Frage von Warumono87, 38

Einbehaltener Lohn-wer kennt sich im Arbeitsrecht aus?

Folgendes: Ich habe letzte Woche fristgerecht bei meinem alten AG gekündigt(Sicherheitsgewerbe) und eine neue Stelle angefangen. Soweit so gut. Dort wurde zuletzt vom Auftraggeber gefordert, dass wir alle die Sachkundeprüfung absolvieren müssen. Diese wurde vom AG übernommen (Kosten). Jetzt hatte ich die schriftliche Prüfung geschafft. Zudem gab es intern Kurse die freiwillig waren (jeweils an einem Samstag für 8 Stunden). Das dies auf freiwilliger Basis beruht, erfuhren wir jedoch erst im Nachhinein. Zudem wart die Zeit, die wir zu lernen hatten, sehr knapp. Im Dezember letzten Jahres erfuhren wir, dass die Sachkunde gefordert wird, im März gingen die ersten Prüfungen los. Ab April "musste" jeder den 34a haben, sonst würde unsere Firma 1000 Strafe/Person bezahlen. Als fest stand dass ich eine neue Stelle antreten werde, weigerte ich mich, die Sachkundeprüfung fertig zu machen da ich eh nicht mehr in der Sicherheit arbeiten wollte und nicht einmal mehr einen Monat dort arbeitete. Jetzt wurden mir 400 Euro vom Lohn einbehalten. Begründung war: 4x Vorbereitungstag zur Sachkundeprüfung zwischen 63,80 und 66,99 Euro und einmal Sachkundeprüfung zu 76,59 Euro also insgesamt 338,17 Euro einbehalten. Jetzt stellt sich mir die Frage: Dürfen die eine von uns nicht freiwillig absolvierte Prüfung einbehalten? Ich habe die Sachkundeprüfung nicht, sondern nur den schriftlichen Teil. Den mündlichen habe ich nie bestanden und somit auch nicht die Sachkundeprüfung. (Kein Zertifikat, kein Schriftstück etc.) Zudem wir nur Empfangsdamen waren und keine Kontrollgänger oder Alarmverfolger. Wir hatten 3 Monate Zeit zu lernen, bis zur ersten Prüfung. Die Firma wusste aber davon schon seit eineinhalb Jahren. Ich wurde gedrängt, die Prüfung doch nach meinem einmonatigem Auslandsaufenthalt zu machen, den ich aber schon vor bekannt werden der Prüfungspflicht gebucht hatte, somit sag ich es auch nicht ein, in meinem teuer erspartem Urlaub am anderen Ende der Welt jeden Tag zu lernen. Wir wurden massiv unter Druck gesetzt a la " Wenn die Mitarbeiter die Prüfung nicht bis zu Datum XY haben, müssen wir 1000Euro Strafe/Mitarbeiter bezahlen. In Bezug auf die Kosten wurden wir im Dunklen gehalten. Auf Nachfrage, wer die Prüfung übernimmt oder wer aufkommt, wenn man sie nicht schafft, kam immer ein: "Wahrscheinlich die Firma.". Immer wieder Druck doch am nächstmöglichen Prüfungstermin teil zu nehmen, auch wenn man sich noch absolut nicht bereit für die Prüfung fühlte. Ohne Vorwarnung wurde mir jetzt oben genannter Betrag einbehalten. Unsere Firma hat keine Vorbereitungskurse gestellt, dass kam erst mit dem Sicherheitsbeauftragten unseres Auftragsgebers. Das die Teilnahme freiwillig war, wussten wir nicht von vorneherein. Jetzt haben sie einfach zu oben gennanten Preisen Lohn einbehalten. Schriftlich haben wir nie etwas dazu bekommen, keine Auflistung an Preisen etc. Wie reagieren?

Antwort
von marcussummer, 20

Wie immer bei offenen Lohnansprüchen: Den Arbeitgeber umgehend nach Fälligkeit des Lohns unter Fristsetzung zur Auszahlung anmahnen, wenn dann keine Zahlung erfolgt beim zuständigen Arbeitsgericht Klage erheben (lassen). Wenn es keine Vereinbarung gibt, dass die Arbeitnehmer Kosten tragen oder erstatten müssen, sind Weiterbildungskosten vom Arbeitgeber zu tragen. Und können natürlich nicht mit dem Lohn verrechnet werden.

Kommentar von Nightstick ,

Kurz, knapp und richtig - dem ist nichts hinzuzufügen.

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