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Eine Firma kauft Waldflächen, würd der Kaufpreis vom Gewinn abgezogen oder nicht?

gefragt von melanienowak am 19.09.2007 um 21:15 Uhr

Eine Firma kauft von ihrem Gewinn Waldflächen. Am Ende des Jahres zahlt man die Gewinnsteuer. Ist der komplette Gewinn (inklusive Wald) dann trotzdem zu zahlen oder zählt der Kaufpreis vom Wald als Investition?

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geld x 22.821 Betriebswirtschaft x 52 Bilanzrecht x 4 Waldkauf x 1

demosthenes
beantwortet von demosthenes am 20. September 2007 10:21
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Wenn der Wald mit "Gewinnerzielungsabsicht" gekauft wurde, dann ist das natürlich eine steuerlich relevante Investition.

Aber was bitte heisst "Ist der komplette Gewinn (inklusive Wald) dann trotzdem zu zahlen..."?

Wieso sollte ein Gewinn "gezahlt" werden? An wen und warum?

Das verstehe ich leider nicht.


boriswulff
beantwortet von boriswulff am 19. September 2007 21:21
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Da ein Grundstück nicht abgeschrieben werden kann mindert es wohl nicht die Steuerlast. Allerdings sind Ausgaben, die mit dem Erwerb des Grundstücks zusammenhängen als Aufwand anzurechnen.

Also meine Schule ist schon ein bisschen her. Aber ich glaube so war das. Ich übernehme allerdings hier keine Garantie.


anonym
beantwortet von Forstinvestor1 am 31. März 2008 14:43
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Ein Waldkauf ist eine sehr langfristige Investition. Entsprechend kannst du den Kaufpreis nicht in einem Geschäftsjahr abschreiben, sondern nur über Jahrzehnte.

Selbstverständlich muss eine Firma auf einen Wald, wie auch auf alle anderen Investitionen, keine „Gewinnsteuern“ zahlen.

Aus Erfahrung rate ich Einsteigern vom Walderwerb ab: In Mitteleuropa sind die Waldrenditen mit einigen wenigen Prozent Rendite minimal. Hinzu kommt die nicht wenige, aber gefährliche Arbeit. Jährlich haben rd .1/3 aller Waldarbeiter Berufsunfälle, die Krankschreibung nach sich ziehen. Das ist Rekord unter allen Berufen.

Wenn man mit dem Gedanken spielt, einen Wald zu kaufen, sollte man erst einmal einige Jahre als Selbstwerber Holz machen, Dafür muss man einen Sägeführerschein haben, sich beim Forstamt melden und sich dort eine entsprechende Genehmigung für ein bestimmtes Gebiet erwerben. Aber: Waldarbeit ist ein sehr, sehr gefährliches Hobby. Jährlich sterben auch immer wieder mehrere Selbstwerber – hunderte verstümmeln sich zudem.

Ich rate deshalb wegen mangelnder Rendite und zu gefährlicher Arbeit nachdrücklich vom eigenen Wald ab. Es sei denn, man ist mit Waldarbeit erfahren, wohnt günstig und hat ohnehin eine Scheitelholzheizung und keine Pelletsheizung.

Deutlich höher sind die Renditen von tropischen Wäldern. Dort wachsen Bäume um ein Vielfaches schneller, die Kosten sind niedriger und die Holzerlöse per m3 höher. Der entsprechende Tropenwaldindex (NCREIF-Timberland-Property-Index) erzielte in den vergangenen 20 Jahren deshalb eine jährliche Durchschnittsrendite von über 15 Prozent ! Das liegt deutlich höher, als die mir bekannten Aktienindexe. Interessierte können ja einschlägige „Tropenholz-Aktienfonds“ erwerben. Dabei sollte man jedoch darauf achten, das nicht zu viele Holzverarbeitungsunternehmen im Fonds enthalten sind. Die haben wegen Krise der amerikanischen Baukonjunktur aktuell Riesenprobleme. Ich habe hierzu leider keinen Link parat. Dann gibt es noch Waldfonds oder Direktinvestitionen, so man eigene Bäume oder einen Wald kauft. Für Kleinanleger gibt es noch den „BaumSparVertrag“, bei dem man ab 30 € monatlich seinen Wald schaffen kann: www.baumsparkasse.de.

Eine gute, neutrale Übersicht von "Holz als Geldanlage"-Beiträgen gibt es bei 3Sat. Dort oder bei Google "Holz als Geldanlage" eingeben.


andreas48
beantwortet von andreas48 am 19. September 2007 21:26
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für diesen spezifischen Fall würde ich doch schon mal den Steuerberater kontaktieren, der dann 100-pro eine rechts- und steuerrechtsverbindliche Aussage machen kann.


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