Frage von superseegers, 83

Ein seit einigen Jahren bestehender Bausparvertrag soll nun auf den Namen beider Ehegatte lauten und nicht nur auf einen, geht das ohne Kündigung?

Hintergrund: Elternunterhaltsforderungen des Sozialamtes gegen den vertragsinnehabenden Ehegatten droht. Vermögen wird hierbei z.T. herangezogen. Liefe der Vertrag auf beider Namen, würde nur die Hälfte der angesparten Summe dem Unterhaltspflichtigen als Vermögen angerechnet.

Wenn ich bei der Bausparkasse frage, wird man mir zur Kündigung raten, denn der Vertrag wirft mehr als 2% Zinsen p.a. ab, ist für die also unattraktiv

Antwort
von Heidrun1962a, 62

Es wird das Vermögen der letzten 10 Jahre heran gezogen. Von daher geht es jetzt nicht mehr.

Kommentar von superseegers ,

Die oft zitierte 10-Jahres-Frist spielt hier keine Rolle. Es gibt Schonvermögen und Altersvorsorgeschonvermögen, welches angerechnet werden kann bei der Berechnung der Höhe der Unterhaltspflicht; gehört dieses beiden Gatten (von denen ja nur der eine unterhaltspflichtig ist) wird dem Unterhaltspflichtigen lediglich die Hälfte angerechnet.

Kommentar von Heidrun1962a ,

wenn Vermögen an andere Personen "geschoben" wird, dann können schon noch Forderungen gestellt werden. 

Kommentar von superseegers ,

Es geht in erster Linie um die o.g. Frage, ob ein Bausparvertrag ohne großes Tamtam auf zwei Leute als "Sparer" umgeschrieben werden kann. Zu Ihrem Einwand sei gesagt, dass gewisse Handlungen nicht als "Vermögen verschieben" angesehen werden, sondern durchaus legal sind. Zum Rest sage ich nur, dass kein Sozialamt in diesem Lande Kontoauszüge der letzten 10 Jahre verlangen wird, um "geschobenes" Vermögen aufzuspüren.

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