Ein Religionsproblem?

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9 Antworten

Hallo Zorrulu!

ich habe immer ein komisches Gefühl, wenn Leben, speziell Beziehungsleben so interpretiert wird, als ginge es darum, ein Problem nach dem anderen zu lösen! Ich glaube, es geht nicht darum, ein Problem zu lösen, sondern mit einer Schwierigkeit umzugehen.

Wenn ich dich richtig verstehe, gibt es keinen Kompromiss für eure unterschiedliche Einstellung gegenüber Religion. Unabhängig davon geht es euch gut miteinander. seiner Familie und seinen Freunden passt das nicht, deinen Freund berührt das aber nicht so. 

Na und?
Die werden sich schon daran gewöhnen!

Wichtiger finde ich, dass ihr beide daran arbeitet, die Einstellung des jeweils anderen (noch mehr) mit Respekt anzuschauen. Wahrscheinlich tut ihr das jetzt schon. Für mich klingt deine Selbstbezeichnung "Antireligionsmensch" nicht besonders respektvoll, vielleicht irre ich mich. Religion / Ablehnung von Religion kann eine eher oberflächliche Laune sein, aber auch eine tiefe, sehr persönliche Einstellung, die einem selber wichtig ist. Was einem selber wichtig ist, ist einem dann auch in der Beziehung wichtig. Das ist beim Verliebt-sein vielleicht ein wenig in den Hintergrund gedrängt, kommt aber dann wieder.

Ich bin so naiv, dass ich glaube, dass eine Atheisten etwas von den Freikirchen lernen kann und ein Freikirchler vom Atheismus. euch beiden alles Gute!

LG Eselspur

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Kommentar von Zorrulu
21.12.2015, 08:14

Vielen, vielen Dank für diese Aufrichtige und optimistische Antwort!

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Das wird vermutlich nicht gutgehen.

Ich habe auch Menschen kennengelernt, die einer solchen Freikirche angehören, und sie zunächst als normale, freundliche Menschen erlebt. Wenn man aber ihre Glaubensüberzeugungen nicht teilt und sich auch nicht missionieren lässt, kann man keine Toleranz erwarten und wird in einem solchen Umfeld auf Dauer auch nicht glücklich.

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Kommentar von Zorrulu
13.12.2015, 15:13

Mein Freund toleriert mich genau so wie ich bin, genau so wie ich ihn. Auch sein Umfeld behandle ich wie normale Menschen, nur ein paar davon können das nicht wiedergeben. Das Problem liegt bei den Einzelnen

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Ja, sowas gibt es in Deutschland, dass sind dann in der Regel Babtisten - nur das sie sich so nicht nennen.

Was ich dir empfehle ist es dich mit dem christlichen Glauben ausseinander zu setzen und im neuen Testament zu lesen. Viele Menschen haben ein Problem mit der Kirche und verwechseln dies mit der Religion. Hexenverbrennung und Kreuzzüge, dass ist nicht der christliche Glauben.

Vielleicht kann der Glaube auch zu dir vordringen, wenn dies aber nicht geschieht, dann solltest du die Beziehung beenden, denn was ist das für eine Basis. Man kann keine glückliche Beziehung führen, wenn die Sicht der Welt so elementar divergiert.
Er wird nicht glücklich werden und du auch nicht, denn jedem wird etwas fehlen.

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Kommentar von Zorrulu
13.12.2015, 15:06

Mit dem christlichen Glauben habe ich mich auseinandergesetzt (ich war ein Jahr lang in einem katholischen Mädcheninternat) und habe mich "dagegen" entschieden. 

Aber eine glückliche und starke Beziehung aufgeben, nur weil gewisse Mitmenschen nicht damit einverstanden sind? 

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Im Grunde ist das ganz einfach (zumindest theoretisch). Da du einen Kircheneintritt ausschließt, bleiben nur zwei Optionen: Entweder, dein Freund entscheidet sich gegen seine Gemeinde (und somit wahrscheinlich auch gegen seine Eltern) oder ihr beendet die Beziehung.

Du kannst jetzt lange nach Gründen dafür suchen, warum die Gemeindemitglieder sich dir gegenüber so verhalten, ändern werden sie sich jedoch auch in Zukunft nicht.

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Ich glaube nicht, dass dies ein theologisches Thema ist. Es ist nicht einfach, wenn man zu einer Gruppe dazukommt und anders ist.

Wenn ihr euch liebt und er zu die steht, rate ich zu Geduld. Irgendwann wird es sich hoffentlich normalisieren.

Verbiegen würde ich mich allerdings nicht, weil du schlussendlich darunter leidest. Du brauchst Geduld und sicher wird es nicht einfach 

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Das wird wohl so lange bleiben, bis du auch einer "von denen" ist. Aber he, rede einfach mit deinem Freund über dieses Problem. Und zwar klipp und klar! 

Schwierig dir ein rat zu geben, da es sowieso x-verschiedene Freikirchen gibt. Ich halte mich aber grundsätzlich von denen fern, insbesondere wenn die alles ernst nehmen, was ihnen vorgepredigt wird

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Kommentar von Zorrulu
13.12.2015, 15:07

Darüber gesprochen haben wir schon ab und zu, wir sind auch auf den grünen Zweig gekommen, aber die Tatsache, dass seine Kollegen mich nicht akzeptieren wollen, kann er auch nicht ändern..

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Soll ich ehrlich sein, auch wenn es unangenehm ist?
Lass es. Du wirst Dich entweder selbst aufgeben müssen, und Dich brainwashen lassen, oder dauerhaft unglücklich in der Beziehung.
Ich kenne ähnliche Fälle, sogar aus der eigenen Verwandtschaft - es funktioniert nicht. Die überwiegende Mehrheit ist so verkorkst, daß rationales Denken nicht mehr möglich ist. Also ihn zur Vernunft zu bringen kannst Du rein statistisch vergessen. Also?

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Kommentar von Zorrulu
14.12.2015, 07:49

Ein Kommentar ist motivierender als der andere.. Was glaube ich niemand verstanden hat (ich habe es zu wenig deutlich gemacht); wir sind glücklich und er ist nicht der typische Freikirchler, sonst wäre er ja nicht bei mir gelandet.

Was all die pessimistischen Kommentare betrifft, es spornt mich gerade noch mehr an, zu beweisen, dass eine solch grundlegend verkorkste Beziehung funktionieren kann, egal ob der Rest der Welt hinter uns steht oder nicht. Also DANKE :)

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Wenn "Gläubige" mit Nichtgläubigen" zusammenkommen, gibt es Probleme (Joel 3,17; 1.Kor.7,15).

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Weil die Bibel das denen nicht erlaubt.

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