freireligiös.

Vielleicht findest Du in meinem Geschrieben dort Parallelen wieder? Vielleicht spricht es Dich ja an.

Ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen und ich finde es großartig, das Du hier gefragt hast!

Schau also hier mal:

http://www.freireligioese-pfalz.de/was-sind-grundsaetze-freier-religion-.html

Ich hoffe und wünsche Dir, das Du Dir die Zeit nehmen kannst, dort mal zu lesen. Bereuen wirst Du es nicht, ganz sicher.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Kommentar von vonGizycki ,

Zusatz:

Eine Frage an alle Menschen, die einer Religion angehören...?

Ich bin freireligiös und Unitarier (siehe mein Profil)

Antwort
von CountDracula, 38

Hallo,

die, die sich dadurch in ihrem Glauben angegriffen fühlen, haben ihren Glauben nicht so stark verinnerlicht wie sie vielleicht denken.

Es muss doch nicht jeder an das Gleiche glauben. Theoretisch kannst Du sogar Begründerin Deiner eigenen Glaubensrichtung sein - so haben schließlich alle Religionen mal angefangen.

Antwort
von Philipp59, 14

Hallo arashinouta,

Du hast hier sehr präzise und verständlich beschrieben, wie Deine momentane Lage in religiöser Hinsicht ist. Gott sieht ganz bestimmt, wie ernsthaft und aufrichtig Du nach ihm und dem richtigen Glauben suchst. Dass sich Gott wünscht, dass die Menschen nach ihm fragen und ihn suchen, geht aus dieser Bibelstelle sehr schön hervor: "´Mit allem, was er tat,` wollte er die Menschen dazu bringen, nach ihm zu fragen; er wollte, dass sie – wenn irgend möglich – in Kontakt mit ihm kommen  und ihn finden. Er ist ja für keinen von uns in ´unerreichbarer` Ferne " (Apostelgeschichte 17:27 Neue Genfer Übersetzung). Wie aus diesem Text hervorgeht, möchte Gott zu uns Menschen in Kontakt treten und er ist auch nicht zu fern von uns, dass wir ihn nicht finden könnten.

Du stehst nun allerdings vor der Frage: Wer aber ist nun der wahre Gott, zu dem ich beten soll? Das herauszufinden ist eigentlich gar nicht so schwer. Es gibt ein Buch, in dem sich Gott uns geoffenbart hat: die Bibel. Warum aber ausgerechnet die Bibel und nicht irgendein anderes religiöses Buch, magst Du fragen? Nun, die Bibel weist all die Merkmale auf, die man von einem Buch, das von Gott kommt, erwarten kann. Außerdem ist sie so einzigartig, dass sie mit keinem anderen religiösen Werk verglichen werden kann. Obwohl sie einen langen Überlebenskampf hinter sich hat (im Mittelalter war es z.B. unter Todesstrafe verboten, die Bibel zu lesen oder zu besitzen) ist sie heute das meist übersetzte und am weitesten verbreitete Buch. Die Bibel hat eine Auflage von 5 Milliarden erreicht und wurde bislang in über 2800 Sprachen übersetzt. Damit ist sie der Weltbestseller schlechthin, denn kein anderes je geschriebenes Buch hat auch nur annähernd eine solche Auflagenstärke erreicht. Spricht nicht allein das schon für ihre Glaubwürdigkeit?

Wie in einem Nachschlagewerk zu lesen ist, hat die Bibel auch einen enormen kulturellen Einfluss gehabt. Dort heißt es, sie habe "die westliche Kultur immens beeinflusst, nicht nur was Glaubenslehre und -ausübung betrifft, sondern auch was Kunst, Literatur, Gesetzgebung, Politik und zahllose weitere Gebiete angeht“ (The Oxford Encyclopedia of the Books of the Bible) . Wäre von einem Buch, das von Gott stammt, nicht zu erwarten, dass es eine solche enorme Verbreitung und einen solch gewaltigen Einfluss hat?

Was macht die Bibel denn noch zu etwas so Besonderem? Einer ihrer Schreiber, der Apostel Paulus, brachte es einmal auf den Punkt als er schrieb: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit,  damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk" (2. Timotheus 3:16,17). Was meinte der Apostel Paulus mit der Formulierung "von Gott inspiriert"? Die Bibel ist schließlich ein Werk, an dem insgesamt 40 menschliche Schreiber, die zu unterschiedlichen Zeiten lebten, beteiligt waren. Nun, Paulus gebrauchte hier das griechische Wort theópneustos, was soviel wie "gottgehaucht" bedeutet. Dieser griechische Ausdruck bringt zum Ausdruck, dass Gott der Urheber und Verfasser der Heiligen Schrift ist. Auch wenn Gott den Schreibern in den meisten Fällen nicht Wort für Wort diktierte und ihnen die Freiheit eigener Gedanken und eines eigenen Schreibstils einräumte, so ist das Ergebnis doch eindeutig göttlichen Einflusses zuzuschreiben.

Wenn Du also Gott kennenlernen und ihn anbeten möchtest, dann ist es der richtige Weg, Dich seinem Wort, der Bibel zuzuwenden. Es geht aber nicht nur darum, theoretisch mehr über Gott zu erfahren. Jesus Christus sagte einmal etwas sehr Bedeutsames, als es darum ging, wer Gott wohlgefällig handelt und wer nicht. Jesus sagte: "Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist." (Matthäus 7:21) Hast Du erkannt, was das Entscheidende ist? Ein wichtiges Kriterium, um Gott zu gefallen ist seinen Willen zu tun. Woher weiß man aber, was der Wille Gottes für uns ist?

Dazu muss man sich mit Gottes Wort, der Bibel, beschäftigen, denn sie ist, wie Jesus sagte, "die Wahrheit" (Johannes 17:17). Durch die Bibel lernt man jedoch nicht nur Gottes Gesetze und Standards kennen, sondern kann durch sie auch ein enges persönliches Verhältnis zu Gott entwickeln. Aus diesem Grund fordert uns die Bibel auf: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen." (Jakobus 4:8) Wenn Du in der Bibel liest, könntest Du Dich daher fragen: Was sagt mir dieser Text oder diese Begebenheit über Gott als Person? Erkenne ich aus der Art und Weise, wie er mit bestimmten Situationen umging, welche Eigenschaften ihn auszeichnen?

Je mehr Du Dich mit Gottes Handlungsweise und seine Taten beschäftigst und darüber nachsinnst, desto mehr fühlst Du Dich zu ihm hingezogen. Auch bestimmte Aussagen, die einige Bibelschreiber über ihn getroffen haben, können unser Herz tief berühren. Denke nur einmal an das, was König David über Gottes gütige Wesensart schrieb: "Aber du bist ein gnädiger und barmherziger Gott. Deine Geduld ist groß, deine Liebe und Treue kennen kein Ende".(Psalm 86:15, Hoffnung für alle) Findest Du dann in den Taten Gottes eine Bestätigung dieser Worte, so fühlst Du Dich immer mehr zu Gott hingezogen, wie zu einem guten Freund.

Um Gott näher zu kommen könntest Du auch noch etwas sehr Wichtiges tun; der Schreiber eines Psalms drückte es einmal so aus: "Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht." (Psalm 62:8) Wenn es also Dein innigster Wunsch ist, Dich Gott nahe zu fühlen, dann solltest Du ihm das auch im Gebet sagen.

LG Philipp

Antwort
von Schoggi1, 17

Hallo  arashinouta

Ich denke ich verstehe was du meinst und was dir am herzen liegt. Also vorweg bin ich christin und glaube an den Gott der Bibel. 

So nun zu deinem anliegen ;) 

Ich glaube dass es nur einen Gott gibt und ich glaube wenn du betest dass dich dieser Gott hört. Auch wenn du dich an keine Religion binden willst. Ich meine in der Bibel steht nichts von Religionen und ich finde es sogar besser dass jemand erst mal Gott sucht ''ohne Religion'' als sich an eine Religion zu klammern, deren Regeln zu befolgen und dabei gar nie Gottes wirken erfahren oder ihn erst gar nicht finden... 

Sünde ist es im christlichen Sinn  wenn ich als Christin anfangen würde den Hindu Gott anzubeten oder...mich an Hellseher wenden würde oder mich nach der Asterologie richten würde etc... diese Dinge sind Götzendienst und das ist durchaus Sünde. 

Ich weiss jetzt nicht was du mit ''du betest zu Götter'' meinst... Aber rede doch mal mit deiner Freundin darüber. Sie wird bestimmt nicht sauer. Ich denke sie wird freude haben wenn du mit ihr über darüber redest ;) 

Liebe Grüsse 

Antwort
von alexander329, 13

Ich bin Christ und überzeugt, dass Gott alles aus Liebe tut - die Liebe ist.

Das ist es auch, was Gott von uns verlangt - zu lieben. Du tust dies durch deine Handlungen und ich denke du bist mehr Christ als andere, die sich christlich nennen. Diese fühlen sich vielleicht angegriffen, von deiner Art zu beten bzw. zu leben. 

Wenn du aber aus Liebe und mit Liebe betest, dann betest du automatisch zu dem einen Gott, der alles und jeden gewollt und erschaffen hat.Also mach dir keine Sorgen um "die Gläubigen" , nicht um deine Freundin und auch nicht um deine Eltern, da sie ja gegenüber Religionen nicht feindlich gesinnt sind.

Gott führt jeden Menschen, der dies zulässt.

Antwort
von chrisbyrd, 3

Ich kann nur beschreiben und erklären, warum ich an den Gott glaube, der sich uns in der Bibel offenbart und fest davon überzeugt bin, dass die Bibel Gottes wahres Wort ist, was sie von sich selbst behauptet , zu sein (2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21).

Ein wichtiger Punkt, der m. E. für die Bibel spricht, ist z.B. der Bereich "erfüllte Prophetie". Hunderte von Prophezeiungen haben sich im Laufe der Zeit erfüllt, kein anderes Buch der Welt kann auch nur annähernd mithalten. Das zeigt u.a., dass die Bibel mehr als nur ein Buch ist. Weitere Infos darüber, warum die Bibel Recht hat, auf der sehr empfehlenswerten Seite: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Die Bibel sagt, dass Jesus Christus auferstanden ist. Der verstorbene Simon Greenleaf war ein Experte in Fragen über Rechtsgrundlagen. Nachdem er sich mit den Beweisen für die Auferstehung auseinandergesetzt hatte, kam er zu dem den Schluss: „Also war es unmöglich, dass sie, was sie geschrieben hatten, fortdauernd hätten bestätigen können, wenn Jesus nicht auferstanden wäre, und wenn sie diese Tatsache nicht mit absoluter Sicherheit gewusst hätten.“ Greenleaf, ein Jude, begann dann an Jesus Christus als Messias zu glauben. Nach einer juristischen Überprüfung kam Lord Darling, der ehemalige oberste Richter von England, zu dem Ergebnis: „In ihrer Eigenschaft als lebendige Wahrheit ist die Auferstehung solch ein überwältigender Beweis, durch Tatsachen und Indizien, dass es jeder intelligenten Jury. der Welt gelänge, das Urteil zu fällen: Die Auferstehungsgeschichte ist wahr.“ George Eldon Ladd schrieb in seinem Buch: „Die einzige vernünftige Erklärung für diese historischen Tatsachen lautet, dass Gott Jesus leibhaftig auferweckt hat.“

Dazu kommt, dass die Bibel mir das Leben und und Welt einfach am besten erklärt. Die Bibel beschreibt z.B. im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Sehr interessant dazu sind folgende Zitate berühmter Naturwissenschaftler:

"Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen." Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

"Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. - Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen." Sir Arthur Stanley Eddington (1882-1946), englischer Astronom und Physiker

"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott." Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker

Antwort
von Sparschwejnchen, 19

Natürlich hast du das Recht dazu, dich gläubig zu nennen, du glaubst an eine höhere Macht. 

Ich denke mal, du stehst noch ganz am Anfang deiner Glaubenssuche und deine Art von Glaube wird sich sicher noch weiter entwickeln und definieren mit der Zeit. 

Ich kann nur von  mir reden, zwar bin ich getauft, hatte aber auch mal recht agnostische bis fast atheistische Phasen. Wenn ich heute darüber nachdenke - aber das ist eine ganz persönliche Auffassung - dann würde ich sagen, dass für mich Glaube beinhaltet, dass ich erkenne, dass ich nicht die Krone der Schöpfung, nicht allwissend bin und deshalb versuche ich mich zum Beispiel zu hüten, über andere zu urteilen. Barmherzigkeit, Gnade, Nächstenliebe - das sind da für mich schon Themen, die ich mir versuche zu Herzen zu nehmen. 

Will damit nur sagen, für mich persönlich spielt es nicht so sehr eine Rolle, ob einer an Buddha, Allah oder den christlichen Gott glaubt, so lange er sich mit den Werten - und bei den großen Themen haben die meisten Religionen eine große Schnittmenge - beschäftigt. Die alten Kelten hatten den Wahlspruch "alle Götter sind einer". 

Soll natürlich im Umkehrschluss nicht heißen, dass ich glaube, ein Atheist könnte kein guter Mensch sein. Warum also solltest du sündigen, wenn du so tolle Sachen machst wie dich für Obdachlose einzusetzen und etwas für die Allgemeinheit zu tun, nur, weil du der großen Macht, die du anbetest, einen anderen Namen gibst? ;) 

Dein Glauben ist deine Sache - wenn du wirklich darüber reden willst, tu es. Aber lass dich nicht allzu sehr von der Meinung anderer verunsichern, vielleicht finden es deine Eltern ja sogar ganz interessant und wenn nicht, so musst du früher oder später deinen eigenen Weg finden und ich denke doch, dass sie das akzeptieren können. Verheimlichen musst du es auch nicht. 

Ich wünsche dir alles Gute! 


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