Frage von Anatan, 67

Eine Fotokamera für anfänger die viel Farbe ins Bild bringt?

Hallo Community

Und zwar habe ich mich entschieden , mich etwas mehr mit der Fotografie zu beschäftigen. Die Blider von Smartphones finde ich nicht schön und die eingeschränkte Funkitonen lassen mir keinen Spielraum um zu "experimentieren". Ob DSLR oder DSLM ist egal. Die Kamera soll für Ladschaftsfotos und auch für Familienfotos gedacht sein. Preislich soll es unter 2000.- sein , aber ich glaube kaum dass man so viel Geld ausgeben muss für eine Anfängerkamera. Die Bilder von Severin Ettlin fasziniern mich und wenn ihr auch so erfahrungen habt dann hab ich einige Fragen.

http://severinettlin.ch/gallery/landschaftsfotografie/#

  • Wie viel Jahre erfahrung braucht man da ?
  • Kommt es nur auf die Technik oder auch die Kamera drauf an ?
  • Muss man für gute Fotos auch mit Programmen bearbeiten ?

Falls ihr Tipps und Tricks für gute Fotos habt , dann währe es sehr nett wenn ihr es mir erzählen könnt.

Mfg Anatan

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MetalMaik, 4

Um solche Fotos zu machen braucht es schon einiges an Übung und Erfahrung, nicht nur im Umgamng mit der Kamera, sondern auch in der Bildbearbeitung. Um solch einen Dynamikumfang zu erreichen reicht oft eine einzelne Aufnahme nicht aus, da macht man dann mehrere Belichtungen, aus denen man sogenannte HDR Bilder (HDR = High Dynamic Range) erstellt (das heißt, auf diesen Bildern können viel größere Helligkeitsunterschiede dargestellt werden, als auf einem Einzelfoto).

Welche Kamera Du dafür verwendest ist eigentlich nebensächlich, wichtig ist halt, das man die Techniken lernt. Ich beschäftige mich selbst hauptsächlich mit Landschafts- und HDR- Fotografie. Wenn Du Dich dafür interessierst, schau doch mal auf mein Flickr Profil:

https://www.flickr.com/photos/100078274@N02/

Wenn Du Fragen zum Thema Bildbearbeitung und HDR hast, kannst Du mir auch gerne schreiben, ich helfe gerne mit ein paar Tipps weiter, wenn ich kann.

Als HDR Programm verwende ich Photomatix Pro 5, nach der HDR Bearbeitung optimiere ich die Bilder noch in Photoshop (das meiste in Camera Raw).

Ich beschäftige mich seit ca. 4 Jahren mit HDR Bearbeitung und fotografiere seit ca. 7 Jahren. Bis meine HDR Bilder einigermaßen gut aussahen habe ich so ungefähr ein halbes bis ein Jahr Übung gebraucht (meine ersten Bilder finde ich auch ziemlich scheußlich, wenn ich sie mir heute anschaue).

Am Anfang übertreibt man es oft mit den Reglern in den HDR Programmen, meistens sehen die Bilder dann erstmal ziemlich unnatürlich aus. Um das erstmal zu lernen, braucht es schon eine Weile, kommt aber auch darauf an, wie intensiv Du Dich damit beschäftigst.

Hier noch ein paar meiner Bilder und wie gesagt, wenn Du Fragen dazu hast, kannst Du mir gerne schreiben:



Antwort
von Airbus380, 28

Das dauert (mit Talent) Jahre, bis man auf dem Niveau von Severin ist.

Auf die Kamera kommt es kaum an. Eher auf Erfahrung (fotografische und in der Bilbearbeitung), Ideen, Licht und das Objektiv.

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht
). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von KarlKlammer, 30

Hallo,

von digitalen Kameras hab ich nicht so wirklich viel Ahnung. Aber da kamen und kommen sicher noch viele Tipps von anderen. 

Aber zu deinen Fragen, die nicht auf eine Kaufentscheidung abzielen;

"Wie viel Jahre erfahrung braucht man da ?"
Henri Cartier-Bresson hat einmal gesagt: “Deine ersten 10.000 Fotos sind deine schlechtesten.” Und der ist analoger Photograph gewesen, da sind die Unterschiede zwischen gut und schlecht viel weiter auseinander als bei digitaler Photographie.

"Kommt es nur auf die Technik oder auch die Kamera drauf an ?"
"Die beste Kamera ist die, die man dabei hat." Vor allem kommt es auf dein Auge an, wenn du ein gutes Photo machen möchtest. Dann brauchst du die Technik. Mit einer guten Technik kannst du selbst mit einer ollen Lochkamera ein gutes Photo machen. 

Aber prinzipiell würde ich mein Geld  lieber in gute und lichtstarke Objektive stecken als die beste und tollste Kamera zu haben.

"Muss man für gute Fotos auch mit Programmen bearbeiten ?"

Nein. Man kann, wenn es denn Sinn macht. Aber man muss nicht.

Beste Grüße





Antwort
von FoxundFixy, 12

Bei einer guten Kamera sollte man die Bilder danach bearbeiten,denn was da am Ende trotzdem herauskommt ist oft gar nicht vorzeigefähig.Ich hatte vor kurzem einen Sonnenuntergang mit einer dramatischer Wolkenformation eingefangen.Auf dem Display und am Computer sah unheimlich langweilig aus,nicht so wie ich es gesehen habe.

Da ich aber im RAW-Format fotografiere und meine Kamera einen sehr großen Dynamikumfang hat,konnte man in der Nachbearbeitung noch gewaltige Details in den Schatten und Lichtern herausholen. Das Endergebnis kam schon an ein HDR-Bild heran,einfach Klasse.

Anfängern ist es wichtig viel Megapixel und viel Zoom zu haben. 

Für Fotografen ist ein großer Dynamikumfang und Lichtstärke wichtig .

Deswegen würde ich mir auch keine Einsteigerkamera kaufen,man muß sich darüber im Klaren sein,daß Fotografie ein sehr teures Hobby ist. Wer da nur das Billigste kauft,tut sich selbst keinen Gefallen und verschenkt massig Bildqualität.

Deswegen rate ich immer erst ab der Amateurklasse einzusteigen ,allein schon weil die Ausstattung wesentlich umfangreicher ist.

Je größer der Sensor,desto besser.( Nicht Megapixel)

Für Vollformat ist dein Bugdet zu klein,deswegen bleibt dir nur das APS-C -Format.

Empfehlen kann ich eigentlich nur Kameras mit Sonysensoren , die in Sony,Nikon und Pentax verbaut sind. Aber auch Fuji hat äußerst gute Sensoren.

Von Canonsensoren halte ich gar nichts,der Dynamikumfang ist da immer noch zu klein,die reichen einfach nicht an die Konkurrenz heran.Warum Canon trotzdem einen so guten Ruf hat erschließt sich mir nicht.

Antwort
von Shiftclick, 31

Von den Bildern, die du ansprichst, ist keines so aus der Kamera gekommen.

Antwort
von kimmy125, 33

Eine gute Anfänger Kamera.. Da empfehle ich die Canon EOS Digital Kamera, SLR-Digital Kamera. Sie macht total gute Bilder. Kostet 785Euro. Mit dieser Kamera machst du genau dieselben schöne Bilder wie Severin Ettlin! Nimm die mit Dooble Zoom Kit! Hier findest mehr Infos: https://www.amazon.de/Canon-SLR-Digitalkamera-Megapixel-Touchscreen-Live-View/dp...;

Dort sind auch Kundenbilder. 

Antwort
von Lazarius, 6

Diese Fotos von deinem Link sind teilweise HDR-Fotos.

Dafür benötigst du eine Kamera die Belichtungsreihen machen kann.
Dann benötigst du noch ein Programm, das diese Belichtungsreihen zu einem HDR (High Dynamic Range) Bild verarbeiten kann.
Und am Talent und Gefühl für Fotografie und Ästhetik sollte es auch nicht fehlen.

Ich habe auch schon HDR Fotos erzeugt. Mit der heute zur Verfügung stehenden Technik und dem dementsprechenden Programm ist es eigentlich für jeden Foto-Fan möglich HDR-Fotos zu generieren.

Link zu HDR:
https://www.google.de/search?q=grundlagen+hdr-fotografie&ie=utf-8&oe=utf...

Link zu Belichtungsreihe:
https://de.wikipedia.org/wiki/HDRI-Erzeugung_aus_Belichtungsreihen

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 14

Ja wenns doch ne Geldbeschränkung gibt, dann bitte sehr. https://www.amazon.de/Sony-Systemkamera-Megapixel-Display-28-70mm/dp/B00FWUDEEC/...

Kommentar von Anatan ,

Da mir bei der vorherigen Frage eine Kamera die über 40000.- vorgeschlagen wurde, han ich dann doch eine Limite gesetzt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community