Frage von cheese7, 618

Ein Pfarrer hat mir selbst gesagt dass es Adam und Eva niemals gab. Dass wurde einfach so erfunden.?

Stimmt dass? Also wenn ein Pfarrer mir das sagt sollte es ja stimmen oder nicht? (Ps. Es war wirklich ein Pfarrer)

Antwort
von Chichiri, 193

Die Schöpfungsgeschichte und die Geschichte über Adam und Eva stehen ja im Genesis, dem ersten Buch Mose. Es wurde aber bereits im Mittelalter angezweifelt, dass Mose diese Bücher jemals geschrieben haben soll.

Vor Jahrtausenden von Jahren war das so, dass man die ganzen Überlieferungen nicht verschriftlicht hatte, sondern immer nur mündlich überlieferte. Ein einschneidendes Erlebnis bei den Juden war dann das Babylonische Exil 597 v. Chr. Aufgrund des Exils begann man intensiver über seine Geschichte, seinen Glauben und seine Herkunft nachzudenken. Man wollte seine Kultur für die Nachwelt festhalten und so begann man alle Geschichten zu sammeln, auszusortieren und niederzuschreiben. Die Tora entstand somit während bzw. nach dem Babylonischen Exil. 

Die Vertreibung aus der Heimat führte zusätzlich zu einem "Identitätsverlust"... um die eigene Identität, die eigene Herkunft zu festigen, wurde die Schöpfungsgeschichte an den Anfang der Tora gesetzt. Die Babyloner hatten ja mehrere Götter - und um sich von den Babylonern abzugrenzen, ist die Identität der Juden eben, dass sie von dem einen Gott abstammen. Dadurch entstand diese ganze Schöpfungsgeschichte.

Die katholische Theologie geht daher auch davon aus, dass die Schöpfungsgeschichten mit der Evolutionstheorie vereinbar ist. Gerade weil die Theologie die Schöpfungsgeschichte nicht für wörtlich nimmt und die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Evolution nicht negieren.

Und bevor hier jemand etwas über Adam+Eva und der Erbsünde schreibt: Die Erbsünde ist ein symbolischer Begriff für die Entfremdung von Gott. Und durch die Taufe und durch Jesus Christus kann man wieder ein Leben mit Gott führen. Die Aussage, dass Adam+Eva nicht existiert hatten, führt nicht zur Absurdität der Bibel per se.

Kommentar von wildcarts2 ,

Du scheinst dich schon mit der Thematik befasst zu haben, gehst aber von ein paar falschen Grundannahmen aus.

Moses hat es nie gegeben. Er ist eine aus mehreren Mythen, Legenden und Geschichten zusammengesetzte Heldenfigur.

Auch waren die Juden niemals im Exil an Babylon! Assyrien eroberte Kanaan und vernichtete dabei u.a. das Volk Israel. Die wenigen Überlebenden wurden im assyrischen Reich verstreut und das Volk Israel hörte auf zu existieren.

Juda, ein kleines Bergvolk, politisch völlig uninteressant für Assyrien, hatt rein gar nichts mit Israel zu tun. Eventuell gab es Handelsbeziehungen, aber dazu gibt es keine Belege. Juda war eher zurückgezogen und wollte seine Ruhe haben. Aber auch Juda wuchs und benötigte Ressourcen. Die Prieser, welche den Baal JHWH anbeteten, strebten nach Macht und redeten ihren Leuten ein, die Israeliten wären ihre Brüder gewesen und man müsse sich nun ihr gottgegebenes Geburtsrecht auf das Land sichern.

Assyrien hatte aber bereits eigene Leute dort angesiedelt. Dennoch konnten die Judäer ihren Bereich enorm vergrößern, weil Assyrien Jerusalem als unbedeutend empfand und es nicht beachtete. Die Steuern und Erträge kamen an und der König konnte sich auf weitere Expansions und Verteidigungspläne kümmern. Da Ägypten geschlagen war, erwartete er keine Probleme aus dieser Richtung.

Juda begann mit der Erschaffung des Volksmythos Israel. Sie waren dabei sehr gschickt, indem sie die Geschichte beider Völker miteinander vermischten. Hinzu kamen noch viele ägyptische und weitere kanaanäische Einflüsse.

Als Babylon Assyrien besiegte, änderte sich nicht viel in Kanaan. Da es aber Fachkräftemangel gab, wurden Facharbeiter aus den eroberten Gebieten nach Babylon gebracht, um dort arbeiten zu können. Diesen Menschen ging es wesentlich besser, als den vielen die zurück blieben. Sie konnten auf die Infrastruktur und das Wissen Babylons zugreifen. Sie waren keine Gefangenen, sondern Gäste, denen eine neue Heimat und Arbeit angeboten wurde. Möglichkeiten, die sie in Kanaan nie gehabt hätten.

Zu diesen Menschen gehörten auch die Priester, die in den Bibliotheken Babylons arbeiten konnten. Dort vollendeten sie ihren Volksmythos und auch erst dort erschufen sie den Monotheistischen Gott. Nachdem Babylon fiel, kehrten sie zurück in ihre Heimat und ergriffen erneut die Macht. Als Rom auftrat, fanden sie einen bereits fest etablierten Volksmythos und eine Religion vor.

Die katholische Theologie geht daher auch davon aus, dass die
Schöpfungsgeschichten mit der Evolutionstheorie vereinbar ist. Gerade weil die Theologie die Schöpfungsgeschichte nicht für wörtlich nimmt und die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Evolution nicht negieren.

Es gibt nicht "DIE Evolutionstheorie", sondern die Evolutionslehre/wissenschaft, welche natürlich aus Theorien (Darstellungen der Realität) besteht. Der Begriff "Evolutionstheorie" ist für die meisten schlecht verständlich, weil sie unter einer "Theorie" das selbe verstehen wie unter einer "Hypothese".

Die Kirche geht hier sehr geschickt vor. Da sie WEISS, dass ein Leugnen der Evolution dumm ist (schließlich ist es die best belegteste Wissenschaft überhaupt), redet sie immer drum herum und tut so, als würde sie darin kein Problem sehen.

Tatsächlich ist die Schöpfungsgeschichte aber nicht mit der Evolution in Einklang zu bringen. Die Evolution hebelt die Basis der Schöpfung aus: Schöpfung bedeutet, Gott hat(te) Pläne und hätte alles zu einem bestimmten Zweck geschaffen. Die Natur beweist aber, dass dies nicht der Fall sein kann. Sollte es ein Wesen gegeben haben, welches den Stein ins Rollen brachte, dann ist es extrem Fehlerhaft, weil die "Schöpfung" viele Fehler enthält. Auch damit wäre das Konzept des Schöpfergottes ausgehebelt.

Die Erbsünde ist ein symbolischer Begriff für die Entfremdung von Gott. Und durch die Taufe und durch Jesus Christus kann man wieder ein Leben mit Gott führen.

Nein, das ist sie nicht! Die Kirche hat im Laufe der letzten 2 Jahrhunderte immer weiter die Bibel zerredet. Das Problem ist: Die Bibel wurde nicht für Christen, sondern für Juden geschrieben, und war von Anfang an als Darstellung der Geschichte gedacht. Was die Kirche daraus gemacht hat ist irrelevant! Die Erbsünde ist im Judentum nicht symbolisch gemeint! Und Jesus war nur der Versuch einen neuen Messias (Judenkönig) zu finden, der aus Juda einen autonomen Gottesstaat machen sollte.

Die Aussage, dass Adam+Eva nicht existiert hatten, führt nicht zur Absurdität der Bibel per se.

Doch tut sie, da die Autoren der Bibel diese Geschichten schufen, um den Menschen eine Realität vorzugaukeln! Das sie damit auch Lehren/Moral verbreiten wollten, das ist klar.

Antwort
von claushilbig, 110

Mir wurde das vor 35 Jahren im Religionsunterricht so erklärt:

Der gesamte Schöpfungsbericht war niemals als "wissenschaftliche" Beschreibung gedacht, wie die Welt entstanden ist, sondern als symbolische Beschreibung, wie die Welt ist.

Das hängt mit den damaligen Sprachgepflogenheiten zusammen - die Ur-Israeliten konnten einen Zustand nur über sein (fiktives) Entstehen beschreiben. So hätte damals z. B. ein Mann seiner Geliebten niemals gesagt "Du bist eine schöne Frau", sondern "Du bist Tochter einer schönen Mutter" - obwohl uns ja allen klar ist, dass da nicht unbedingt wirklich ein Zusammenhang bestehen muss...

Antwort
von omikron, 147

Mit hundertprozentiger Sicherheit lässt sich das nicht sagen, da weder du noch ich noch der Pfarrer Adam und Eva jemals kennen gelernt haben.

Aber es spricht vieles dafür, dass er Recht hat und es Adam und Eva nie gab. Ich möchte aber nicht so weit gehen zu sagen, es wurde einfach nur erfunden. Denn die Geschichte von Adam (dt.: Mensch) und Eva (dt.: Leben) sagt etwas zeitlos Gültiges über die Menschheit aus.

Kommentar von wildcarts2 ,

Die Geschichte sagt mit Sicherheit nichts "zeitlos Gültiges" aus, da sie de facto frei erfunden wurde.

Kommentar von omikron ,

Ich fürchte, da täuschst du dich. Selbst Märchen lassen sich tiefenpsychologisch deuten...

Kommentar von mychrissie ,

Alles lässt sich tiefenpsychologisch "deuten". Ich hab mal eine Gottfried Keller-Biographie von Adolf Muschg gelesen, da wurde jede Zigarre, jeder Spazierstock und jeder Schlüssel als Penis gedeutet und jedes Schlüsselloch als Vagina.

Posthumer offener Brief an Herrn Sigmund Freud incl. seiner gläubigen Adepten (zusammengefasst in zwei Worten):

Es reicht!!!

Antwort
von ewolfe, 208

Jeder hat seinen eigenen Glauben und da spielt es keine Rolle ob man Pfarrer, Bischof oder einfacher Gläubiger ist.

Dass der angesprochene Pfarrer gesagt hat, dass es Adam und Eva nicht gab, hat nichts damit zu tun, dass er seinen Glauben verloren hat, denn man kann auch ein Gläubiger sein ohne an alle Details aus der Bibel zu glauben. Es gibt viele Gläubige, die durch die Wissenschaft auch an die Evolutionstheorie glauben.

Man darf nicht vergessen, dass die Bibel von Menschen geschrieben wurde, das heißt, sie enthält subjektive (und der damaligen Zeit geschuldete) Ansichten. Es spricht natürlich nichts dagegen an Adam und Eva zu glauben, aber es spricht eben auch nichts dagegen, eben nicht an die zwei zu glauben.

Ich persönlich halte nichts von der Bibel habe aber auch kein Problem damit, dass es Menschen gibt, die an der Bibel hängen. Ich toleriere das und viel wichtiger: ich AKZEPTIERE das.

Wenn der Pfarrer also sagt, dass es Adam und Eva nicht gab, ist das seine Meinung (die ich unterstütze), aber es ist eben seine. Ob sie richtig ist oder nicht hängt davon ab woran du glaubst und glauben willst :)

Kommentar von wildcarts2 ,

Es gibt viele Gläubige, die durch die Wissenschaft auch an die Evolutionstheorie glauben.

Das ist komplett falsch. Erstens gibt es nicht "Die Evolutionstheorie", sondern nur die Evolutionswissenschaft als Zweig der Biologie, welche aus vielen Theorien besteht. Eine Theorie ist die Darstellung von Realitäten in Form von Regeln und wiederholbaren Experimenten, mit der man Vorhersagen machen kann (in Bezug auf Kausalität).

Zweitens kann man an Wissenschaft nicht glauben, sondern sie entweder akzeptieren oder nicht. Glaube ist reine Fantasie. Es ist das Fürwahrhalten von Dingen die man nicht beweisen kann. Wissenschaft dagegen besteht nur aus dem ermitteln von Beweisen, mit denen man Sachverhalte darstellen kann.

Wissenschaft und Glaube schließen sich gänzlich aus!

Kommentar von wildcarts2 ,

Es spricht natürlich nichts dagegen an Adam und Eva zu glauben,

Doch das tut es, denn es widerspricht der Vernunft. Es ist genauso unvernünftig, wie der Glaube an Elfen, Kobolde und Einhörner

Ich toleriere das und viel wichtiger: ich AKZEPTIERE das.

Tolerieren und Akzeptieren einer Sache ist gleichzeitig nicht möglich!

Tolerieren bedeutet, dass man Dinge die man selbst NICHT gut findet, DULDET. Man ist Passiv und ignoriert es.

Akzeptieren
bedeutet dagegen, dass man Dinge die man selbst nicht tut, aber weder
als gut noch als schlecht ansieht, bei anderen Menschen befürwortet.

Wenn der Pfarrer also sagt, dass es Adam und Eva nicht gab, ist das
seine Meinung (die ich unterstütze), aber es ist eben seine. Ob sie
richtig ist oder nicht hängt davon ab woran du glaubst und glauben
willst :)

Ähnliches
sagen hier viele, aber es ergibt gar keinen Sinn. Nur weil jemand etwas
glaubt oder nicht, wird es nicht richtig. Glauben ist generell nicht
richtig, da Glaube nur Dinge beinhaltet, für die es keine Beweise gibt.
Vielfach beinhaltet Glaube aber auch nachweislich falsche Dinge, aber
niemals richtige. Sonst wäre es kein Glaube sondern Wissen.

Kommentar von ewolfe ,

Ich verstehe gerade nicht, warum Sie so krass gegen mich haten...

Ich habe selbst gesagt, dass ich der Religion und der Kirche und dem Glauben nicht nachhänge. 

Ich finde es aber nicht richtig gegen den Glauben zu hetzen.

Es widerspricht der Vernunft? Ist doch aber nicht Ihr Problem! Wenn die Menschen glauben wollen, können sie das doch gerne machen! Es ist ihr Leben!

Ja ich weiß, dass es DIE Evo.-theorie nicht gibt! Dennoch wird sie als solche zusammengefasst und jeder versteht damit auch, was ich meine, außer Sie. Aber von mir aus können wir Wortglauberei spielen: Sie sagen es ist komplett falsch? Dann erklären Sie mir doch mal warum meine Nachbarn alle gläubige Christen sind und trotzdem sehr genau über die wirkliche (wissenschaftliche) Entstehung der Erde Bescheid wissen und daran auch "glauben". Ja ich weiß, Sie mögen sich gerne an dem Wort "glauben" aufhängen. ABER es handelt sich alles um Theorien. Sie werden keinen Wissenschaftler finden, der sagt es handele sich nicht um eine Theorie.

Der Glaube an sich ist doch nicht dafür da um an Gott und die Schöpfungsgeschichte zu glauben, sondern gilt heutzutage viel mehr als Identifikation. Außerdem gibt es dadurch auch eine Gemeinschaft.

Kommentar von ewolfe ,

Meines Erachtens ist die Kirche unnütz aber das ist MEINE MEINUNG, ich werde sie anderen nicht aufzwingen oder Gläubige als unvernünftig beleidigen. Unvernünftig sind eher die, die immer auf ihre eigene vernarrte Meinung beharren, statt auch offen für andere Denkansätze zu sein.  Denn nur so kann man Glaubenskriege vermeiden. Unterbinden und unter Strafe stellen von Religionen oder Ansichten ist seit 1945 out! (in Deutschland jedenfalls)

Kommentar von Projektplaner13 ,

lieber ewolfe, ( lieber N.) auch hier bin ich fast ganz mal wieder deiner Meinung, weiter hinten hier habe ich noch kurz was zur Bibel geschrieben...( hinter earnest...vor KaeteK), liebe Grüße H.

Antwort
von dadita, 62

Natürlich sind dies rein fiktive Gestalten. Der Schöpfungsmythus ist ein reines Märchen, mit der Realität hat dies nichts zu tun. 

Was Pfarrer und Päpste dazu sagen ist indes irrelevant. Die Enstehung des Universums, des Lebens und des Menschen sind naturwissenschaftliche Thematiken. 

Antwort
von 1988Ritter, 160

Also einfach nur so erfunden würde ich ja nicht sagen.

Wir haben eine wissenschaftliche, aber auch eine religöse Darstellung von der Menschheitsgeschichte. Bei der religösen Darstellung geht es einfach nur um eine Basis. Das die Basisdarstellung nicht mit der wissenschaftlichen Darstellung kompatibel ist, liegt in der Natur der Sache.

Kommentar von wildcarts2 ,

Ich kann deni Wissen erweitern: Die Geschichte wurde frei erfunden, so wie alles andere in der Bibel auch.

Kommentar von 1988Ritter ,

....ach....das ist ja ein Ding.

Kommentar von claushilbig ,

frei erfunden, so wie alles andere in der Bibel auch.

"Alles" ist eindeutig falsch - es gibt zahlreiche Geschichten der Bibel, die zumindest teilweise historisch nachweisbar sind.

Und für etliche angebliche "Märchen" und "Wunder" gibt es aus heutiger Sicht wissenschaftliche Erklärungen. Diese waren aber den Verfassern der Bibel mit ihrem damaligen Wissenstand nicht bekannt und die Ereignisse wurden daher als "göttlich" angesehen.

Antwort
von Willy1729, 132

Hallo,

auch ein Pfarrer weiß nicht alles. 

Es gibt Pfarrer, die die Geschichte von Adam und Eva für eine symbolische Erzählung halten, die nicht wörtlich zu verstehen ist; es gibt aber auch andere, die glauben, daß sich der Beginn der Schöpfung im Großen und Ganzen so zugetragen hat, wie es uns die Bibel schildert.

Da niemand von uns dabei war, ist es schwierig zu beurteilen, was denn nun stimmt.

Glaube ist aber vor allem Vertrauenssache. Wenn ich an einen Gott glaube, der Tote auferwecken kann - wer will mir verwehren, an einen Gott zu glauben, der die Welt mit allem darin aus dem Nichts geschaffen hat?

Ebenso hat aber auch besagter Pfarrer das Recht, die biblischen Berichte nicht im wörtlichen Sinne zu verstehen. Dann ist es besser, er sagt, was er glaubt, als wenn er - nur weil er Pfarrer ist - den Leuten das sagt, was sie von ihm erwarten. Er sollte seine Sicht der Dinge dann nur nicht als die einzige und absolut Richtige darstellen. Auch ein Pfarrer ist ein Mensch und als solcher nicht frei von Irrtum.

Herzliche Grüße,

Willy

Antwort
von Philipp59, 77

Hallo cheese7,

es wundert mich allerdings, dass ausgerechnet ein Pfarrer etwas in Zweifel zieht, was die Bibel klar und deutlich lehrt, wenn sie z.B. sagt: "Er hat aus e  i  n  e  m [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen" (Apostelgeschichte 17:26).

Zweifellos vertreten außer diesem Pfarrer noch viele andere die Meinung, Adam und Eva seien erfundene Gestalten und belächeln den Bericht in der Bibel über sie. Sie spricht jedoch von diesen beiden als von Personen, die tatsächlich gelebt haben und von denen, wie obiger Text es zeigt, das gesamte Menschengeschlecht abstammt. Was soll man nun aber glauben? Ist mit dem Wissen und den Erkenntnissen der heutigen Zeit zu vereinbaren, Adam und Eva als historische Personen zu betrachten, und wie sieht es mit Beweisen aus?

Da ist zunächst einmal der kurze biblische Bericht der Genesis über die Erschaffung des ersten Menschen (Adam). Die Bibel berichtet folgendes: "Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele."(1. Mose 2:7).

Ist das, was hier ausgesagt wird, wissenschaftlich korrekt? Nun im "Staub", also in der Erde, sind all die 41 grundlegenden chemischen Elemente, aus denen der menschliche Körper besteht, zu finden. Da der Mensch aus etwa 100 Billionen Zellen mit Dutzenden Organen und 9 großen Organsystemen besteht, wäre zu fragen: Wie sollte dieses hochkomplexe und genial konstruierte biologische Gebilde ins Dasein gekommen sein? Wäre es wirklich vernünftig zu glauben, das der blinde Zufall tatsächlich so etwas zustande bringen kann? Oder ist es nicht weitaus vernünftiger zu glauben, dass ein intelligenter Designer dahinter steht, wie in dem eingangs zitierten Bibeltext zu lesen ist? Da der Mensch nicht nur eine Anhäufung lebloser Materie ist, sondern Lebenskraft besitzt, stellt sich folgende weitere Frage: Woher stammt diese Lebenskraft? Darauf hat die Wissenschaft bis heute keine Antwort gefunden. Auch kann sie noch nicht einmal genau erklären, was das "Leben" eigentlich ist.

Bemerkenswert ist auch, dass eigentlich das gesamte Menschengeschlecht und damit alle Menschenrassen miteinander verwandt sind. Wie anders wäre es sonst zu begründen, als damit, dass die Menschheitsfamilie auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgeht? Der anatomische und organische Aufbau eines Menschen, egal welcher Rasse er angehört, ist stets identisch. Das wird auch in folgenden Werken bestätigt:

„Die Wissenschaft bestätigt jetzt, was die meisten der großen Religionen schon immer gepredigt haben: Alle Menschen, ganz gleich, zu welcher Rasse sie gehören, stammen .  .  . von dem gleichen ersten Menschen ab“ (Amram Scheinfeld, Heredity in Humans, S. 238, Philadelphia und New York, 1972).

„Was in der Bibel schon seit Jahrhunderten über Adam und Eva, Vater und Mutter des ganzen Menschengeschlechts, steht, ist das, was die wissenschaftlichen Forschungen ergeben haben: daß alle Völker der Erde eine einzige Familie bilden und einen gemeinsamen Ursprung haben“ (Ruth Benedict und Gene Weltfish, The Races of Mankind [Die Menschenrassen], S. 3, New York, 1978).

Das Adam nicht lediglich ein Sinnbild der gesamten frühen Menschheit ist, zeigt auch die Bibel selbst. So reiht sie z. B. Adam in verschiedene Geschlechtsregister ein, die eine Aufzählung historischer Personen darstellt. Ein Beispiel dafür ist der Stammbaum Jesu Christi gemäß Lukas, Kapitel 3, Verse 23 - 38. U. a heißt es dort: „Jesus selbst [war], als er sein Werk anfing, ungefähr dreißig Jahre alt und war .  .  . der Sohn .  .  . des David, .  .  . Sohn des Abraham, .  .  . Sohn des Adam.“ (David und Abraham sind bekannte geschichtliche Gestalten. Ist es daher nicht vernünftig, zu schlussfolgern, dass Adam eine wirkliche Person war?)

In einem anderen Bibelbuch, Judas 14, heißt es:"„Der siebte in der Linie von Adam her, Henoch, hat .  .  . prophezeit.“ (Henoch war nicht der siebte in der Linie von der gesamten frühen Menschheit her.)

Auch Jesus Christus sprach von Adam und Eva nicht lediglich als allegorische Personen. Das zeigt der Bericht in Matthäus 19:4,5:"[Jesus] sagte  .  .  .: ‚Habt ihr nicht [in 1.  Mose 1:27; 2:24] gelesen, dass der, welcher sie [Adam und Eva] schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat und sprach: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e  i  n Fleisch sein“ .  .  .?‘  “ Diese Aussage Jesu belegt eindeutig, dass er den Bericht in der Genesis als Tatsachenbericht ansah.

Zum Schluss möchte ich noch einen entscheidenden Punkt herausstellen, warum der Glaube an den Bibelbericht über Adam und Eva so bedeutungsvoll ist. Durch diesen Bericht erhalten wir nämlich befriedigende Antworten auf die wichtigsten Lebensfragen, wie z. B.: Woher kommen wir? Welchen Sinn hat das Leben? Warum gibt es so viel Leid und Böses in der Welt und wird das Böse jemals beseitigt? Außerdem wäre die wichtigste biblischen Lehre vom Lösegeld, ohne den Bericht über Adam und Eva nicht zu verstehen.
Das sind nur einige wesentliche Gründe, warum es einen Sinn macht, die biblische Erzählung von Adam und Eva für glaubwürdig zu halten.

LG Philipp

Kommentar von earnest ,

Mal wieder das Übliche: der "Beweis" der Richtigkeit der Bibel durch die Bibel.

Bemerkst du gar nicht die Fragwürdigkeit der Methode, Philipp?

Der Schlussabsatz liest sich übrigens wie ein Plädoyer für die symbolische Bedeutung und Betrachtung der Adam-und-Eva-Geschichte. 

Das hätte der vielstrapazierte Pfarrer fast genauso sagen können.

Kommentar von dadita ,

Was für eine Ansammlung von absoluten Unfug, selbst für einen Kreationisten. 

Die Organsysteme unseres Körpers sind machweisbar das Produkt von mehreren Milliarden Jahren der Evolution. Ihre Entstehung im Verlauf der Entwicklung der Arten lässt sich problemlos zurückverfolgen. Das Eingreifen einer antiken Märchengestalt wie deinem Gott wird dafür an keiner Stelle benötigt.

Eine Lebenskraft gibt es nicht, Leben ist das Produkt von chemischen Reaktionen. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Unterscheidung zwischen "unbelebter" und "belebter" Materie ist rein künstlich. 

Dass alle Menschen, wie prinzipiell alles Leben auf diesem Planeten voneinander abstammen ist ein Fakt und einer von zahllosen Belegen für die Evolution. Alles Leben entstammt einem gemeinsamen Vorfahren. 

Diese "Antworten" mögen befriedigend sein...aber sie sind reines Wunschdenken. Lächerlich und falsch. 

Kommentar von Adlerauge4 ,

Es ist sehr wohltuend, daß es Menschen gibt, für die Jesu Worte "Dein Wort ist Wahrheit" (Joh. 17:17) wirklich Wahrheit sind. Du bist ein echter Christ, Philipp, laß dich nicht irritieren durch den klugen earnest und dadida. Du weißt "es gibt keine WEisheit im Widerstad gegen JHWH". Wie oft durften wir das schon erfahren!

Kommentar von Mark1616 ,

Wenn man den Tatsachen wissentlich widerspricht, dann zeugt das wohl kaum von Weisheit. Ich frage mich wie ein Gott wohl darauf reagieren würde, wenn seine Anhänger mit dem Kopf im Sand durch die Welt laufen.

Kommentar von earnest ,

Deine Aufmerksamkeit ehrt mich, Adlerauge. 

Merke: Immer wachsam bleiben!

;-)

Antwort
von mychrissie, 75

Natürlich stimmt es. Auch Pfarrer können zuweilen denken.

Aber Dein Glaube an die Wahrheitstreue der Pfarrer ist natürlich zu 150% berechtigt. Denn Pfarrer haben ja noch niemals in der Geschichte gelogen, denen muss man einfach alles glauben. :-DDD

Antwort
von MarkusKapunkt, 197

Tja dann hat der Pfarrer wohl seinen Glauben verloren. Soll passieren...

Ich persönlich glaube auch nicht an die wörtliche Auslegung der Schöpfungsgeschichte. Aber die Aussage eines einzelnen Menschen, sei er Pfarrer, Bischof oder gar Papst, hat keinerlei Beweiskraft. Es muss nicht stimmen, nur weil er ein geistliches Amt hat. 

Kommentar von cheese7 ,

Kein plan. Ich hab ihn mal gefragt ob dass stimmt mit Adam und Eva er sagte zu mir dass ist reine erfindung.

Kommentar von ewolfe ,

Das ist seine Meinung aber, wie MarkusKapunkt schon schrieb, hat es keine Beweiskraft. Wenn der Pfarrer das so sieht, kann er das so sehen, aber du kannst selbst entscheiden ob du seiner Ansicht bist oder nicht.

Antwort
von jessicavetter3, 195

Jeder, der die Welt ein bisschen kritischer betrachtet, der wird zu dem Entschluss kommen, dass all diese Geschichten reine Fantasie sind.

Antwort
von JTKirk2000, 112

Alles, was vor Mose gewesen ist, wurde offenbar nur durch Offenbarung mitgeteilt. Wenn man so will beginnt das Alte Testament mit Offenbarung und endet das Neue Testament ebenfalls mit Offenbarung. In gewisser Hinsicht schließt sich da also der Kreis. 

Das bedeutet aber nicht, dass dahingehend eine klare Aussage getroffen werden kann, ob Adam und Eva irgendwann einmal existiert haben. Selbst wenn man nach der Evolutionstheorie geht, muss es irgendwann einmal erste Menschen und sogar erste moderne Menschen gegeben haben. 

Nimmt man die Reihenfolge der Entwicklung des Lebens auf der Erde, so stimmt auch dahingehend die Evolutionstheorie mit der Schöpfungsgeschichte aus Genesis 1 überein.

Ich finde es sehr traurig, wenn jemand, der angeblich ein Pfarrer, also ein örtlicher Gemeindeleiter ist, nicht einmal daran glaubt, dass Adam und Eva existiert hätten. Das ist wie wenn man Wasser predigt und Wein trinkt, also definitiv Heuchelei. Ich habe schon mal von einem Fall gehört, wo jemand, der Theologie studiert hat, nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt. Da stellt sich mir doch echt die Frage, was jemanden zu solchen Ansichten bewegt, wenn er doch genug Interesse hatte, sich damit in einem solchen Umfang zu befassen? 

Kommentar von earnest ,

Nein, die Offenbarung ist keineswegs "offenbar". Sie ist reine Behauptung. 

Nicht nur deswegen ist deine, nun ja, Schmähkritik - die angebliche "Heuchelei" des Pfarrers - völlig fehl am Platz.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Ich meinte mit Heuchelei, dass er in Form seiner Berufung etwas vorgibt, was er nicht wirklich in seiner eigenen Ansicht vertritt. Ich denke doch, dass dies klar genug aus meiner Antwort hervorgeht.

Kommentar von earnest ,

Wo gibt denn ein Pfarrer etwas vor, wenn er zum Beispiel klar sagt, dass er die Adam-und-Eva-Geschichte für eine symbolische Geschichte hält?

Kommentar von JTKirk2000 ,

Nicht einmal das wurde behauptet - jedenfalls nicht in der Frage oder der Fragebeschreibung.

Kommentar von earnest ,

Mit Verlaub, JTKirk: Ich habe nicht behauptet, dies werde in Frage oder Fragebeschreibung behauptet.

Ich habe ein Beispiel genannt und dir zu diesem Beispiel eine Frage gestellt.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Ich habe ein Beispiel genannt und dir zu diesem Beispiel eine Frage gestellt.

Okay, dann auf diese Art:

Wo gibt denn ein Pfarrer etwas vor, wenn er zum Beispiel klar sagt, dass er die Adam-und-Eva-Geschichte für eine symbolische Geschichte hält?

Ich denke zwar, dass ein Beispiel etwas anderes ist, als eine Darstellung und eben dies trifft auf den Inhalt Deiner Frage zu, denn ein Beispiel würde sich auf eine bestimmte Person, Sache, Ereignis oder vergleichbares beziehen, was aber nicht in Deiner Frage gegeben ist. Es ist lediglich eine Grundlage erwähnt, zu der eine Frage gestellt wurde, die sich in dieser Hinsicht kaum von Gleichnissen Christi mit entsprechend verbundenen Sinnfragen unterscheidet und auch sie waren ohne ein wirkliches Beispiel.

Zu dieser Frage fallen mir zudem "Dokus" über Nahtoderfahrungen mit Christine Stein, die eine Nahtoderfahrung gehabt haben soll und auf der anderen Seite mit einem Neuropsychologen und Theologen namens Christian Hoppe, der mehr als deutlich macht, dass er zumindest im Bereich Theologie-Studium ernsthaft sein Talent verschwendet hat, denn er macht deutlich, dass es nach seiner Vorstellung kein Leben nach dem Tod gibt.

Ebenso würde auch ein Pfarrer doch so ziemlich seinen Beruf verfehlt haben, wenn er nicht wirklich an das glaubt, was er zumindest laut der Bibel vertreten sollte.

Kommentar von Mark1616 ,

Selbst wenn man nach der Evolutionstheorie geht, muss es irgendwann einmal erste Menschen und sogar erste moderne Menschen gegeben haben.

Nein, das muss es nicht. Man muss hierzu noch nicht einmal auf die Evolutionstheorie zurückgreifen, denn die Genetik reicht dazu völlig aus. Genauso wie man herausgefunden hat, dass blaue Augen von einer genetischen Mutation vor 6000 - 10000 Jahren in einem einzigen Menschen kommen kann man auch genetische Engpässe in unserer Menschheitsgeschichte entdecken. Ein genetischer Engpass, bei dem nur 2 menschliche Individuen am Leben waren, ist schlichtweg nicht vorhanden.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Egal wie Du es drehen und es ablehnen willst, so schließt Du mit Deinen Aussagen keineswegs aus, dass es irgendwann die ersten Menschen gegeben haben muss, denn anderenfalls gäbe es keine Menschen.

Kommentar von dadita ,

Falsch. Evolution ist ein fließender Prozess, das einzigen von Grenzen zwischen Spezies ist weitgehend künstlich. 

Kommentar von JTKirk2000 ,

Natürlich ist Evolution ein fließender Prozess, aber so wie es irgendwann den ersten Einzeller, Mehrzeller, das erste Landlebewesen, das erste Ei, das erste auf zwei Gliedmaßen laufende Wesen gab, gab es irgendwann auch den ersten modernen Menschen.

Kommentar von claushilbig ,

Nimmt man die Reihenfolge der Entwicklung des Lebens auf der Erde, so stimmt auch dahingehend die Evolutionstheorie mit der Schöpfungsgeschichte aus Genesis 1 überein.

Das kann so gar nicht stimmen - denn es gibt in Genesis zwei verschiedene Schöpfungsberichte, die sich in der Reihenfolge teilweise unterscheiden. Am deutlichsten in dem Punkt, dass im einen Eva "nachträglich" aus Adams Rippe erschaffen wird, es im anderen aber heißt, dass Gott den Mensch "als Mann und Frau" erschuf.

wenn jemand, der angeblich ein Pfarrer, also ein örtlicher Gemeindeleiter ist, nicht einmal daran glaubt, dass Adam und Eva existiert hätten

dann ist das nicht Heuchelei, sondern inzwischen auch von der offiziellen Kirche anerkannte Tatsache.

Auch die Kirche weiß inzwischen, dass die Bibel kein "naturwissenschaftlicher" Text ist, sondern weitgehend symbolisch / als Gleichnis gewertet werden muss.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Genesis 1 bedeutet Genesis Kapitel 1. Das sollte man eigentlich wissen. Laut dieser Schöpfungsgeschichte entwickelten sich erst die Pflanzen, dann die Tiere im Wasser, auf dem Land in der Luft und schließlich der Mensch. Inwiefern soll dies im Widerspruch zu der Evolutionstheorie stehen?

Was Adam und Eva angeht, so ist die Erzählung in Genesis 1 etwas kurzgefasst, aber das bedeutet deshalb nicht, dass es im Widerspruch zu der ausführlicheren Erzählung in Genesis 2 ist. Stehen denn Zeugenaussagen vor Gericht im Widerspruch zueinander, nur weil ein Zeuge mit seiner Aussage mehr im Detail befragt wird und entsprechend antwortet, solange durch diese Details nicht festgestellt wird, dass die Aussage des anderen Zeugen nicht stimmen kann oder der zweite offenbar lügt? 

dann ist das nicht Heuchelei, sondern inzwischen auch von der offiziellen Kirche anerkannte Tatsache.

Wenn dem so ist, dann schließt die Kirche eine weitere Grundlage ihrer Lehre aus. Na dann Mahlzeit, würde ich meinen. Denn die Kirche sägt damit immer weiter an dem Ast, auf welchem sie sitzt. Allerdings war das selten anders, wenn man es genau nimmt. Beispielsweise war es schon wesentlich länger bekannt, dass die Erde um die Sonne kreist, als die katholische Kirche gegründet wurde. 

Auch die Kirche weiß inzwischen, dass die Bibel kein "naturwissenschaftlicher" Text ist, sondern weitgehend symbolisch / als Gleichnis gewertet werden muss.

Ein naturwissenschaftliches Buch ist es natürlich nicht, aber dass man es nur symbolisch sehen sollte, ist genau der Punkt, weshalb es eben so problematisch ist. Würde es nämlich etwas genauer genommen werden, mit dem was klar in der Bibel enthalten ist, würden die Glaubensansichten weit mehr Bestätigung finden und der Glaube vieler wesentlich stärker und zu einem wesentlich besseren Miteinander führen.

Kommentar von dadita ,

Das Glaube zu einem besseren Miteinander führt ist eine Behauptung welche sämtlichen Erkenntnissen aus Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte widerspricht. Es gibt kaum etwas was derart spaltet und Konflikte induziert wie der Glaube an diverse Märchen. 

Kommentar von JTKirk2000 ,

Doch es gibt eine Sache, die noch weit mehr Konflikte in der Menschheitsgeschichte ausgelöst hat und sogar im Eigentlichen hinter den religiös begründeten Konflikten steckt, und das ist der Egoismus. 

Antwort
von OnkelSchorsch, 95

Sicher.

Die biblischen Geschichten sind keine historischen Tatsachen, sondern religiöse Wahrheiten.

Eine Wahrheit ist etwas anderes als eine konkrete Realität. Auch wenn solche Geschichten Wahrheiten vermitteln, so wie es zum Beispiel auch Märchen tun, müssen sie ja nicht historisch real sein.

Natürlich weiß das der Pfarrer, wie es jeder geistig gesunde Theologe und religiöser Gemeindevorsteher weiß. Das wissen auch Imame, das wissen Rabbis, das wissen Äbte, das wissen Sheikhs - das weiß ein jeder, der sich seriös und ernsthaft mit seiner Religion befasst.

Kommentar von earnest ,

Nur die Fundis - sie wollen das nicht wissen.

Kommentar von claushilbig ,

Dabei liegt die Betonung aber auf "wollen"!

Antwort
von Paguangare, 112

Stimmt. Die Geschichten der Bibel sind nicht als historische Wirklichkeit zu deuten.

Es gab also tatsächlich nicht vor ca. 6000 oder 7000 Jahren einen ersten Menschen, der in Form eines Erwachsenen von Gott aus einem Klumpen Lehm o.ä. geformt worden wäre.

Vielmehr hat sich die menschliche Spezies über Hunderttausende von Jahren hinweg entwickelt.

Es ist gut, wenn ein Pfarrer das auch so sieht und zugeben kann. Denn dieser Umstand ist kein Beweis dafür, dass Religion an sich Spinnkram sei oder es keinen Gott gäbe. Die Bibel hat dennoch eine tiefe Bedeutung.

Gott ist groß und unbegreiflich, und unser menschliches Erkennen ist Stückwerk, wie es auch im Korintherbrief geschrieben steht.

Alle menschlichen Vorstellungen, Geschichten und Beschreibungen sind nur Modelle, also mehr oder weniger grobe Vereinfachungen und nicht die Wirklichkeit oder gar Wahrheit selbst.

Antwort
von Giustolisi, 121

Die Geschichte von Adam und Eva ist klar erfunden. Nicht nur dass man den Schöpfungsmythos inzwischen als überholte Ansicht abtun kann, mit nur zwei Individuen lässt sich einfach keine Population aufbauen, ohne massive Inzuchtprobleme zu bekommen. das geht vielleicht noch bei einfacher aufgebauten Lebewesen eine weile lang gut, beim Menschen allerdings nicht. Nach Adam und Eva kann es ja nur zwischen Bruder und Schwester oder zwischen Eltern und Kind Sex und damit Kinder gegeben haben. Die Bibel erzählt also die Geschichte einer gigantischen Sauerei.

Die Geschichte ist wie viele (wenn nicht sogar alle) Geschichten aus der Bibel frei erfunden, oder so stark verfälscht, dass man das Original wohl nicht mehr wiedererkennen würde.

Antwort
von earnest, 130

Man "darf" Pfarrer sein, ohne die Bibel wörtlich zu nehmen.

Nähme man sie wörtlich, müsste man den eigenen Verstand an der Garderobe abgeben. Das gefällt nicht jedem intelligenten Menschen.

Gruß, earnest


Kommentar von KaeteK ,

Ziel verfehlt, würde ich zu diesem Pfarrer sagen. lg

Kommentar von earnest ,

Warum sollte es das Ziel eines Pfarrers sein, fromme Märchen zu propagieren?

Kommentar von claushilbig ,

Nein, im Gegenteil - Ziel erreicht!

Nämlich das Ziel, Religion und Glauben nicht einfach nur hinzunehmen, sondern zu hinterfragen und zu reflektieren.

Oder anders gesagt: das Ziel, den FS von einem naiven "Kinderglauben" zu einem "erwachsenen Glauben" zu führen.

Kommentar von earnest ,

DH. 

Womit aber NOCH deutlicher wird, warum Fundis solche Bemühungen ablehnen ...

Antwort
von quanTim, 119

dann war der pfarrer wohl so klug, das er erkannt hat, das die biblischen geschichten als gleichniss zu sehen sind, und man sich daraus moralsiche grundsätze ableiten soll.

Kommentar von cheese7 ,

Warum ist er dann Pfarrer?

Kommentar von Ryuuk ,

Es gibt schlechtere Berufe.

Kommentar von quanTim ,

einen pfarrer macht merh aus als beidungsloser glaube.

wer pfarrer werden will, der muss jahre lang theologie studieren.

ein pfarrer kümmert sich auch um themen der seelsorge und seine auptaufgabe ist das seelische wohl seiner gemeinde. Dabei geht es nicht immer darum den strengen glauben zu predigen, sonder individuel auf seine schützlinge zu reagieren

Kommentar von Giustolisi ,

Würden die Christen die biblischen Geschichten eben als  solche sehen, gäbe es viel weniger Streit. Nur leider geht damit auch der Wahrheitsanspruch verloren, deswegen klammern sich viele Gläubige so an diese Geschichten.

Wären es einfach nur irgendwelche Geschichten, die nur als Gleichnisse zu verstehen sind, stünde fest,  dass die Figuren in der Bibel rein fiktiv sind.

Kommentar von claushilbig ,

Warum sollte er das nicht sein?

Ich schätze mal, dass ungefähr 90% aller Pfarrer die Schöpfungsgeschichte (und zahlreiche weitere Stellen der Bibel) als symbolischen Text, als Gleichnis verstehen und nicht als "wissenschaftlichen Bericht" ...

Antwort
von Andrastor, 175

Natürlich ist das erfunden. Alles was in der Bibel steht ist frei erfunden. Mythen und Märchen, nichts weiter.

Schade nur, dass sich dieser Pfarrer keine Gedanken über das was er gesagt hat, gemacht hat. Ansonsten wäre ihm aufgefallen, dass die Verneinung der Schöpfungsgeschichte dem neuen Testament jegliche Daseinsberechtigung und damit Glaubwürdigkeit nimmt.

Kommentar von earnest ,

Das ist aber eine kühne Schlussfolgerung, Andrastor.

Warum sollte ein Pfarrer denn nicht Adam & Eva für symbolische Gestalten halten können und gleichzeitig hinter dem Menschenbild des Neuen Testaments stehen?

Kommentar von Ryuuk ,

Wegen der Erbsünde vielleicht? Wenn Adam und Eva nicht echte Personen waren, haben sie die Erbsünde nicht begangen, ergo hätte das ganze Jesus-Opfer keinen Zweck mehr?

Kommentar von Andrastor ,

Ryuuk hat es auf den Punkt gebracht.

Jesus wurde laut Bibel auf die Welt geschickt um den Menschen die Sünde zu nehmen, wenn der Sündenfall aber nie stattgefunden hat (Adam+Eva+Schlange+Frucht) dann hat es niemals Sünde gegeben und die ganze Aktion wäre sinnlos gewesen.

Wer also als Christ das alte Testament nicht wortwörtlich nimmt, inklusive den Schöpfungsbericht, nimmt dem neuen Testament die Daseinsberechtigung.

Logisches Denken, ich weiß fällt den meisten Gläubigen schwer.

Kommentar von wildcarts2 ,

Wer also als Christ das alte Testament nicht wortwörtlich nimmt,
inklusive den Schöpfungsbericht, nimmt dem neuen Testament die
Daseinsberechtigung.

Das ist so nicht ganz richtig, denn die Bibel ist nicht die Grundlage für das Christentum. Sie ist von Juden für Juden geschrieben worden. Die Grundlage für das Christentum bildet die Lehre der römischen Kirche, und die ist in keiner Weise Bibelkonform

Kommentar von Andrastor ,

Wie lustig dass da jeder Christ eine andere Meinung darüber hat. Ihr solltet euch wirklich mal einig werden XD

Kommentar von Chichiri ,

Wie lustig dass da jeder Christ eine andere Meinung darüber hat. Ihr solltet euch wirklich mal einig werden XD

Trifft nicht nur auf Christen zu. In der Politik gibt es ja auch in jeder Partei einen eher rechteren und linkeren Flügel. Einig sind die sich auch nicht immer.

Auch Atheisten sind nicht immer einer Meinung. Da unterscheidet ihr euch herzlich wenig.

Kommentar von Andrastor ,

Auch Atheisten sind nicht immer einer Meinung.

Aber wir bilden keine Religion mit unserer Meinung und schreiben niemanden Verhaltensregeln nach unserer Meinung vor XD

Eine Religion hingegen (oder eine politische Partei) tut dies sehr wohl, was das ganze so lustig macht.

Es gibt über 100 verschiedene christliche Kirchen, die sich alle als "Christen" bezeichnen und meinen sie seien Vertreter des Christentums.

Wer hat denn nur Recht? XD

Kommentar von Chichiri ,

Das mag ja sein, dass die Atheisten keine Religion bilden, ändert an der Aussage aber dennoch nichts. 

Man kann bei einem übergeordneten Thema durchaus einer Meinung sein. Allerdings weisen sich bei differenzierter Betrachtung mitunter gravierende Unterschiede auf. 

Kommentar von Andrastor ,

Ja, so gravierende Unterschiede dass man über 100 Kirchen daraus bilden kann XD

Vor allem da es bei diesen Meinungen um das Zentrum der gesamten Existenz dreht, also dem einzigen Fixum das unsere Welt überhaupt haben soll, zumindest nach den Aussagen dieser Gruppen.

Logisch betrachtet also ein Thema das keine Interpretation zulassen dürfte, wenn denn dieses Zentrum nun tatsächlich existieren würde, was ja zum Glück nicht der Fall ist.

Kommentar von claushilbig ,

Aber wir ... schreiben niemanden Verhaltensregeln nach unserer Meinung vor XD

Doch - indem ihr sagt, niemand sollte an Gott glauben oder einer Religion angehören ...

Kommentar von Andrastor ,

Doch - indem ihr sagt, niemand sollte an Gott glauben oder einer Religion angehören ...

Falsch, wir erteilen keine Befehle, sondern zeigen Unsinnigkeiten, Logikfehler und andere Peinlichkeiten in den Religionen, den Glaubensrichtungen und ihren Behauptungen auf.

Wir verbieten das Glauben an Religionen nicht, genausowenig wie wir verbieten dass man an unsichtbare, rosafarbene Einhörner glaubt. Aber wir sagen was daran unlogisch und lächerlich ist.

Wenn dir das wie ein Verbot erscheint, dann solltest du unbedingt an deiner Toleranz und Offenheit arbeiten!

Kommentar von earnest ,

Das "logische Denken", das du für dich beanspruchst, Andrastor, widerlegt in keiner Weise meinen Einwand gegen deine Entweder-oder-Denke.

Kommentar von Andrastor ,

Hmm.. doch, doch genau das tut es. Natürlich kann man dem Irrglauben erliegen dass das NT ohne das wörtliche AT möglich sei, jedoch nur, wenn man eben das logische Denken ausblendet, eine Fähigkeit welche von Gläubigen bis zur Perfektion praktiziert wird.

Kommentar von earnest ,

Deine Behauptung macht deine Aussage nicht zur Wahrheit. 

Selbstverständlich ist es möglich, sich Grundsätzen des NT verpflichtet zu fühlen, ohne z.B. an die reale Existenz von Adam & Eva zu glauben.

Aber ich sehe wieder einmal: Es ist sinnlos, mit dir zu diskutieren.

Kommentar von claushilbig ,

Natürlich kann man dem Irrglauben erliegen dass das NT ohne das wörtliche AT möglich sei, jedoch nur, wenn man eben das logische Denken ausblendet,

Das musst Du mir aber mal näher erläutern ...

im Gegenteil kann ich keinen logischen Grund finden, warum "das NT ohne das wörtliche AT nicht möglich" sein sollte - eine symbolische Deutung das AT reicht doch vollkommen aus, die Aussagen des NT zu begründen.

Und bevor Du mein Logisches Denkvermögen anzweifelst: als studiertem Mathematiker sind mir die Regeln der Logik durchaus vertraut - und weiß sogar, dass viele Menschen fest überzeugt sind, logische Schlüsse zu ziehen, diese aber dann komplett falsch sind ...

Kommentar von Chichiri ,

Sehe ich genauso wie earnest. Nur weil Andrastor die Weitsicht fehlt Zusammenhänge zu begreifen...

Kommentar von Andrastor ,

Ach herrjeh... wenn ihr Gläubigen nur zu einem logischen Gedanken fähig wärt, würdet ihr erkennen wie kindisch ihr euch gerade anhört...

Wenn man mit Gläubigen vernünftig reden könnte, gäbe es keine Gläubigen mehr.

Kommentar von earnest ,

Falls du mit mir redest, Andrastor: a) bist du da auf dem falschen Dampfer und b) verbitte ich mir diesen Ton.

Kommentar von Andrastor ,

Was du dir verbittest ist mir egal, du zeigst eindeutig dass du nicht in der Lage bist logische Schlussfolgerungen zu ziehen oder nachzuvollziehen.

Kommentar von earnest ,

Vergiss es.

Kommentar von claushilbig ,

Auch der Sündenfall ist - wie der gesamte Schöpfungsbericht - symbolisch zu sehen.

Auch ohne die konkreten Menschen Adam und Eva und die Sache mit dem Apfel (der übrigens mit Sicherheit kein Apfel war), ist die Erbsünde einfach aus der "Verderbtheit der Welt" (vgl. z. B. Sodom und Gomorrha) begründbar, oder aus der Tatsache, dass jeder Mensch bereits bei seiner Geburt seiner Mutter Schmerzen bereitet und sich damit gegen sie versündigt.

In den Evangelien wird tatsächlich kein direkter Bezug zwischen dem Begriff der Erbsünde und dem Sündenfall hergestellt. Diese Gleichsetzung ist erst eine spätere theologische Auslegung.

Kommentar von Andrastor ,

Auch der Sündenfall ist - wie der gesamte Schöpfungsbericht - symbolisch zu sehen.

Sprich die Sünde selbst ist symbolisch zu sehen und damit ist auch das neue Testament nur symbolisch zu sehen und nicht als Tatsache.

Im Übrigen wären Sodom und Gomorrha ebenfalls nur Symbole und keine Tatsache, ebenso die "Verderbtheit der Welt", auch dies wäre ohne dem wörtlichen Sündenfall nur ein Symbol und macht es Sinn Jesus für ein Symbol auf die Welt zu schicken?

Es ist einfache Logik: Ohne dem wortwörtlichen Sündenfall gibt es keine Sünde, womit Jesus, welcher geschickt wurde um die Sünde zu nehmen, keine Daseinsberechtigung mehr hat.

oder aus der Tatsache, dass jeder Mensch bereits bei seiner Geburt
seiner Mutter Schmerzen bereitet und sich damit gegen sie versündigt.

Entschuldige, das ist mitunter die dümmste Bemerkung die ich diesbezüglich jemals erfahren musste. Als könnte das Baby etwas dafür dass die Geburt schmerzt.

Wenn schon, wäre dieser Umstand alleine Gottes Schuld, denn er soll dies ja so eingerichtet haben. Außerdem würde sich die Mutter gegen sich selbst versündigen, denn es war ihre Entscheidung ein Kind zu bekommen (in den meisten Fällen) aber niemals ist es eine Entscheidung des Kindes geboren zu werden.

Also ist das ganze Argument absoluter Müll.

Kommentar von claushilbig ,

Entschuldige, das ist mitunter die dümmste Bemerkung die ich diesbezüglich jemals erfahren musste

Nein, das ist genau die Erklärung, die mir mein alter Pfarrer - den nicht nur ich für einen ausgezeichneten Theologen gehalten habe - mal als den eigentlichen Inhalt des Begriffes "Erbsünde" gegeben hat. Er sagte damals sogar, dass die Erbsünde eben überhaupt nichts mit dem Sündenfall zu tun habe, diese Gleichsetzung wäre ein großes Missverständnisse theologischer Laien ...

Es ist einfache Logik: Ohne dem wortwörtlichen Sündenfall gibt es keine Sünde,

Darin sehe nicht nur keine "einfache Logik", sondern sogar überhaupt keine Logik: Dass es Mord und Totschlag, Lug und Betrug in der Welt gibt, ist doch sichtbarer Fakt. Dafür braucht es faktisch weder Adam noch Eva, noch eine Schlange und einen Apfel - aber symbolisch können sie gut als Erklärung dienen, warum der Mensch nun mal so ist...

Kommentar von claushilbig ,

Ganz abgesehen davon: Natürlich ist auch das NT vor allem symbolisch zu sehen!

Schon der Grundansatz an sich - die Opferung eines Menschen für die Sünden aller - ist genau so wie jedes Opfer vor allem ein symbolischer Akt.

Und was ist gegen Symbolik einzuwenden? Selbst wenn wir das NT als "Fakt" nehmen: Jesus selbst spricht doch oft in Gleichnissen - er behauptet nicht, dass es den "barmherzigen Samariter" oder den "verlorenen Sohn" tatsächlich gegeben hat. Warum sollte dann der Sündenfall nicht auch ein "Gleichnis" sein?

Kommentar von Andrastor ,

Du verwechselst "Sünde" mit "Verbrechen". Auch falsch zu parken ist ein Verbrechen, ein Verstoß gegen das Gesetz, jedoch kein Verstoß gegen Gott, was eine Sünde sehr wohl ist.

Wenn das alte und das neue Testament beide nur Symbole sind, dann ist Gott selbst auch nur ein Symbol und damit nicht existent.

Einfache Logik XD

ich weiß, scheint dir sehr schwer zu fallen.

Kommentar von Chichiri ,

Diese einfache Logik entstammt einem Gehirn, das nicht in der Lage ist komplexere Dinge zu erfassen und zu begreifen. Aber tut mir leid - diese Welt und auch die Theologie ist komplexer als deine einfache Logik.

Kommentar von Andrastor ,

Sie ist weitaus weniger komplex als sie zugibt zu sein ;)

kein Wunder, wer im Grunde nichts zu sagen hat redet um den heißen Brei. Das machen Religionen genauso. Sie verkomplizieren sich selbst und all ihre Aussagen damit man die einfache Wahrheit dass sie lügen nicht so leicht erkennt.

Hierbei kann man sich ganz an Einsteins Zitat halten:

Wenn du etwas nicht einfach erklären kannst, dann verstehst du es selbst nicht.

Sprich die Religionen verstehen sich selbst nicht und können daher auch vor Logik nicht bestehen, was hier auf dem Forum immer wieder bewiesen wird.

Kommentar von Chichiri ,

Wenn du etwas nicht einfach erklären kannst, dann verstehst du es selbst nicht.

Erst mal - wenn du Einstein schon zitierst, dann zitiere ihn bitte richtig, und biege die Zitate nicht so hin, wie du es gerne hättest. 

If you can't explain it simply, you don't understand it well enough.

Also da ist schon ein deutlicher Unterschied zu dem was du übersetzt hast. 

Du denkst es wäre logisch was du schreibst, aber du machst wieder mal einen Denkfehler. Du setzt diesen Satz von Einstein als universal gültige Maxime und kommst zu der Schlussfolgerung, dass Religionen aufgrund ihrer Komplexität nicht vor Logik bestehen. Dabei ist dieser Satz gar nicht mal allgemein gültig. 

Aber wie schon gesagt - wenn man schon so verzweifelt ist und Einsteins Zitat verbiegen muss, um seine Logik zu manifestieren....

Antwort
von fricktorel, 6

Auch "Pfarrer" sind Lügner (Röm.3,4).

Antwort
von fricktorel, 8

"Armer Kerl", denn dann gibt es ihn ja auch gar nicht (1.Mose 2,15)...

Aber es gibt auch solche Leute (2.Petr.2,1), welche in der "Weltkirche" den "Gott diese Welt" vertreten (2.Kor. 4,4; Eph.2,2; Offb.12,9).

Antwort
von beangato, 122

Ja, das wurde einfach erfunden - genau, wie die anderen Religionen auch.

Der Mensch stammt vom Affen ab. Kann man auch alles im Internet nachlesen.

Kommentar von quanTim ,

das ist eigentlich falsch, affen und menschen haben nur einen gemeinsammen vorfahren

Kommentar von beangato ,

Weiß ich :)

Im übertragenen Sinn kann man das jedoch so sagen.

Kommentar von earnest ,

Wenn du es weißt, warum sagst du es dann nicht gleich? Möchtest du denn mit einem Kreationisten verwechselt werden?

Kommentar von raimas ,

Und dieser Vorfahre war ein Affe. Deshalb stammt der Mensch von einem Affen ab!

Kommentar von claushilbig ,

Nö - dieser Vorfahre war eben (noch) kein Affe, sondern ein Vorfahre des Affen

Kommentar von Simoris ,

Ich weiß nicht, ob das Absicht ist, aber mit dem lezten Satz klingt das für mich irgendwie nach Ironie.

Antwort
von slutangel22, 150

Total egal, wer es sagt: Es stimmt nicht. Da hat der Pfarrer recht.

Antwort
von Eselspur, 95

Pfarrer sind nicht unfehlbar - das ist nach katholischer Lehre der Papst und nur wenn er ausdrücklich "ex cathedra" spricht, nach evangelischer Lehre ist die Vorstellung, dass ein Mensch überhaupt unfehlbar sein könnte absurd.

Ob Adam und Eva historische Personen gewesen sind, wissen wir so nicht. Was wir als Christen wissen, ist dass der Mensch von Gott erschaffen ist und sich von seiner Liebe abgewendet hat.

Kommentar von earnest ,

Nein, Eselspur. Du WEISST nicht, dass der Mensch von Gott erschaffen wurde. Du GLAUBST es nur.

Und mit der "Liebe" des alttestamentarischen Gottes ist auch auch nicht so weit her ...

Kommentar von Eselspur ,

Ich habe geschrieben, Earnest, dass wir das ALS CHRISTEN WISSEN. Der Glaube ist umfassender als das Wissen, deswegen ist dein "nur" unpassend.

Kommentar von Ryuuk ,

Auch als Christen glaubt ihr es nur. Es ist direkt da im Wort. Glauben.

Kommentar von Eselspur ,

Ryuuk "Glauben" hat im deutschen zwei verschiedene Bedeutungen: https://de.wikipedia.org/wiki/Glauben

Kommentar von earnest ,

Nein, "ihr" WISST das weder als Christen, noch als Linkshänder, noch als Rothaarige, noch als Vegetarier, noch als Fussballfans - "ihr" GLAUBT das einfach nur (ja: "nur").

Aber, wenn Du so willst: Selbstverständlich ist das Reich der menschlichen Fantasie größer, als es der Bereich des Wissens jemals sein kann.

Kommentar von Eselspur ,

Earnest, du kannst Glauben natürlich ablehnen, ich kann aber nicht nachvollziehen, wem es etwas bringen soll, wenn du versuchst, Glauben lächerlich zu machen.

http://www.kath.de/lexikon/philosophie_theologie/glauben_wissen.php

Kommentar von earnest ,

Wie kommst Du denn auf die Idee, ich würde mit meinem Kommentar den Glauben lächerlich machen wollen? 

Das klingt mir doch sehr nach Opferhaltung. 

Noch einmal: Ich habe betont, dass Du (wie jeder Mensch) nicht WEISST, ob Gott den Menschen erschaffen hat. Du GLAUBST es nur. Du glaubst es nur zu wissen.

DAS steht da. Jeder, der lesen kann, kann das dort lesen, Eselspur.

Kommentar von Eselspur ,

Earnest, du brauchst dir keine Sorgen zu machen, ich halte schon aus, wenn du Glauben dem Reich der Phantasie zuordnest. Ich finde es nur schade, dass du - der du offensichtlich viel über Religion weißt - dich nicht einlassen willst oder kannst. Vielleicht überfliegst du doch den Artikel, dessen Link ich gepostet habe...

Kommentar von earnest ,

Immerhin freue ich mich, dass du deine ungerechtfertigten  Bemerkungen mich betreffend offenbar nicht mehr aufrecht erhältst.

Da waren wohl die Pferde mit dir durchgegangen.

(Den Artikel hatte ich übrigens längst gelesen ...)

Aber mit dem verstehenden Lesen hast du offenbar immer noch deine Schwierigkeiten. Ich hatte nicht den Glauben als solchen ins Reich der Fantasie verbannt, - so blöd ist ja wohl niemand, das zu tun (der Glaube als solcher ist schließlich ein nicht zu leugnendes Faktum) - sondern die Überzeugung, dass Gott den Menschen geschaffen habe. 

Und damit sind wir wieder beim Kern der Sache angelangt.

Kommentar von Eselspur ,

Na, dann... schön, dass du dich freust...!

Kommentar von earnest ,

Ja, ich freue mich in der Tat, dass du zu einem Mindestmaß an mitmenschlichem Miteinander zurückgekehrt bist.

Kommentar von claushilbig ,


Hättest Du geschrieben

Du WEISST nicht, dass der Mensch von Gott erschaffen wurde. Du GLAUBST es.

wäre das ein komplett andere Aussage als

Du WEISST nicht, dass der Mensch von Gott erschaffen wurde. Du GLAUBST es nur.

Die erste Aussage teile ich voll und ganz - die zweite nicht: In dem Wörtchen "nur" steckt immer auch eine Abwertung, bzw. es kann zumindest leicht als solche empfunden werden.


Kommentar von earnest ,

Grundsätzlich ist das richtig. 

Das sehe ich aber nicht als mein Problem, claus. Insbesondere dann nicht, wenn jemand solch apodiktische Aussagen tätigt. Dann halte ich ein "nur" für angemessen.

Wenn du die Religionsseiten bei GF mal verfolgst, dann wirst du sehen, dass immer und immer wieder solche Behauptungen aufgestellt werden. Da ist dann ein "nur" wahrlich kein grober Klotz.

Und "komplett anders" ist die Aussage auch nicht.

Kommentar von claushilbig ,

Och, ich find schon, es ist "so ziemlich komplett" anders, ob eine Aussage "nur" ;-) wertneutral oder auch abwertend ist (oder zumindest verstanden werden kann).

Aber ich stimme Dir zu:

Wer so "missionarisch" redet (und sich dessen offenbar nicht mal bewusst ist), muss auch mit Gegenwind rechnen ;-)

Kommentar von Eselspur ,

Es geht nicht um Gegenwind, es geht um die mangelnde Fähigkeit einen kurzen Text sinnerfassend im Kontext zu verstehen. Was ich nicht verstehe ist, warum manche Atheisten dieses unstillbare Bedürfnisse haben, unbedingt alle Aussagen zensurieren zu wollen, die nicht in ihr Weltbild passen.

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