Frage von Ulrike1990, 91

Eine Frage an alle Ärzte und andere, die sich mit der Galle bzw. der Gallen-OP auskennen!?

Hallo!

Meinem Vater soll demnächst die Gallenblase entfernt werden, da sich beim Ultraschall etwas komisches bemerkbar gemacht hat. Laut Arzt sollen es wohl keine Polypen sein, sondern "Hautfetzen" , die da "angewachsen" sind?!? Kann das sein? Habe sowas noch nie gehört. Diese Dinger sind ca. 8 mm lang und deswegen soll die Galle nun raus.

Da ich generell allem gegenüber misstrauisch bin und mir immer Sorgen mache, wollte ich mal fragen, ob sich damit jemand genauer auskennt? Können da wirklich "Hautfetzen" in der Galle sein? Oder sind es am Ende doch Polypen?

Auch mach ich mir ziemlich Sorgen wegen der OP... ich habe mal gelesen, dass es bei der OP passieren kann, dass Polypen streuen? Das macht mir irgendwie Angst.

Und wie sieht es nach so einer OP mit dem Essen aus? Mein Vater isst extrem gerne und relativ viel Kuchen und generell gerne süßes... Schokolade, Nüsse, ach eigentlich alles, was nicht so ganz gesund ist. Er hat jetzt kein Übergewicht, der BMI liegt noch im Normalbereich. Trotzdem wird er nachher sicher nicht mehr so viel süßes und fettiges Zeug essen können, oder? Ich hab schon versucht ihm das begreiflich zu machen, aber ich habe den Eindruck es geht rechts rein und links wieder raus :-/

Danke schonmal!

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Negreira, 43

Als ich vor gefühlten 100 Jahren meine Gallenblase entfernt bekam, war es noch eine "große" Operation, also mit riesengroßem Bauchschnitt. Der Arzt drückte mir damals eine Plastiktüte in die Hand und meinte, ich hätte 1001  kleine Gallensteine, viel ärgerlicher als ein großer. Heute sind die OPs wirklich ein Spaziergang, da brauchst Du Dir keine großen Gedanken zu machen.

Jedes menschliche Organ kann Wucherungen oder Zysten oder Polypen bilden, auch das bedeutet gar nichts. Wie Tor schon sagte, werden grundsätzlich alle nicht klar diagnostizierbaren Proben untersucht, d. h. sie werden ins Labor geschickt und bis ins kleinste Schnittchen untersucht. Mach Dir also nicht das Leben schwer durch Sorgen, die vielleicht völlig unnötig sind.

Was die Nahrung angeht, so ist es, wie Tor sagt: Du merkst sofort, wenn Du irgendetwas nicht vertragen kannst. Ich habe aber in all den Jahren so gut wie keine Einschränkung gehabt, kenne aber genügend Leute, die alles sofort auf ihre nicht vorhandene Galle schieben, wenn sie Magendrücken bekommen. Dein Vater muß da einfach auf seinen Körper hören, der wird ihm ganz genau sagen, was er mag und was nicht. Alles Gute für die OP!

Antwort
von TorDerSchatten, 56

Ich hab seit über 15 Jahren die Galle raus. Wegen Gallensteinen. Das ist eine Routine-OP, ich durfte nach 5 Tagen schon heim. Es wird endoskopisch erledigt.

Bei der Gelegenheit schauen sie auch gleich den gesamten Bauchraum mit der Kamera an (was positiv ist, weil man ja sonst keinerlei Gelegenheit hat, da reinzugucken und evtl. was bedenklich ist, könnte gleich mit entfernt werden)

Alles entfernte Gewebe wird sowieso pathologisch untersucht.

Was man hinterher essen kann und was nicht, kriegt man ziemlich leicht raus. Entweder man bekommt Durchfall, muß sich übergeben oder hat grauenvolles Magendrücken.

Also erstmal auf alles Fette verzichten, hierzu gehört auch Schokolade wegen der Kakaobutter, und sich langsam rantasten.

Ich persönlich kann alles essen außer Grillhähnchen (diese halben Hähnchen von den Verkaufswagen oder aus den Gaststätten, egal ob gegrillt oder frittiert) und Schmalzgebackenes wie Krapfen, Berliner, Spritzkuchen

Ich bekomme davon ein Unwohlsein, Magendruck usw.

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