Eine Abmahnung in der Ausbildung?

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7 Antworten

http://www.hannover.ihk.de/ausbildung-weiterbildung/ausbildung/ausbildungsinfos/konflikte0/abmahnung-von-auszubildenden.html

Natürlich muss Dein Urlaub vom Vorgesetzten genehmigt werden. Der Plan dient nur zur Orientierung für die Kollegen und der Vorgesetzten - platt gesagt - wer da ist.

Nein, Du kannst noch nicht gekündigt werden. Es gibt üblicherweise Empfehlungen der IHh, wie mit Azubis umgegangen werden soll, die den Übergang von der Schule in den Betrieb noch nicht geschnallt haben.

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Du kannst Dir doch nicht einfach selber einen Urlaubstag nehmen. Du musst erst mit dem Chef oder Personaler reden. Kündigen kann er Dich beim zweiten Mal. Diese Abmahnung ist es die gelbe Karte, danach kannst Du theoretisch fristlos gekündigt werden.

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Kommentar von alarm67
30.03.2016, 19:49

Grundsätzlich richtig, aber in der Ausbildung nicht! Da ist eine Kündigung nicht so ohne weiteres möglich!

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Kommentar von Familiengerd
30.03.2016, 20:01

Deine Aussagen zur Kündigung sind in diesem Fall völlig irrig - da muss (in der Ausbildung) schon entschieden mehr passieren!

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Was meinst Du, warum das URLAUBSPLANER heißt?!?

Auch als Auszubilden darf man sein Hirn anstrengen und vor allem benutzen!

Logisch, dass man seinen Urlaub auch beantragen muss, woher sollte der Chef sonst wissen, wer denn überhaupt zur Arbeit kommt!!

Das was Du gemacht hast, da Du keinen genehmigten Urlaub hattest, nennt sich unerlaubtes Fernbleiben von der Arbeit, ähnlich wie Schulschwänzen, nur schlimmer!

Ja, Abmahnung ist hierbei üblich!

Aber um Dich zu beruhigen, sofern Du jetzt daraus gelernt hast, bist Du noch weit weg von einer Kündigung!

Solange Du keine silbernen Löffel stiehlst, wird Dich dein Chef generell nicht so schnell kündigen können!

Dadurch das er ausbildet, MUSS er auch damit rechnen, dass ihr Fehler macht oder euch falsch verhaltet!

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Eine Abmahnung, bei der nächsten "Abmahnung" erfolgt die Kündigung. Nirgends steht, dass die Kündigung erst nach der 3. Abmahnung erfolgen kann.

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Kommentar von Flordeliz
30.03.2016, 19:40

Das sehen Gerichte aber anders. Das ist von den Vergehen abhängig. Bei leichten Verstößen gegen die Betriebsordnung, also wenn man keine Arbeitsunfähigkeisbescheinigung vorlegt als Beispiel, dann bedarf es vor Kündigung mehrerer Abmahnungen.

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Kommentar von Familiengerd
30.03.2016, 19:50

Eine Abmahnung, bei der nächsten "Abmahnung" erfolgt die Kündigung.

Das ist genau solch ein Unsinn wie die Aussage von Flordeliz:
"Bekommt man 3x eine Abmahnung für den gleichen Vorgang ist die dritte Abmahnung automatisch die Kündigung."

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Danke Leute für eure Antworten und vorallem eure Hilfe. Jedoch streiten sich hier alle Partein und ich seh nicht ganz durch wer jetzt recht hat und wer nicht. :p

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Kommentar von Familiengerd
30.03.2016, 20:19

1. Du kannst eine Abmahnung erhalten, weil Du ohne Genehmigung Urlaub genommen hat. Man kann Dir zugute halten, dass Du als Azubi keine Ahnung von den Bestimmungen hattest, nicht "aufgeklärt" worden bist - das ändert aber nichts an der Berechtigung der Abmahnung, auch wenn man sie in Deinem Fall für "kleinlich" halten kann.

Du brauchst Dir - solltest Du tatsächlich eine Abmahnung erhalten - keine weiteren Gedanken darüber machen. Auch eine "Gegendarstellung" ist ziemlich wertlos, weil die Abmahnung "von der Sache her" eigentlich berechtigt ist.

2. Dir darf deswegen nicht gekündigt werden. Die Aussagen in einigen Antworten, nach soundso vielen Abmahnungen würde Dir (eventuell sogar "automatisch") gekündigt, sind völliger Blödsinn!

In der Ausbildung muss für eine Kündigung durch den Arbeitgeber schon erheblich mehr passieren!

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Kommentar von alarm67
30.03.2016, 20:36

Der Ausführung von Familiengerd schließe ich mich an! Lasse Dich von den vielen unwissenden nicht verwirren!

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Kommentar von PeterSchu
30.03.2016, 23:20

Ich schließe mich dem Kommentar an. Du kannst allenfalls anmerken, dass du nicht umfassend über den Ablauf bei der Urlaubsgenehmigung informiert warst und dass du in Zukunft den korrekten Weg einhalten wirst. Dann sollte das Ganze auch keine weiteren Folgen haben.

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Du kannst erst nach der dritten Abmahnung gekündigt werden, wenn du nicht mehr in der Probezeit bist.

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Kommentar von Familiengerd
30.03.2016, 19:51

Du kannst erst nach der dritten Abmahnung gekündigt werden

Wo kommt bloß immer wieder dieser Unsinn her?!?!

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Kommentar von DarthMario72
03.04.2016, 17:55

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man nicht antworten.

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Zu allererst steht das Unternehmen in der Pflicht Dich über die betrieblichen Regeln, insbesondere als neuer Azubi aufzuklären. Unterbleibt das, muss sich der Betrieb das Fehlverhalten zumindest teilweise anrechnen lassen.

Nun zur Abmahnung. Mit einer Abmahnung wird ein Fehlverhalten eines Vertragspartners bemängelt, verbunden mit der Aufforderung das vertragswidrige Verhalten zu ändern bzw. zu unterlassen. Es kann, aber muss nicht, auf Rechtsfolgen bzw Konsequenzen hingewiesen werden.

Einer Abmahnung muss also ein Fehlverhalten zu Grunde liegen. Allerdings gibt es immer wieder unterschiedliche Ansichten darüber ob überhaupt ein abmahnwürdiges Verhalten vorliegt. In diesem Fall kann gegen die Abmahnung gerichtlich vorgegangen werden, so das ein Richter darüber zu entscheiden hat ob die Abmahnung gerechtfertigt ist.

Nun noch zu Deiner Beruhigung, sobald die im Lehrvertrag vereinbarte Probezeit verstrichen ist, ist es für einen Arbeitgeber bzw. den Lehrherrn fast unmöglich einen Lehrvertrag zu kündigen. (Deswegen versuchen die Chefs es immer über den Weg eines Aufhebungsvertrages. Vergiss nicht Aufhebungsverträge bringen nur dem AG Vorteile). Um einen Lehrvertrag zu kündigen muss das Betriebsklima vom Azubi schon extrem gestört worden sein. Andere Gründe wären Diebstahl, Körperverletzng oder schwere Beleidigungen.

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Kommentar von Nightstick
31.03.2016, 00:00

(Zitat): "Es kann, aber muss nicht, auf Rechtsfolgen bzw Konsequenzen hingewiesen werden." (Zitat Ende)

Das ist leider falsch!

Sobald in einer Abmahnung nicht ausdrücklich steht, dass das Arbeits-(hier Ausbildungs-)verhältnis im Wiederholungsfall gekündigt wird, ist die Abmahnung wertlos, weil sie im Streitfall vom Arbeitsgericht verworfen würde.  

Alles andere oben Geschriebene ist vollkommen richtig.

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Kommentar von Familiengerd
31.03.2016, 12:27

Deine Ausführungen sind ja so weit richtig, nur ist die Aussage

Es kann, aber muss nicht, auf Rechtsfolgen bzw Konsequenzen hingewiesen werden.

falsch.

Gerade die Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen soll ja zur Änderung eines abgemahnten vertragswidrigen Verhaltens führen; fehlt es daran, ist die Abmahnung in ihrer Konsequenz völlig wirkungslos, das heißt sie kann nicht zur Stützung einer zu vollziehenden arbeitsrechtlichen Folge heran gezogen werden.

Diese arbeitsrechtliche Folge muss übrigens nicht zwingend eine Kündigung sein.

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