Frage von sandrajeyka, 202

Einbildung oder doch Psychisch/Körperlich krank?

Hallo, ihr da draußen. Mein Name ist Sandra, ich bin gerademal 20 Jahre alt. Mein Problem ist.. Meine Mutter verstarb ende 2014, worauf ich denn 450km weit weggezogen bin, ich dachte eigentlich ich kam damit "gut" klar. bis anfang Dezember 2015.. ich weiß nicht wieso, ich bin aufeinmal zusammengebrochen und seitdem passierte es öfters, es wurde zum Krieg in meinem Kopf, ich lief ständig mit der Angst rum"bitte kipp nicht um, bitte".. Ich hatte eine Arbeit und da schwirrte es mir die ganze zeit im Kopf, natürlich passierte es hin und wieder mal. Darauf verlore ich meine Arbeit, vor ca 2 Monaten war ich einkaufen, aufeinmal wurde mir mega heiß, ich fing an zu zittern, meine Beine fühlten sich an wie Laster..&' ich brach zusammen und brach sofort massiv in Tränen aus. Seitdem habe ich Angst mein Haus zu verlassen. STÄNDIG DIESE ANGST UMZUKIPPEN UND DANN PASSIERT ES AUCH NOCH! ICH DREH DURCH! ICH HALT ES NICHT AUS!! Jedesmal im Krankenhaus, manchmal war mein Kreislauf im Keller, oftmals war aber auch alles okay...

Ich war in den letzten 2 Monaten vll, 3 x draußen? das kurz zu Arbeit, zum Art und zum offenen Treff. Da viel mir auf das NUR EIN BEISPIEL JETZT: Wenn ich ein Termin beim Arzt habe, gehe ich mit großer Angst hin, auch beim Arzt verspüre ich die Angst, sobald der Termin vorbei ist,verschwindet langsam die Angst. mal länger mal kürzer. Ist es schon Psychisch/Körperlich krank oder ist es doch nur Einbildung im Kopf?!?

Ich weiß niemand von euch ist Psycholog geschweige denn Arzt aber vielleicht kennt jemand das Problem oder kann mir sagen was es sein könnte.

Vielleicht weiß jemand auch ein Tipp wie ich das "Monster"in meinem Kopf loswerde..

Bitte bitte helft mir schnell.. Ich verzweifel richtig :(

Ps: Eine Psychologische Therapie ist in Arbeit.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Buddhishi, Community-Experte für Angst, Psychologe, Psychologie, 118

Hallo sandrajeyka,

Überraschung: es gibt hier Psychologen ;-) Das, was Du beschreibst, geht - mit aller Vorsicht aus der Ferne zu beurteilen - in Richtung:

Unverarbeitete Trauer, denn mit dem Wegziehen ist es nicht getan. Du hast Dich und die Trauer ja mitgenommen.

Unverarbeitete Erlebnisse verschwinden nicht einfach so, sondern je mehr sie versucht werden zu verdrängen, desto deutlicher machen sie sich bemerkbar, bis zum 'Umfallen' - im wahrsten Sinne des Wortes.

Daraus resultiert Angst mit den Folgen einer Angst vor der Angst. Hier noch ein Link dazu:

http://www.lebenshilfe-abc.de/angst-vor-der-angst.html

Gehe bitte den Weg:  Eine Psychologische Therapie ist in Arbeit.

Alles Liebe und Gute für Dich

Kommentar von sandrajeyka ,

Ach, damit hätte ich ehrlich nicht gerechnet, das man hier auch Psychologen findet:)

Also denken sie, dass das was ich habe eine Trauer ist die ich nicht verarbeitet habe und die nun soweit gestiegen ist das es mit Anfällen (umkippen) passiert? Aber der Tod ist doch schon fast 2 Jahre her und das mit dem umkippen ist erst seit ca 8 Monaten, oder kommt sowas auch später?!
&' das ich mich kaum noch raus traue, ist Angst vor der Angst?

Vielen vielen dank für ihre Hilfe! und diese Seite schaue ich mir sofort mal an

Kommentar von Buddhishi ,

ja, so könnte es sein. Wie gesagt, mit aller Vorsicht aus der Ferne.

Brauchst aber nicht gleich in Ehrfurcht zu erstarren ;-) und sage bitte einfach DU, ist mir lieber, okay? Bin auch nur ein Menschlein.

Die zeitliche Diskrepanz ist normal, da der Körper ja erstmal Zeit benötigt, das umzusetzen, was ihm die Seele sagt. Kleine Story dazu: "Die Seele litt, aber der Mensch hörte nicht auf sie. So sagte sie zum Körper: 'Gehe Du voraus, auf mich hört unser Mensch nicht.'

Wenn Du noch Fragen hast, schreibe mit gerne wieder. LG

Kommentar von sandrajeyka ,

Ja mir wurde das schonmal diagnostiziert aber immer Krieg ich andere Diagnosen das ich keine mehr vertraue aber das mit dem Trauern sagen viele nun selbst du, vielleicht mag da wirklich was dran sein. der Spruch klingt logisch :) aber klingt jetzt vielleicht doof aber wie trauert man denn "richtig" ich mein, ich Rede viel über sie.. und gibt es nicht irgendwas womit man es wieder schafft wenigstens einzukaufen?! dieses online bestellen ist auf dauer ziemlich teuer.. und ich danke dir echt für deine Hilfe.:)

Kommentar von Buddhishi ,

Es gibt Trauer-Selbsthilfegruppen und Trauerbegleiter. Googel doch mal, was es in Deiner Umgebung gibt. Und hier noch ein Link:

http://www.zeitzuleben.de/aus-der-gehirnforschung-mit-der-trauer-leben/

Einkaufen gehen kannst Du Dir mit Selbstsuggestion erleichtern:

"An jedem Ort, zu jeder Zeit, Ruhe und Gelassenheit. Ich bin in Sicherheit."

Einfach mehrfach still im Geiste wiederholen. Dabei stellst Du Dir vor, wie Du sicher aufrecht gehend durch die Welt gehst und alles ist gut.

Kommentar von sandrajeyka ,

ja das habe ich gegoogelt und wirklich was gefunden, vielen dank für die Seite die ist fantastisch, sie spricht sehr viel aus was für mich z.b schwer zu beschreiben wäre und zeigt auch wie man mit trauernden umgehen soll am besten. :) also, ich Versuch stück für Stück wieder raus zu kommen, es fällt mir manchmal leichter nun einfach aufs Fahrrad zu steigen und kurz rum zu fahren aber das einkaufen bereitet mir noch extreme Probleme also erstmal weiter bestellen und langsam vorran gehen als gleich alles auf einmal und das es am Ende noch schlimmer wird. vielen dank! die seiten sind echt super!

Kommentar von Buddhishi ,

Freut mich :-) Danke für den Kommentar. Du bist auf einem guten Weg - weiter so! Schönes Wochenende für Dich

Kommentar von sandrajeyka ,

gerne gerne. das hoffe ich auch, 2 Schritte vor ein zurück. ist aber immer noch ein schritt vor. was meinst du wielang das dauert bis ich wieder normal was unternehmen kann?:( dankeschön, wirklich, ich hätte das schon früher stellen sollen aber hatte Angst. ich wünsche dir auch ein schönes wochenende:)

Kommentar von Buddhishi ,

Wenn Du so weitermachst, denke ich ziemlich bald. Also, packe schon mal die Vorfreude aus :-) Aber bitte dränge Dich nicht selbst, nimm Dir die Zeit, die Du brauchst. ('Gut Ding will Weile haben'.)

Wenn später noch Fragen auftauchen sollten, melde Dich gerne wieder :-)

Kommentar von sandrajeyka ,

oh das wäre super. *-* nein nein, war heute das 1x wieder einkaufen aber das fällt mir noch extrem schwer, also steht das an letzter stelle. gehe nun 1-3 x am Tag raus für kurz oder länger aber nur mit Fahrrad manchmal klappt RS manchmal nicht. danke würde ich gerne nochmal drauf zurück kkmmen:)

Antwort
von caro1411, 61

also erstmal tut mir das echt leid ich hoffe es geht dir bald besser 😥 auf jeden Fall solltest du mit jemandem darüber reden vll dich wieder ein bisschen ablenken gehen keine Ahnung geh zum Beispiel raus auf wiesen in den Park und leg dich da hin geh in eine Massage oder nach eine kur(echt empfehlenswert) und ich denke das es in deinem Kopf stattfindet aber das liegt nur an der psychischen Belastung also in so fern solltest du dich wieder an normalere Umstände gewöhnen ich denke du möchtest das auch und auch wenn es in deinem Kopf stattfindet denen ich das es auch körperlich schwer für dich ist. Lies ein paar Bücher Zeitschriften und entspann dich einfach und in Ruhe und ich denke wirklich das es einfach nur an deinem Kopf liegt und das du dir zu viele Gedanken machst denn an andere sachen(auch wenn es schwer ist, lenk dich ab ) und Versuch wieder glücklich zu sein GEH AUF JEDEN FALL RAUS und werd wieder fröhlich es liegt nur an deiner bewältigungskraft im Kopf die bei dir nicht all zu stark ist und die dich alles nicht so schnell verarbeiten lässt.

Kommentar von sandrajeyka ,

Danke..
Ja es passierte aufeinmal so plötzlich sag ich mal.. psychisch krank bin ich, Borderline steht fest und Depression.. Womit ich eig aber ziemlich gut klar kam bis jetzt.. viele Therapien auch gemacht und mom versuche ich öfters trotz Angst rauszugehen und wenn die angst verschwindet dann genieße ich es wirklich für die Zeit..
Aber ist schonmal gut zu wissen das viele denken das es Kopfsache ist das ist dann etwas einfacher zu kontrollieren. Auf der arbeit war das ja nicht so stark und da war ich oft unter Menschen.. Ich versteh es einfach nicht:(

Kommentar von caro1411 ,

Das wird schon wieder ich wünsch dir viel Glück

Antwort
von KakaoTalkGift, 54

Hast du einen Freund? Oder Freundin? Ich würde mal sagen das du jetzt sehr viel Gesellschaft brauchst und nicht alleine bleiben solltest. Möglicherweise geht es dir dann besser wen du weißt das jemand da ist dem du vertrauen kannst das er sich um dich kümmert wenn du umfällst oder auch sonst. Das du weißt du bist in Guten Händen. Dann hast du wahrscheinlich auch nicht mehr so viel Angst davor. Also ja meiner Meinung nach ist das Problem eher Einbildung und deine Angst. Aber ich bin auch nicht der Profi was sowas angeht also ist es auch gut das du eine Therapie machen willst.

Kommentar von sandrajeyka ,

Leider hier fast keine, ich wohne ja seit ca 1 Jahr und 2 Monaten hier, erst bei meiner Cousine aber dr Kontakt ist nicht gut.. und seitdem ich in meiner wohnung bin fast mit niemanden, meinst du es kann daran liegen das ich zu einsam bin..?!

Kommentar von KakaoTalkGift ,

Ich denke du hast das Gefühl das du keinem richtig vertrauen kannst nach dem ganzen mit deiner Mutter. (Übrigens tut mir wirklich leid für dich ich hoffe dir gehts bald besser) Falls du dich nicht traust Leute anzusprechen oder sowas könntest du ja mal so Im Internet schauen ob es Irgendwelche Seiten gibt wo du Leute aus deiner Nähe kennenlernen kannst. Das währe bestimmt leichter für dich am Anfang. Und dann Langsam wieder hinaus und Sachen unternehmen. Alles auf einmal könnte dann auch für dich zuviel sein ich weiß ja nicht wie du bist das ist bei jedem verschieden. Manche gewöhnen sich schnell an neue menschen und andere eher Weniger :)

Kommentar von sandrajeyka ,

Danke :/
Ja da hast du recht aber ich finde es schwer in der heutigen Welt zu vertrauen, die Welt ist so bekloppt geworden:(
Also ich habe vor zurück zu ziehen, da wo ich geboren bin(100km entfernt wo ich mit mama lebte) das wird momentan in Angriff genommen..
Ich versuche mom stück für stück aber das in meinem Kopf bleibt trotzdem bestehen..
Ich danke dir für die schnelle und liebe Hilfe.:)

Kommentar von KakaoTalkGift ,

Du hast recht Menschen finden denen Man wirklich vertrauen kann ist schwer aber möglich. Ich wünsche dir viel Glück und bitte ich helfe so gut ich kann :)

Kommentar von sandrajeyka ,

Das stimmt, es gibt sie irgendwo auf der Welt. sie sind sehr schwer zu finden aber es gibt sie, dankeschln für deine Worte. Solche Menschen muss es öfters geben :)

Antwort
von MarkusGenervt, 17

Also, ich würde mal sagen, dass Du zwar die 450 km weg gelaufen bist, aber dass – egal wie weit Du noch weg läufst – Du niemals vor Dir selbst weg laufen kannst.

Doch das hast Du versucht und alles unterdrückt, was Dich belastet hat.

Ja, und nun hat sich Deine Seele ein Ventil gemacht und Deinen Körper zum Einsturz gebracht. Man nennst das auch psychosomatische Angstzustände mit Panik-Attacken.

Der Termin-Druck ist nur das Symptom.

Solange Du Dich Deinem Schmerz nicht stellst und ihn verdrängst, wird er Dich dort packen, wo Du es am Wenigsten erwartest. Dein Schmerz sitzt sehr tief, denn Du hast ihn tief begraben.

Hol ihn wieder hervor und stell Dich ihm.

Es ist egal, ob Du Angst hast vor lauter Schmerzen zusammen zu brechen, denn das ist bereits passiert.

Aber dieses symptomatische Zusammenbrechen wird Dir keine Erlösung bringen, solange die Ursachen nicht angenommen wurde. Doch es wird sich so lange wiederholen, bis Du es tust und Dich ihm stellst.

Das wirst Du nicht alleine schaffen. Aber ich würde Dir eine stationäre Therapie empfehlen. Das ist nicht so schlimm, wie es sich anhört. Das ist keine "Klapse" sondern ein Ort, wo Du mit Menschen zusammen kommst, die solche oder ähnliche Erlebnisse hatten. Dort kannst Du zur Ruhe kommen und unter professioneller Anleitung in Gesprächen und anderen interessanten Therapieformen lernen, wie Du Dir selbst helfen kannst. Alleine das Teilen des Schmerzes ist oft schon die halbe Therapie.

Hab keine Sorge! Wenn Du es zulässt, wird man Dir helfen können.
Aber der Weg ist lang und hart. Das ist der Preis, den Du jetzt zahlen musst, für Deine Flucht vor Dir selbst. Dafür gibt es keine Pillen – auch wenn manche Haus-Ärzte das anders sehen. Aber es wird besser – mit jedem neuen Tag.

Kommentar von sandrajeyka ,

Ich danke dir für die schnelle Antwort.. Um ehrlich zu sein, tat es sogar schon etwas weh zu lesen..Und ja, wahrscheinlich habe ich es verdrängt um den Schmerz nicht zu haben, der schmerz ist einfach zu groß womit ich nicht klar komme..Aber ich rede momentan sehr viel über meine Ängste, Meine erlebnisse &' alles was in mir passiert ist..
Viele sagen, dass das Reden sehr viel helfen soll und es egal ist ob du weinst.. dass das Weinen auch schon "therapie ist" weil das alles rauskommt was sich angesammelt hat..

Eine Psychologische Therapie ist ja in aussicht sobald ich zurückgezogen bin(100km weg von da wo wir mit mama gelebt haben).

Ich danke dir recht herzlich für deine antwort...

Kommentar von MarkusGenervt ,

Also in jeder größeren Stadt in Deutschland gibt es Therapeuten und Kliniken. Dafür musst Du nicht unbedingt wieder umziehen.

Außerdem kannst Du bei der Kassenärztlichen Vereinigung eine Liste mit allen Therapeuten in Deiner Nähe erhalten. Eine für Deine Bedürfnisse entsprechende Klinik wird von einem Psychiater, Psychologen oder Therapeuten sicherlich besser und gezielter empfohlen werden können. Nur bei den Therapeuten musst Du mit langen Wartezeiten rechnen, die sind da sehr ausgebucht. Es ist auch generelle immer angebrachter wirklich alle Problem auf den Tisch zu legen, anstatt durch falsche Scham zu wenig Informationen zu liefern und bei der falschen Therapie zu landen. Und das auch bei jedem einzelnen Therapeuten. Es kann nämlich auch sein, dass Du mit dem Ersten gar nicht gut klar kommst – was aber unablässig ist – und dann weiter suchen musst.

Was nun das "Reden" betrifft, ist das wirklich schon die halbe Miete.

Aber ich sollte Dich besser vorwarnen:
Menschen, die selbst nie solche Erfahrung gemacht haben, werden dich nicht verstehen. Sie werden versuchen, Dir gute Ratschläge zu geben, mit denen Du aber i.d.R. nicht viel anfangen können wirst.

Lass es und versuch erst gar nicht Dich zu erklären! Das bringt Dich früher oder später nur dazu, auch noch an Dir selbst zu zweifeln!

In einer Gemeinschaft von "Leidensgenossen" hingegen musst Du oft noch nicht einmal großartig erklären, was Dir fehlt, denn diese Menschen kennen Dein Leid aus eigener Erfahrung.
Das sind auch die Menschen, bei denen Du immer wieder und wieder heulen und jammern und zetern kannst. Denn das befreit und irgendwann hast Du genug erzählt und geheult und gejammert und dann beginnt die Heilung. :-)

Kommentar von sandrajeyka ,

Ich möchte nur umziehen weil mir alles fehlt was ich hier nicht habe und weil da eine Person wohnt die in meinem Leben mom die größte Rolle spielt. danke für den tipp, das werde ich mal In Angriff nehmen sobald ich umgezogen bin, das die Wartezeit lange dauert ist echt nervig aber auch verständlich. und für "die Heilung" lohnt es sich zu warten, oder nicht?!:) Ja das stimmt, es bringt nichts über z.b das Problem nun zu reden und später dann die andere Probleme zur last werden, lieber komplrtt .:) also meinst du eher nicht mit Freunden reden die das nicht erlebt haben. sondern eher.. naja sowas wie eine Selbsthilfegruppe wo sich Menschen öfters treffen die das gleiche erlebt haben? Weinen ist ja auch schon eine Befreiung sozusagen. danke :)

Kommentar von MarkusGenervt ,

Nun, mit "normalen" aber guten Freunden zu reden und ein bisschen Schulterklopfen "abzugreifen", kann nicht schaden. Aber Du solltest vorsichtig sein, allen Leuten alle Deine Sorgen aufzubürden. Das kann schnell nach hinten losgehen, nach dem Motto "wenn du Dir nicht helfen lässt, kann ich auch nichts machen". Dies KANN früher oder später auftauchen, muss aber nicht.

Das ist auch nicht böse gemeint, vielmehr liegt es einfach daran, dass sie nicht den Unterschied kennen zwischen normaler Angst (die jeder kennt) und solchen speziellen Ängsten und Panik-Attacken (die nur Du kennst). Dazwischen liegen Welten. Das gleiche gilt auch für Depressionen. Auch hier schmeißen die Leute gerne mit diesem Begriff um sich, um ein wenig Mitleid zu erhaschen, wissen aber nicht mal im Ansatz, was Depressionen wirklich sind und wie unendlich schwer es ist, sie zu überwinden.

Daher fällt es ihnen leicht, mit ein paar tröstenden Worten bei "normalen" Betroffenen den Schmerz zu lindern, aber in solchen Extrem-Situationen können sie nichts machen und verlieren schnell die Geduld, weil ein paar Worte einfach nicht funktionieren.
Da hilft dann nur eine Profi.

Selbsthilfegruppen sehe ich eher ein wenig ambivalent. Ich meine, dass man sich erst einmal Hilfe bei einem richtigen Psychologen/Psychiater holen sollte. Dieser kann dann auch sagen, ob eine Selbsthilfegruppe ein geeignetes Mittel ist. Denn auch hier sind meist nur Amateure dabei und die können schon mal richtig daneben liegen. Das wäre dann nicht so günstig.

In der stationären Therapie gibt es so was Ähnliches: das nennt sich "Gruppentherapie", wird aber unter Leitung/Moderation eines Profis abgehalten. Wenn da was schief geht, kann der dann schnell eingreifen und das Ruder wieder herum reißen. Dies sollte man nicht unterschätzen.

Aber keine Sorge, nichts ist so schwer, dass man es nicht heben kann – es braucht nur den richtigen Hebel ;-)

Kommentar von sandrajeyka ,

dankeschön, deine Worte haben echt gut getan mal zu lesen...

Kommentar von MarkusGenervt ,

Da nich' für :)

Ich helfe gern in solchen Fällen, denn ich weiß sehr wohl, dass es wirklich nicht leicht ist, sich alleine und ohne Vorkenntnisse hier heraus zu kämpfen. Da braucht man einfach auch die richtige Hilfe.

Und ein paar gute und passende Worte haben auch noch nie geschadet ;o)

Ich wünsche Dir viel Erfolg, dass Du einen guten Weg findest, wieder zurück zu Deiner alten Leichtigkeit zu finden.
Aber gib Dir selbst ausreichend Zeit, denn ein stabiles Haus wird auch nicht an einem Tag errichtet.

Wenn Du noch Fragen hast, ich bin hier.

Alles Gute!

Antwort
von Wahchintonka, 25

hi! du hast eventuell den Tod deiner Mutter (es war ein schock) falsch verarbeitet, weil verdrängt. und du meintest, durch das weite fortziehen, kämst du damit besser klar. das ist aber offensichtlich nicht der fall, sondern das Gegenteil ist eingetreten. du musst dich halt auch innerlich von deiner Mütter verabschieden. sie befindet sich jetzt in einer ganz anderen, für dich unvorstellbaren Welt. Nehme richtig von ihr abschied und behalte sie in guter Erinnerung. der tod gehört zum leben. und der Kreislauf schließt sich. alles gute

Kommentar von sandrajeyka ,

als das passierte bin ich sehr tief abgerutscht, wenn du weißt was ich meine.. Ja richtig Trauern.. das hört sich so einfach an :/
Danke aber für deine schnelle und liebe Antwort..

Kommentar von Wahchintonka ,

einfach ist das natürlich nicht. das trauern verdrängen ist aber nicht natürlch und kann dann fatal sein

Kommentar von sandrajeyka ,

Da hast du recht..
Danke dir..

Antwort
von MrMiles, 32

Wenn du im Moment nicht raus möchtest, kannst du ja jemanden zu dir einladen. Du solltest auf jeden Fall kontakt suchen und mit anderen Menschen sprechen so wie du es auch hier gerade machst.

Kommentar von sandrajeyka ,

Ich spreche mit Leuten die ich vertraue drüber, ich habe Sozialpädagoschie(hoffe richtig) begleitung, die kommt öfters wir suchen auch nach Lösungen oft. und ich Telefoniere oft mit einer Bekannten, fast täglich wir reden auch sehroft drüber und schreiben tue ich mit Freunden auch viel drüber.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community