Frage von hereisadumpguy, 33

Einbenennung, was denkt ihr?

Hallo, meine Mum hat ihren neuen Lebensgefährten geheiratet, mit dem wir auch zusammenleben. Ich könnte -mit der Erlaubnis meines Dads- ihren gemeinsamen Namen annehmen. Nun ist es so, dass ich meinen jetzigen Namen, also den Namen meines Vaters, nicht sonderlich mag und auch ab und zu nen blöden Spruch abbekomme, aber alles noch im Rahmen. Der neue Name meine Mum hingegen ist echt schön :D zur Familie: Ich komme sowohl mit der Familenseite mütterlicherseits als auch väterlicherseits ziemlich gut klar und auch mit meinem 'Stiefvater' und dessen Familie verstehe ich mich ausgezeichnet. Allerdings ist das Verhältnis zwischen mir und meinem Dad etwas kompliziert, da der Kontakt auf grund der verschiedenen Wohnorte stark abgelassen hat. Ich habe nun die Befürchtung, dass er es als Abschottung wahrnehmen würde, wenn ich seinen Namen ablegen würde, oder sogar denken könnte, ich möchte mich von ihm abwenden. Wie seht ihr das? Findet ihr es unnötig, den Namen zu ändern, nur weil es 'besser klingt'. Oder könnt ihr das nachvollziehen, bzw. würdet es auch so machen? Und wenn ja, hättet ihr eine Idee, wie ich meinen Vater nach der Erlaubnis fragen soll, ohne dass er es falsch auffasst? Danke im vorraus ^^ ps. weiblich, 15

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von torsten8579, 10

Das ist total witzig. Wir beschäftigen uns gerade auch hier mit dieser Sache. Ich bin in dem Fall allerdings in der Rolle des Stiefvaters. Wir leben hier quasi auch eine Patchwork-Situation. Es gibt noch einen kleinen gemeinsamen Sohn. Und da ist unsere Große - meine Stieftochter. Sie ist gerade in die Schule gekommen, aber schon in meinem familiären Umfeld, seitdem sie ein Jahr alt ist. Bei ihr ist es so, dass sie es doof und komisch findet, dass Mama einen Doppelnamen annehmen müsste - nur wegen ihr. Für ihr Alter ist sie da erstaunlich reflektiert. Dann haben wir vor ein paar Wochen - eher durch Zufall - durch den hiesigen Standesbeamten erfahren, dass es die Möglichkeit der Einbenennung ohne Adoption überhaupt gibt. In unserem Fall stehen die Chancen allerdings eher schlecht, dass es dort eine Zustimmung des Vaters gegen wird. Wir haben vorsichtig angefragt - die Antwort steht noch aus... Für die Kleine wäre es ein tolles Gefühl, so zu heißen, wie der Rest der Familie wo sie lebt... Gehe besonnen mit der Frage um. Aber uns wurde gesagt, dass eine Einbenennung lange nicht mehr so selten ist. Da sich rechtlich der Status deines leiblichen Vaters nicht ändert, wird er sich sicherlich daran gewöhnen müssen, aber es nach einer Weile bestimmt verdauen können. Mit ganz lieben Grüßen! Torsten

Kommentar von hereisadumpguy ,

Danke, für diesen persönlichen Rat! Allerdings ist mein 'Fall' ja ein bisschen anders- Wir leben 'erst' seit einem Jahr zusammen, die beiden sind seit etwa 3 Jahren liiert und ich kann nicht sagen, ob es für mich schon meine Familie ist, oder eher 'Zusammen wohnen' da ich mein Dad und ich sonst ein sehr gutes Verhältnis haben und uns auch regelmäßig sehen. Für euch hoffe ich, dass ihr die Genehmigung des Vaters bekommt! Ich denke, ich werde die Sache mal vorsichtig ansprechen und abklopfen, wie er dazu steht und ob es wirklich ein no-go für ihn wäre. 

Antwort
von Monstrus87, 11

Ach, ich finde das in deinem Fall total in Ordnung.

 Setz dich mit deinem leiblichen Vater doch mal in Ruhe hin. Er soll sich dann halt mal etwas Zeit nehmen. Und dann sprichst du genau das an. Also ich fände das als Vater in Ordnung.

Antwort
von aetnastuermer, 8

Der große Wunsch von Minderjährigen, mit der Familie, in der man aufwächst, auch namensmäßig dazu zu gehören, ist allgemein bekannt. Widersetzt sich ein Elternteil dagegen, wird die Abneigung gegenüber diesem noch mehr gesteigert. Wenn in deinem Falle alle Beteiligten damit einverstanden sind, nimm den jetzigen Namen deiner Mutter und deines Stiefvaters durch Namenserteilung an! Bestärke deinen leiblichen Vater mit dem Argument: Wenn er für dich etwas Gutes tun will, soll er einwilligen - oder will er dir weiterhin Kummer bereiten? Trotz anderem Namen bleibt er immer noch dein Vater (im Gegensatz zu einer Adoption).

Namenserteilung kostet nicht viel, ist aber nur einmal möglich.

Antwort
von neununddrei, 16

Ich kann es durchaus nachvollziehen und würde es nicht als abschotten verstehen. Wie es dein dad versteht weiß ich nicht.
Steht nur eine Umbenennung oder gar eine Adoption an?

Kommentar von hereisadumpguy ,

Um Himmels Willen, nur Umbenennung!!

Kommentar von neununddrei ,

Na dann ist doch halb so wild. Ich glaube er wird es verstehen das ihr eine Einheit bilden wollt und letztendlich ist es nur ein Name du bleibst ja als sein Fleisch und Blut erhalten.
Eventuell kann deine mutter dir helfen und es besprechen oder zumindest mit bei sein.
Vorausgesetzt das Verhältnis ist noch intakt. Mutter Vater meine ich.

Kommentar von hereisadumpguy ,

Ja, die beiden kommen wirklich erstaunlich gut miteinander klar! Danke, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.  Zu zweit wäre es wahrscheinlich wirklich einfacher 

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