Frage von colorado33, 138

Ein Paar Fragen zu Auffahrunfällen und Unfallbetrug?

Ich war heute mit meinem Auto unterwegs und fuhr durch eine recht enge Gasse, der Wagen vor mir wollte rechts abbiegen, fuhr dann plötzlich rückwärts und rammte mich.

Bin ausgestiegen und habe mir alles genau angeguckt, war nichts zu sehen, die junge Dame die den Unfall verursacht hatte war sehr verzweifelt und anscheinend Fahranfängerin, weswegen ich mich entschied das ganze auf sich beruhen zu lassen und mir nur das Kennzeichen aufschrieb. Zuhause meinte mein Mann, ob ich denn verrückt geworden sei nicht die Polizei zu verständigen. Hätten wir im nachhinein was festgestellt hätte die Verusacherin behaupten können, ich wäre ihr hinten drauf gefahren. Nun wollte ich mal wissen wie man bei einem Auffahrunfall am besten vorgehen soll, vorallem wenn am Auto auch nichts kaputt zu sein scheint.

Kann es festgestellt werden ob jemand mir rückwärts rein oder ich ihm hinten drauf gefahren bin? Zum Beispiel wenn es keine Zeugen gibt und der Verursacher drohen würde "wenn sie es nicht auf sich beruhen lassen werde ich behaupten sie seien mir hinten drauf gefahren!" - Ich weiß, unwahrscheinlich, aber sind schon viel schrägere Dinge passiert. Kann man von jemandem, der einen Unfall verursacht hat bei dem jedoch augenscheinlich nichts zu schaden gekommen ist trotzdem Geld verlangen? Gibt ja immer die Leute die rumschreien wie wild obwohl überhaupt nichts geschehen ist und mit Klagen drohen.

Zuletzt noch eine Frage zum Unfallbetrug: Warum gibt es oft Leute die vorsätzlich Unfälle provozieren? Was haben die davon außer dass meine Versicherung ihnen Geld zum Reparieren zahlt und ihr Auto wieder ganz ist, so wie es auch vor dem Unfall gewesen wäre?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo colorado33,

Schau mal bitte hier:
Auto Recht

Antwort
von RudiRatlos67, 71

Nur mal eben zur Möglichkeit der Beweissicherung... einzige Möglichkeit zu beweisen das sie rückwärts gefahren ist wären die Birnen der ruckfahrscheinwerfer gewesen wenn diese denn beim Unfall zerstört worden wären. Evtl waren auch Abriebspuren der Reifen auf dem Asphalt, allerdings wären diese nur direkt nach dem Unfall zu sichern gewesen und wenn reufenspuren nicht sehr offensichtlich sind, nimmt sich kein Polizist derer an, es sei denn es ist zu schweren Personenschäden gekommen, dann wird deutlich genauer hingesehen und evtl. Auch die Fahrzeuge für eben solche Untersuchungen beschlagnahmt

Antwort
von vogerlsalat, 86

Zu Frage 1: immer einen Unfallbericht ausfüllen, dann kann im Nachhinein niemand was anderes behaupten. Würde die junge Dame direkt an der Unfallstelle behaupten, dass du hinten rauf gefahren bist, kannst du direkt die Polizei rufen.

Zu 2: Diese Leute könnten den Schaden ablösen lassen von der Versicherung ( würden also Bargeld bekommen statt der Reparatur). die Reparatur macht dann "ein Freund" sehr günstig. Die Differenz bleibt übrig.

Antwort
von Kristinominos, 75

Ich wollte auch mal im Nachhinein einen Unfall bei der Polizei melden und die wollten mich dort nicht hören. Die haben den Unfall nicht aufgenommen - Begründung: "Sie sagen es so und der andere hat seine eigene Version" .. da ist ja auch was Wahres dran, probiert habe ich es trotzdem.

Jetzt würde bei euch einfach Aussage gegen Aussage stehen.

Antwort
von Rockuser, 53

"" Kann es festgestellt werden ob jemand mir rückwärts rein oder ich ihm hinten drauf gefahren bin?""

Das halte ich für    Fast    Unmöglich, ohne Zeugen.

"" ... augenscheinlich nichts zu schaden gekommen ist trotzdem ..."

 Ohne Schaden, keine Kohle.

""Zuletzt noch eine Frage zum Unfallbetrug""

Das muss dann wohl ein Richter entscheiden.

Zusammengefasst ist meine Meinung, da kommt nichts weiteres.

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