Frage von Lily2212, 26

Eine Ablehnung auf Reha?

Es handelt sich um eine Psychosomatische Reha. Die Begründung warum nicht ist das keine nerven fachärztliche Mitbehandlung besteht und keine Selbsthilfegruppe.

Eine Nerven fachärztliche Mitbehandlung habe ich. Da muss bei denen ein Fehler vor liegen. Aber wie bitte ? Eine Selbsthilfegruppe welche denn bitte ?

Antwort
von hertajess, 23

Selbstverständlich kannst Du Widerspruch bitte innerhalb der im Schreiben angegebenen Frist schriftlich einlegen. Das mache erst mal auf jeden Fall. Dann werde bitte Mitglied in einem Sozialverband. Es gibt mehrere davon. Frage vorher per Mail an ob sie Fälle wie Deinen auch vertreten. Denn solche Sozialverbände haben in der Regel Fachanwälte die ihren Mitgliedern zur Seite stehen. Sobald Du Mitglied bist wirst Du dann vertreten. 

So. Nun zu Deiner Frage:

Ich habe mir Deine anderen Antworten durchgelesen. Die Begründung ist in Deinem Fall durchaus nachvollziehbar denn eine mehrwöchige Reha wird bei Dir absehbar die Arbeitsleistung nicht erhalten können. Es darf mit einigem Recht davon ausgegangen werden dass nach der Reha ein regelmäßiger Besuch einer Selbsthilfegruppe sehr dienlich sein wird. Dein Facharzt hätte bereits mit Dir darüber sprechen sollen. 

Welche SHG könnte für Dich infrage kommen? Dazu rufe bitte die Seite NAKOS auf. Wird groß geschrieben denn ist eine Abkürzung. Da gebe Deine Diagnose in die Suchmaske ein. Schaue Dir an welche SHGs vorgeschlagen werden. Dann erkundige Dich beim Sozialen Dienst vor Ort nach solchen Gruppen. Frage da auch an ob sie noch weitere Möglichkeiten wissen. 

Wozu? Ein Facharzt kann nur dann helfen wenn die Worte vorhanden sind ihm das Problem so zu vermitteln dass es auch wirklich verstanden wird und entsprechend abgearbeitet werden kann. Eine SHG verhilft zu den entsprechenden Worten. Der Austausch kann aufzeigen welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt die Störung nach und nach abzuarbeiten. Nach und nach kann durchaus bedeuten über Jahre hinweg. Bei einer Störung wie sie bei Dir vorliegt ist durchaus an so lange Zeit zu denken. Eine SHG kann die fachliche Behandlung verkürzen. Gerade bei solchen Störungen. 

Es gibt also sehr gute Gründe die auch in Deinem eigenen Interesse liegen sich einer anzuschließen nachdem die verschiedenen Angebote vor Ort ausführlich erforscht wurden. Es gibt von Fachmenschen geleitete SHGs, es gibt nur von Betroffenen unterhaltene SHGs verschiedenster Art. Eine gute Klinik bietet die Möglichkeit verschiedene kennen zu lernen und in der dort möglichen intensiven Begleitung die bestmögliche für Dich persönlich auszuwählen. 

Dein Facharzt wird eine Klinik vorgeschlagen haben. Diese erfüllt nun die Anforderungen nicht. Die, wie dargestellt, in Deinem Interesse liegen. Du bist ja erst 19 Jahre alt. Das Leben liegt noch zum größten Teil vor Dir. Tatsächlich bist Du selbst berechtigt eine Klinik auszusuchen und vorzuschlagen. Du hast eine Diagnose. Suche also nach psychosomatischer Klinik + Deine Diagnose. Dann nehme Kontakt mit den angezeigten Kliniken auf. Du kannst da anrufen. Oft besteht die Möglichkeit mit einem behandelnden Arzt, einer behandelnden Ärztin zu sprechen. So kann festgestellt werden ob die Klinik für Dich wirklich die Beste ist. Und Du kannst feststellen ob das Gespräch für Dich gut war, keine Ängste auslöste, Vertrauen anbahnte auf Deiner Seite. Diese Mühe darfst Du Dir wert sein. 

Antwort
von Gestiefelte, 26

Viele Anträge werden erstmal abgelehnt, in der Hoffnung ,dass der Patient sich damit abfindet. Spart natürlich viel Geld. Aber du kannst Widerspruch einlegen.

Kommentar von Lily2212 ,

Das habe ich vor Bzw. schon geschrieben aber noch nicht abgeschickt. Aber was meinen die mit Selbsthilfegruppe. Selbst meine Therapeutin keine Ahnung hätte welche für mich in Frage käme 

Kommentar von Turbomann ,

Ich habe dir schon einen Link geschickt.

Deine Therapeutin sollte das eigentlich wissen, denn die weis warum du bei ihr bist.

Es sei denn bei dir spielen noch mehr Ansätze mit, wie Ritzen. Borderline oder anderes.

Spiel aber keine Rolle, in der psychosomatischen Reha werden viele Krankheitsbilder behandelt.

Suche einfach im Netz nur nach Selbsthilfegruppen

Dort findest du sicher eine, die zu deinen Symptomen passt.

Antwort
von Turbomann, 24

Das bespreche mal mit deinem dich behandelnden Arzt.

Welche ärztlichen Befunde, Berichte hast du denn deinem Reha - Antrag alles beigefügt?

Wie oft bist du bei deinem Nervenarzt in Behandlung? Normalerweise meinten die sicher dass du eine Therapie macht und dort einmal in der Woche bist.

Selbsthilfegruppen findest du hier, wenn du das im Netz eingibst.

Selbsthilfegruppen für psychosomatische Erkrankungen oder hier

http://www.kiss-stuttgart.de/

KISS heißt Kontaktinformationsstelle für Selbsthilfegruppen

Man kann gegen eine Ablehnung der Reha einen Widerspruch einlegen.

Kommentar von Lily2212 ,

Beigefugt wurden berichte und Diagnose von Krankenhaus der mir die Reha beantragt hat. Selber beantragt hab ich es nicht. Mache eine Therapie bei meiner Psychotherapeutin. Einmal in der Woche Sitzung. 

Kommentar von Turbomann ,

Deine Therapeutin soll dir ein Attest ausstellen, mit der Begründung warum sie eine stationäre Behandlung in einer Reha-Klinik befürwortet.

Wenn du schlau bist, mache dir von allem was du wegschickst, eine Kopie und die heftest du dir ab. Könnten Nachfragen kommen und dann weist nur nicht mehr, was du geschrieben hast. Können sich andere auch nicht alles behalten.

Antwort
von Konrad Huber, 5

Hallo Lily2212,

Sie schreiben:

Eine Ablehnung auf Reha?

Es handelt sich um eine Psychosomatische Reha.

Antwort:

Daß eine REHA abgelehnt wird, ist meist eher die Regel als die Ausnahme!

Oft hilft dann eine ausführliche, medizinische Begründung des Hausarztes in Schriftform!

Die Begründung warum nicht ist das keine nerven fachärztliche Mitbehandlung besteht und keine Selbsthilfegruppe.

Eine Nerven fachärztliche Mitbehandlung habe ich. Da muss bei denen ein Fehler vor liegen. Aber wie bitte ? Eine Selbsthilfegruppe welche denn bitte ?

Antwort:

Psychosomatik = Körper-Geist und Seele ist ein sehr breites Feld!

Selbsthilfegruppen finden Sie z.B. unter folgendem Link und unter Google:

sozialforum-tuebingen.de/plugin.php?menuid=36&template=gvz/templates/front.html&gvzb_id=5&gvzt_id=128

Auch die unabhängige Patientenberatung, die Caritas und/oder Diakonie können ggf. mit Rat und Tat weiterhelfen, einfach googeln in Wohnortnähe!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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